Infektionsepidemiologische Forschung hat einen hohen Stellenwert, um Ursachen, Folgen und die Verbreitung von Infektionskrankheiten besser zu verstehen und gezielte Präventionsmaßnahmen zu empfehlen. In der amerikanischen Fachzeitschrift Emerging Infectious Diseases haben Infektionsepidemiologen des Robert Koch-Instituts eine Studie mit Daten zu schweren und tödlichen Erkrankungen durch pandemische Influenza (Influenza A(H1N1) 2009 oder „Schweinegrippe“) bei Kindern und Jugendlichen veröffentlicht. Für diese Gruppe gab es bislang europaweit kaum wissenschaftliche Daten. Die Ergebnisse zeigen deutlich mehr schwere Erkrankungen als in den Jahren zuvor und unterstreichen die Bedeutung der Influenzaschutzimpfung insbesondere für Kinder mit Grunderkrankungen, die von der Ständigen Impfkommission seit Jahren empfohlen wird.
Da derzeit „Influenza A(H1N1) 2009“ dominiert, muss insbesondere beim Vorliegen von Grundkrankheiten auch bei jüngeren Erwachsenen und Kindern weiterhin mit schweren Erkrankungen… Weiterlesen
1. Februar 2011 – Mehr als 700.000 Menschen wurden in den letzten Notimpfkampagnen an der Elfenbeinküste gegen Gelbfieber geimpft. Die Impfung wurden durch das Ministerium für Gesundheit mit Unterstützung von WHO und UNICEF durchgeführt.
Die Kampagne, die vom 21. bis zum 28. Januar 2011 durchgeführt wurde, erreichte 88% der Zielgruppe in den Bezirken Katiola, Beoumi (in der Mitte des Landes), Seguela, Mankono (im Norden).
Verdachtsfälle von Gelbfieber wurden von der Elfenbeinküste am 3. Januar mitgeteilt. 12 Fälle wurden im Labor am 17. Januar von den regionalen Referenzlabor Institut Pasteur in Dakar bestätigt. Der Ausbruch hat die Bezirke Seguela betroffen (14 Fälle, darunter 10 Todesfälle), Mankono (1 Fall), Beoumi (18 Fälle, darunter 9 Tote) und Katiola (46 Fälle, darunter 16 Todesfälle).… Weiterlesen
In einem Kölner Krankenhaus ist Anfang der Woche eine junge Frau aus Leverkusen gestorben. Sie war positiv auf das H1N1-Virus (Schweinegrippe) getestet, litt darüber hinaus aber an schweren Vorerkrankungen. In Leverkusen sind bisher zwei auf das Virus getestete Fälle gemeldet worden. In dem zweiten Fall ist der Krankheitsverlauf milde. In diesem Zusammenhang macht das Gesundheitsamt darauf aufmerksam, dass jede Grippe bei entsprechend geschwächten Personen einen schweren Krankheitsverlauf nehmen kann, es aber noch früh genug für die Grippeschutzimpfung ist. Nach einem Jahr empfiehlt sich eine Auffrischung des Impfschutzes. Zu dem Impfstoff gehört in dieser Saison auch der gegen das H1N1-Virus. Geimpft wird in jeder Hausarztpraxis.
Quelle: Stadt Leverkusen
In der Uni-Klinik Essen ist am Samstag, 8. Januar 2011, ein 57-jähriger Patient aus Werl verstorben, bei dem die Diagnose Influenza H1N1 (Schweinegrippe) gestellt wurde. Ein entsprechender Laborbefund traf am Dienstag, 11. Januar 2011, im Gesundheitsamt des Kreises Soest ein. Der Mann litt an einer Vorerkrankung.
Am Montag, 10. Januar 2011, ging im Kreishaus die Meldung ein, dass ein sechsjähriger Junge aus Lippstadt ebenfalls mit H1N1 infiziert ist. Die Diagnose wurde am 2. Januar gestellt. Aufgrund des schweren Krankheitsverlaufs wurde er in die Uni-Klinik Münster verlegt. Nach Informationen des Gesundheitsamtes hat sich der Zustand des Kindes aber stabilisiert. Sein neun Monate alter Bruder erkrankte zwei Tage später. Bei ihm wurde ebenfalls das H1N1-Virus nachgewiesen, der Krankheitsverlauf ist weniger dramatisch. “Zurzeit… Weiterlesen
Lübeck (Deutschland), 06.01.2011 – Das Lübecker Gesundheitsamt warnt vor einer Ausbreitung der ansteckenden Kinderkrankheit Masern in der Stadt. Zuletzt hatte es in Lübeck vor 25 Jahren eine Masernepidemie gegeben. Bisher seien in Lübeck vier Menschen infiziert. Zwei Patienten würden zurzeit in der Lübecker Universitätsklinik stationär behandelt. Drei der infizierten Erwachsenen sollen sich bei einer Party angesteckt haben. Von den in Lübeck zuletzt eingeschulten Kindern seien nur noch 85 Prozent gegen Masern geimpft, warnte Behördenleiter Hamschmidt.
Da auch aus anderen Teilen Deutschlands Maserninfektionen gemeldet wurden, rät auch das Robert Koch-Institut (RKI) zu vorbeugenden Impfungen. Masern gelten als hochansteckend. Zur Ansteckung reiche ein normales Gespräch aus.
Das Robert Koch-Institut empfiehlt grundsätzlich allen nach 1970 geborenen Erwachsenen, die als Kind nur einmal oder… Weiterlesen
In der Uni Klinik Göttingen sind laut Medienberichten zwei Menschen an dem Schweinegrippe-Virus gestorben. Bei dem dreijährigen Mädchen sei das Virus durch eine Obduktion nachgewiesen worden. Bei dem 51-jährigen männlichen Toten konnte H1N1 in einem Rachenabstrich nachgewiesen werden.
Aygül Özkan, Gesundheitsministerin Niedersachsens warnte vor Panikmache, rief aber Risikogruppen wie Schwangere, Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranke zur Schutzimpfung auf.
Nach Angaben im Epidemiologischen Bulletin hat es laut dem Deutschen Ärzteblatt auch in Deutschland bereits in den letzten Wochen einen Todesfall an einer Influenza A(H1N1) Infektion gegeben. Es handelt sich bei der Verstorbenen um eine 20 Jahre alte Patientin mit chronischer Vorerkrankung. Die Patientin verstarb an Multiorganversagen.
Quelle: RP-Online, Ärzteblatt