
Der Chilenische Kontinentalrand in dem Gebiet der Arauco Halbinsel auf Grundlage von Echolotdaten der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe und des IFM-GEOMAR. Die roten Linien umschließen die von den Hangrutschungen betroffenen Bereiche des Kontinentalhanges. Grafik: IFM-GEOMAR
Etwas zwischen 15 und 25 % aller auftretenden Tsunamis werden von unterseeischen Hangrutschungen ausgelöst. Deshalb versuchen Forscher weltweit, mehr über dieses Phänomen herauszufinden. Kieler Geologen haben jetzt am Kontinentalhang vor Chile die Spuren von drei ungewöhnlich großen, bis zu 500.000 Jahre alten Hangrutschungen entdeckt. Sie berichten darüber in der renommierten internationalen Fachzeitschrift „Journal of the Geological Society, London“.
Immer wieder ereignen sich rund um den Globus Erdrutsche mit teilweise katastrophalen Folgen, wie zum Beispiel Anfang 2011 in Brasilien, als nach heftigen Regenfällen nördlich von… Weiterlesen
Peking (Volksrepublik China), 27.07.2011 – In einem Tauchtest gelangte das bemannte U-Boot „Jiaolong“ in eine Tiefe von 5.057 Metern und stellte damit den Landesrekord auf.
Drei Stunden benötigte es im Pazifischen Ozean, um in diese Tiefe zu gelangen. „Jiaolong“ ist ein mystischer Meeresdrache; er ist der Namensgeber des Hightech-Produkts. Das U-Boot soll bei dem Plan helfen, wertvolle Rohstoffe aus großen Meerestiefen zu holen. Dort befinden sich Gold, Silber, Kupfer, Nickel und Kobalt; auch große Mengen Seltener Erden wurden bereits entdeckt. Die Förderung dieser Rohstoffe ist sehr aufwendig und teuer. Der steigende Verbrauch und die begrenzten Fördermöglichkeiten an Land werden die Preise in die Höhe treiben und damit eine Förderung vom Meeresgrund rentabel machen.
Für nächstes Jahr ist geplant, mit dem… Weiterlesen
Kieler Ozeanographen weisen Einfluss von äquatorialen Tiefenströmungen auf Niederschläge in Afrika nach
Die Meere haben einen vielfältigen Einfluss auf unser Klima. Prominentestes Beispiel ist das El Niño Phänomen im Pazifik, die bekannteste, mehrjährige Klimaschwankung. Wie Ozeanographen des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und der Woods Hole Oceanographic Institution (WHOI, USA) jetzt zeigen konnten, spielen auch Tiefenströmungen im äquatorialen Atlantik eine wichtige Rolle bei Klimaschwankungen in Westafrika. Die Ergebnisse der Studie erscheinen in der aktuellen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Nature“. Weiterlesen
Bereits seit einigen Jahren warnen Wissenschaftler davor, dass Methanhydrate, die als Eis im Meeresboden lagern, infolge der Erderwärmung „auftauen“. Dadurch gelange das starke Treibhausgas Methan in die Atmosphäre und treibe den Klimawandel weiter an. Forscher vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel haben jetzt den Effekt der Meeresströmungen auf die Erwärmung des Meeresbodens in der Arktis quantifiziert und seine Auswirkungen berechnet. In ihrer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ geben sie – bedingt – Entwarnung: „Unsere Berechnungen mit verschiedenen Computermodellen zeigen deutlich, dass dem Klima in den nächsten hundert Jahren keine zusätzliche Gefahr durch erhöhte Methanaustritte droht“, fasst der Hauptautor der Studie, Privatdozent Dr. Arne Biastoch, zusammen. „Die Gashydrate lösen sich mit einer zeitlichen Verzögerung auf, so dass eher… Weiterlesen
Das Erdbeben vom 11.03.2011 war nicht nur für Japan ein Jahrhundertereignis. Mit einer Magnitude von Mw=8,9 gehört es zu den stärksten je gemessenen Erdbeben weltweit.
Beonders interessant ist in diesem Fall, das fast exakt an der Bruchstelle des Tsunami-Bebens zwei Tage vorher ein starkes Vorbeben mit der Magnitude Mw=7,2 stattfand. Der Geophysiker Dr. Joachim Saul vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ (Helmholtz-Gemeinschaft) hat eine Sequenz erstellt, in der die Beben seit dem 09. März in Folge dargestellt werden.
Nach einem seismisch ruhigen 8. März ereignet sich am Morgen (Weltzeit UTC) des 9. März vor der japanischen Ostküste ein Erdbeben der Stärke 7,2, auf welches zunächst eine Reihe kleinerer Nachbeben folgt. Am Morgen des 11. März kommt es zu dem Katastrophenbeben, welches den… Weiterlesen
Überraschend viel Kohlenstoff speichert die tiefste Stelle im Meeresboden. Ein internationales Team von Meereswissenschaftlern bringt jetzt überraschende Erkenntnisse zum Klimageschehen vom tiefsten Punkt des Meeres mit.
Den Wissenschaftlern der Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology (JAMSTEC), der Scottish Association for Marine Science (SAMS), der University of Southern Denmark (SDU), der University of Copenhagen, der HGF-MPG Brückengruppe für Tiefseeökologie und Technologie vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie (MPI Bremen,und des Alfred Wegener Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI Bremerhaven) gelang es, zum ersten Mal Daten über klimarelevante Prozesse direkt am Grund des Marianengrabens mit einem Tiefsee-Messsystemen zu gewinnen. Der Marianengraben liegt ca. 2000 km östlich der Philippinen und gilt mit fast 11000 Metern als tiefster Punkt der Erde.
Ein speziell für… Weiterlesen