Schutzgene für Nervenzellen – Nervenzellen haben dann eine größere Überlebensfähigkeit, wenn durch Hirnaktivität ein spezielles genetisches Programm in Gang gesetzt wird. Dabei werden Schutzgene aktiviert, die das Überleben der Zellen deutlich verstärken. Das hat ein Team von Neurobiologen der Universität Heidelberg unter der Leitung von Prof. Dr. Hilmar Bading nachgewiesen. Die Forschungsergebnisse eröffnen neue Perspektiven für therapeutische Ansätze zur Behandlung degenerativer Erkrankungen des Nervensystems und belegen, dass ein “aktives Gehirn länger lebt”, so Prof. Bading. Sie wurden in der Fachzeitschrift PLoS Genetics veröffentlicht.
Das Absterben von Nervenzellen zum Beispiel als Folge von Alterungsprozessen oder der Alzheimerschen Erkrankung kann zu erheblichen Einschränkungen der Gedächtnisleistung führen – mit oft dramatischen Auswirkungen auf den Alltag und die Lebensqualität der Betroffenen. Prof. Bading und… Weiterlesen
Verletzte Nervenzellen im Finger wachsen wieder nach, im Rückenmark jedoch nicht. Woher kommt dieser Unterschied? Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie konnten mit einem internationalen Forscherteam nun zwei wichtige Details klären: Nervenzellen des Rückenmarks besitzen auch viele Wochen nach einer Verletzung noch die Fähigkeit zu wachsen. Die Regeneration wird jedoch durch Narbengewebe verhindert, das nach der Verletzung entsteht. Mit diesem Wissen können Wissenschaftler nun nach Möglichkeiten suchen, um das Narbengewebe zu reduzieren und die entsprechenden Wachstumsmechanismen zu aktivieren. (Current Biology, Juni 2009)
Ein kleiner Schnitt in den Finger ist schmerzhaft, doch nicht weiter tragisch. Die Wunde ist innerhalb weniger Tage verheilt und der Körper hat verletzte Hautzellen, Muskelfasern, Gefäße und durchtrennte Nervenzellen wieder repariert. Warum versagen diese erstaunlichen Selbstheilungskräfte des Körpers… Weiterlesen
Forscher haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der die Energiebilanz aus der Balance bringt
Die Fettregulation im Körper ist sehr komplex: Das Gehirn spielt eine wichtige Rolle dabei und passt die Nahrungsaufnahme an den tatsächlichen Energieverbrauch an. Neu ist, dass auch Nerven, die außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks liegen, an diesem fein abgestimmten Prozess beteiligt sind. Das haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim sowie der Universitäten Halle, Leipzig und Berlin nun herausgefunden. Den Hinweis lieferten gentechnisch veränderte Mäuse, bei denen das Gen Nscl-2 ausgeschaltet worden war. Dieses ist normalerweise nur in Nervenzellen aktiv. Mäuse, denen Nscl-2 fehlte, entwickelten eine massive Fettleibigkeit (Adipositas), blieben jedoch von “Folgeschäden” wie der Zuckerkrankheit (Diabetes) weitgehend verschont. Die Forscher hoffen… Weiterlesen