WWF verleiht internationalen Preis für intelligente Fischerei-Methoden
Hamburg 15.11.2007 – Der WWF hat heute in Seattle die Gewinner seines internationalen Wettbewerbs für „Schlaue Netze“ bekannt gegeben. Die Umweltorganisation fördert damit neue Methoden, die die Umweltzerstörung und die unerwünschten Beifänge in der Fischerei verringern. Der mit 30.000 US-Dollar dotierte erste Preis geht in diesem Jahr an den amerikanischen Fischer James O’Gardy und sein Team. Sie haben ein neuartiges Schleppnetz für den Fang von Schellfisch entwickelt. Mit dem Netz – von den Erfindern „The Eliminator“ getauft – wird der ungewollte Beifang von Kabeljau und Butt um 80 bis 95 Prozent verringert.
Die Maschenweiten des neuartigen Schleppnetzes sind im unteren Teil deutlich größer als im oberen Teil. Die Erfinder nutzen die Angewohnheit des… Weiterlesen
WWF vermisst EU-Meerespolitik „aus einem Guss“
Hamburg/Brüssel 10.10.2007 – Die EU-Kommission hat am heutigen Mittwoch in Brüssel ihr „Bluepaper“ vorgestellt, mit dem die Leitlinien für die künftige Meerespolitik festgelegt werden sollen. Erstmals versucht die Kommission damit, von der Fischerei bis zur Schifffahrt alle wirtschaftlichen Nutzungen der Meere in einem Programm zusammenzufassen. Ziele sind die Stärkung maritimer Industrien und eine nachhaltige Meerespolitik.
„Die Idee ist richtig, die Ausführung jedoch mangelhaft“, bilanziert WWF-Meeresexperte Stephan Lutter das Bluepaper. „Leider verpasst die EU-Kommission die Chance, den Weg für eine nachhaltige Meerespolitik aus einem Guss zu schaffen. Die Zuständigkeiten für Fischerei, Häfen und Transport sowie Energiegewinnung und Rohstoffförderung bleiben zersplittert. In diesem Regelungschaos gerät die Meeresumwelt unter die Räder. Bislang beutet jede Interessengruppe die Meere… Weiterlesen
WWF fordert zusätzliche Klimaschutzmaßnahmen für den Luftverkehr
Berlin 17.09.2007 – Heute bringt die Lufthansa ein so genanntes Klimaticket auf den Markt. Die Passagiere können durch einen Aufpreis einen Teil der durch den Flug entstandenen klimaschädlichen Emissionen wieder ausgleichen. Für den WWF ist diese freiwillige Abgabe „nur ein erster Schritt auf einem langen Weg“. Es dürfe nicht bei solchen kosmetischen Maßnahmen bleiben. „Wichtiger wäre es, Kerosin zu besteuern und so die Fluggesellschaften zu Investitionen in effizientere Flugzeuge und Routen zu bewegen“, betont WWF-Klimareferentin Juliette de Grandpré. Entsprechende Pläne der EU versuchen zahlreiche Luftlinien – darunter auch Lufthansa – abzuschwächen.
Die Lufthansa erkenne mit dem neuen Klimaticket immerhin an, dass die Fluglinien mehr tun müssen, um den Klimawandel zu bekämpfen, so der… Weiterlesen
Zum Tag der Tropenwälder am 14. September 2007
Frankfurt 13.09.2007 – Nirgendwo auf der Welt schreitet die Waldzerstörung so rasant voran wie in Asien. Allein in Indonesien fallen jährlich über zwei Millionen Hektar Wald den Kettensägen und Waldbränden zum Opfer. Immer häufiger muss der Regenwald Palmölplantagen weichen. „Falsch verstandener Klimaschutz heizt diesen Trend leider an“, sagt Markus Radday, Tropenwaldexperte des WWF Deutschland. Längst wandert der begehrte Rohstoff nicht mehr nur als Zutat in Süßspeisen und Waschmittel, sondern immer häufiger auch in die Tanks von Kraftwerken in aller Welt. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach dem begehrten Öl. Der Druck auf die Wälder nimmt dadurch weiter zu.
Auf den ersten Blick ist der Einsatz von Palmöl als Energieträger klimafreundlich, weil bei… Weiterlesen
WWF: Höhere Deiche allein schützen nicht vor steigendem Meeresspiegel – Warnung vor neuen Ölbohrungen im Wattenmeer
Frankfurt a. M. 30.08.2007 – Der WWF fordert, das Wattenmeer besser auf die kommenden Veränderungen durch den Klimawandel vorzubereiten. Es reiche nicht aus, die Deiche an der Nordseeküste immer höher zu bauen und die Küstenlinie mit immer mehr Beton zu befestigen, so der WWF anlässlich der heutigen internationalen Tagung zur Anpassung des Wattenmeeres an den Klimawandel in Wilhelmshaven. Zwar könne man mit diesen Methoden noch eine Weile die Illusion der Sicherheit vor Sturmfluten aufrecht erhalten. Auf Dauer würden so aber immer mehr Wattflächen dauerhaft überflutet und der einzigartige Naturraum an der Nordseeküste zerstört.
„Wir müssen beides verbinden: den Schutz der Menschen und den Schutz… Weiterlesen
Frankfurt a. M. 29.08.2007 – Weil die Konsumenten für Walfleisch fehlen, hat Island angekündigt, den kommerziellen Walfang einzustellen. Der WWF begrüßt die Entscheidung als überfällig: „Wir sind erleichtert, dass Island endlich die Zeichen der Zeit erkannt hat und den kommerziellen Walfang stoppt“, sagt WWF-Walexperte Volker Homes. „Das ist aber nur der erste Schritt. Unter dem Deckmantel der Wissenschaft werden weiterhin Wale gefangen, angeblich zu Forschungszwecken. Auch das muss ein Ende haben, nicht nur in Island, sondern weltweit.“ Neben Island machen auch Norwegen und Japan Jagd auf Wale und nutzen dabei Schwächen des internationalen Walfangmoratoriums, das seit 1986 die Tötung von Walen verbietet. Insgesamt sind laut WWF zwischen 1986 und 2006 fast 29.000 Wale durch Jagd getötet worden. Für den erlaubten… Weiterlesen