
Niederschlagsmengen im südlichen Afrika angegeben in Zentimetern pro Monat im Südsommer (Dezember bis Februar) Abb.: MARUM, Universität Bremen
Ein Forscherteam vom Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) an der Universität Bremen untersuchte die Änderungen im Wasserkreislauf in Südost-Afrika während der letzten 17.000 Jahre. Entgegen der vorherrschenden Theorie zeigen ihre Ergebnisse, dass der Antrieb für den Wechsel von trockenen hin zu Phasen mit mehr Niederschlag nicht regional, sondern im weit entfernten Nordatlantik zu finden ist. Die Studie erschien nun in der Ausgabe der Zeitschrift Nature vom 22.Dezember.
Als breites Band zieht sich der tropische Regengürtel über den afrikanischen Kontinent und bestimmt durch seine jährliche Wanderung den Wechsel von Regen- und Trockenzeiten. Änderungen in diesem System können zu Überschwemmungen oder Dürren führen mit… Weiterlesen

Das Forschungsflugzeug M55 Geophysika auf dem Flugplatz von Kiruna in Nordschweden. Mit dem ehemaligen russischen Höhenaufklärer gelangen im Dezember 2011 die ersten Probenahmen aus polaren Stratosphärenwolken. Bild: Ralf Weigel, 2011.
Wissenschaftlern gelingt weltweit erste Probenahme in polaren Stratosphärenwolken zum besseren Verständnis des Ozonabbaus
Polare Stratosphärenwolken sind entscheidend an der Entstehung des Ozonlochs beteiligt. Um ihre Entstehung zu erforschen, muss man Messungen in extremen Höhen machen. Genau das ist Forschern aus Mainz und Darmstadt im letzten Dezember über Nordschweden gelungen. In 20 Kilometer nahmen sie erstmals Aerosolproben aus dem Inneren dieser Wolken. Im Labor wird jetzt geklärt, in welchem Ausmaß das Aerosol, das auch von menschlichen Aktivitäten stammt, zur Bildung der polaren Stratosphärenwolken beiträgt. Eigentlich wollten die Wissenschaftler aus Mainz und… Weiterlesen

Naturnahe Moorböden (hier: Ahlenmoor) speichern Kohlenstoff, der bei Trockenlegung als CO2 frei wird. (Foto: Bärbel Tiemeyer, vTI)
Moorböden, die landwirtschaftlich genutzt werden, machen nur 8 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Deutschland aus. Doch drainierte, also entwässerte Moore haben es in sich: Rund 40 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen, die durch die Landwirtschaft und Landnutzung anfallen, haben hier ihren Ursprung. Das geht aus Berechnungen des Thünen-Instituts in Braunschweig hervor. „Aus drainierten Moorböden werden etwa so viel Treibhausgase frei wie aus dem gesamten deutschen Luftverkehr“, sagt Dr. Annette Freibauer, am Thünen-Institut für Agrarrelevante Klimaforschung verantwortlich für das Nationale Inventar der Treibhausgas-Emissionen aus der Landwirtschaft.
Ein Artikel in der aktuellen Ausgabe des Magazins ForschungsReport macht deutlich, warum naturbelassene Moore so bedeutsam fürs Klima sind. Bedingt… Weiterlesen
Schimmel an den Wänden, hoher Energieverbrauch und eine satte Nachzahlung bei der Nebenkostenabrechnung: Dieses Szenario kann Mietern blühen, wenn sie im Winter nicht richtig heizen und lüften. Besonders das Lüften bereitet vielen Probleme, weiß Kai Zitzmann von TÜV Rheinland. „Je luftdichter ein Gebäude, desto wichtiger der regelmäßige Luftaustausch“, sagt der Fachreferent für Energieeffizienz. Ansonsten kann Feuchtigkeit nicht entweichen, es kommt zur Kondensation an Wänden oder Wärmebrücken und schließlich bildet sich Schimmel. „Die kalte, trockene Frischluft, die beim Lüften in die Wohnung strömt, lässt sich schneller wieder erwärmen und nimmt dann viel mehr Feuchtigkeit auf als die verbrauchte Innenraumluft“, sagt Kai Zitzmann. Seine Empfehlung für den Winter: regelmäßig, je nach Nutzung mindestens zwei Mal täglich ca. fünf Minuten stoßlüften, Fenster ganz… Weiterlesen

Die Algen Clathromorphum nereostratum bilden in den flachen Küstengewässern der Aleuten im subpolaren Pazifik harte Kalkskelette am Meeresboden. Wissenschaftler aus Kiel und Toronto haben sie als neues Klimaarchiv entdeckt. Foto: S. Hetzinger, IFM-GEOMAR
Der Nordpazifik spielt eine wichtige Rolle für das globale Klima. Doch bisher sind die natürlichen dekadischen Klimaschwankungen in dieser Region weitgehend unerforscht, auch weil langzeitliche Messreihen und hochauflösende Klimaarchive fehlen. Meeresforschern des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und der Universität Toronto gelang mit einer neuen Methode erstmals eine jahrgenaue Rekonstruktion des Klimas aus Kalkalgen aus dem Aleutenbogen für die vergangenen 200 Jahre. Ihre Ergebnisse sind in der internationalen Fachzeitschrift „Climate Dynamics“ erschienen.
Für die Entwicklung des Klimas sind die hohen Breiten von großer Bedeutung. Änderungen wirken sich… Weiterlesen
Das Ende der letzten Eiszeit und die Abläufe, die zum Schmelzen der Eisschilde im Norden und im Süden geführt haben, liefern grundlegende Informationen über die Veränderung unseres Klimas. Obwohl die maximale Ausdehnung der Eisschilde während der letzten Eiszeit in der Nordhemisphäre relativ gut bekannt ist, gibt es bisher wenig verlässliche Angaben zur Ausdehnung der Antarktischen Eisschilde.
Eine in der Fachzeitschrift “Science” am 1. Dezember erschienene Veröffentlichung liefert nun Hinweise darauf, dass beide Hemisphären nahezu zeitgleich ihre maximale Eisschild-Ausdehnung erreicht hatten und vor 19000 Jahren zu schmelzen begannen. „Der Rückzug der Antarktischen Eisschilde begann somit fast 5000 Jahre früher als bisher angenommen, wobei unsere Untersuchungen große regionale Unterschiede zeigen und belegen, wie wichtig Tiefwasserarchive sind“, sagt der Erstautor der Studie, Dr.… Weiterlesen