Natürliche Kohlendioxidquellen zeigen die möglichen Folgen ansteigender Treibhausgasemissionen
Natürliche Kohlendioxidquellen in Papua Neuguinea geben Wissenschaftlern die einmalige Gelegenheit zu sehen, wie tropische Korallenriffe sich verändern werden, wenn dem vom Menschen verursachte Kohlendioxidausstoß keine Grenzen gesetzt werden. Bleibt alles beim Alten schätzen die Klimaforscher vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), dass bis zum Jahr 2100 die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre auf mindestens 750 ppm ansteigen wird. Die Ozeane werden etwa ein Drittel dieses zusätzlichen CO2 aufnehmen, was dazu führen wird, dass der pH-Wert von 8,1 auf 7,8 fallen wird.
Dr. Katharina Fabricius, Wissenschaftlerin am Australian Institute of Marine Science (AIMS) hat zwei Expeditionen mit Forschern aus sechs Ländern, darunter Papua Neuguinea, USA und Deutschland, geleitet. Darunter war eine Gruppe vom… Weiterlesen
Eine Erderwärmung um nur 1,5 Grad Celsius hätte bereits Folgen für Jahrhunderte. Die Ozeane speichern die höheren Temperaturen länger als bislang gedacht, weil der normale Wärmeaustausch gestört wird, fanden Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) heraus. Wärme in tieferen Wasserschichten wird hierbei durch eine Abkühlung der obersten Wasserschichten gleichsam gefangen gehalten, heißt es in der Studie, die demnächst in der Zeitschrift Earth System Dynamics veröffentlicht wird. Selbst wenn es gelingen sollte, den Planeten wieder abzukühlen, indem man Kohlendioxid aus der Atmosphäre extrahiert, würde diese Abkühlung daher rund zehnmal länger dauern als zuvor das Aufheizen durch Treibhausgase, so die Berechnungen. Folge wäre, dass der globale Meerespiegel trotz der Abkühlung der Erdoberfläche noch für weitere 200 Jahre anstiege.
Beim Klimagipfel im mexikanischen… Weiterlesen
Sechsmonatiges Projekt startet im April 2011
Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz am 29. November 2010 in Berlin haben Wolfgang Mayrhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG, Peter Hintze, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWI) und Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt, und Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), ein von der Lufthansa beabsichtigtes und im Rahmen des Luftfahrtforschungsprogramms (LUFO) der Bundesregierung gefördertes Biokraftstoff-Projekt zur Nachhaltigkeit des Luftverkehrs vorgestellt.
Wie wirken Biokraftstoffe auf Wartung und Lebensdauer von Triebwerken?
Ab April 2011 wird Lufthansa einen Airbus A321 für sechs Monate im regulären Flugbetrieb auf der Strecke Hamburg-Frankfurt-Hamburg einsetzen. Dabei wird nach erfolgter Zulassung eine Treibstoffmischung mit 50 Prozent bio-synthetischem Kerosin auf… Weiterlesen
Was im Kleinen funktioniert, funktioniert auch im Großen: Seit mehreren Jahren spürt ein Messinstrument des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) von einem Hubschrauber aus Methanlecks an Erdgaspipelines auf. Ab 2014 soll ein ähnliches Instrument in bis zu 650 Kilometern Höhe an Bord eines deutsch-französischen Satelliten seine Bahnen um die Erde ziehen. Die Klimamission Merlin (Methane Remote Sensing Lidar Mission) soll aus dem All dem Treibhausgas Methan (CH4) weltweit auf die Spur kommen.
Das deutsch-französische Gemeinschaftsprojekt verfolgt vor allem ein Ziel: mehr und genauere Daten über den Ausstoß von Methan zu liefern. Das Gas sorgt ebenso wie Kohlendioxid (CO2) für die weltweite Erderwärmung. Dabei ist seine Wirkung 25 Mal so hoch wie die des CO2. Auch wenn es um… Weiterlesen
Moskau (Russland), 10.08.2010 – Die Smog-Lage in Moskau, die durch die seit mehreren Wochen andauernden schweren Wald- und Torfbrände in Regionen Zentralrusslands hervorgerufen wurde, hat sich weiter verschärft.
Seit mehreren Tagen haben Winde aus östlicher Richtung die Luftverschmutzung in der russischen Hauptstadt so weit ansteigen lassen, dass die Sichtweite stellenweise nur noch 50 bis 100 Meter beträgt. Die gesundheitliche Belastung der Hauptstadtbewohner hat sich durch die andauernde Hitzewelle mit Temperaturen von knapp 40 Grad und durch den giftigen Smog stark erhöht. Laut Andrej Selzowski, Chef der Moskauer Gesundheitsbehörde, hat sich die tägliche Todesrate der Stadt fast verdoppelt. Bestattungsunternehmen sprechen sogar von einer Verdreifachung.
Unterdessen nähern sich die Brände zum wiederholten Mal dem Atom-Forschungszentrum in Sarow am Ural. Laut Zivilschutzminister Sergej… Weiterlesen
Ökosysteme der Landoberfläche nehmen jährlich ca. 123 Milliarden Tonnen Kohlenstoff in Form von Kohlendioxid (ca. 450 Milliarden Tonnen CO2) aus der Atmosphäre auf. Anhand von weltweiten Messungen und datenbasierten Modellrechnungen hat ein internationales Forscherteam um Christian Beer vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena nun erstmals beobachtungsbasiert die Größe dieses umfangreichsten Austauschprozesses von Kohlenstoff zwischen Atmosphäre und Landoberfläche ermittelt und die Einflüsse des Klimas darauf bestimmt.
Die Forscher verglichen ihr Ergebnis darüber hinaus mit den Berechungen verschiedener räumlich aufgelöster Vegetationsmodelle, darunter das führende Modell LPJmL des PIK. Tropische Ökosysteme wie Regenwälder und Savannen setzen fast zwei Drittel des CO2 um, berichten sie nun in einem Artikel des Journals „Science“, der am heutigen Montag auf der Website „Science Express“ erschienen ist.
„Die… Weiterlesen