Moskau (Russland), 10.08.2010 – Die Smog-Lage in Moskau, die durch die seit mehreren Wochen andauernden schweren Wald- und Torfbrände in Regionen Zentralrusslands hervorgerufen wurde, hat sich weiter verschärft.
Seit mehreren Tagen haben Winde aus östlicher Richtung die Luftverschmutzung in der russischen Hauptstadt so weit ansteigen lassen, dass die Sichtweite stellenweise nur noch 50 bis 100 Meter beträgt. Die gesundheitliche Belastung der Hauptstadtbewohner hat sich durch die andauernde Hitzewelle mit Temperaturen von knapp 40 Grad und durch den giftigen Smog stark erhöht. Laut Andrej Selzowski, Chef der Moskauer Gesundheitsbehörde, hat sich die tägliche Todesrate der Stadt fast verdoppelt. Bestattungsunternehmen sprechen sogar von einer Verdreifachung.
Unterdessen nähern sich die Brände zum wiederholten Mal dem Atom-Forschungszentrum in Sarow am Ural. Laut Zivilschutzminister Sergej… Weiterlesen
Angesichts der Waldbrände in Russland befürchten die Behörden nun auch, dass in Gebieten, die bei der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor knapp einem Vierteljahrhundert verstrahlt wurden, radioaktive Stoffe freigesetzt werden könnten. Das Katastrophenschutzministerium verstärkte deshalb seine Bemühungen, die Brände in der Region Brjansk unter Kontrolle zu bekommen. Es befürchtet, dass durch den Rauch radioaktive Partikel aufsteigen und dadurch weitere Gebiete verstrahlt werden könnten. Die Region Brjansk, die im Westen Russlands an die Ukraine und Weißrussland grenzt, wurde im April 1986 durch die radioaktive Wolke aus dem Atommeiler Tschernobyl erheblich verseucht.
Quelle: RP-Online
Salzwedel / Lüneburg (Deutschland), 23.07.2010 – Zwei große Waldbrände führten in dieser Woche zu Autobahnsperrungen.
Das Feuer bei Salzwedel (Bundesland: Sachsen-Anhalt) war aus bislang unbekannten Gründen von einem Getreidefeld ausgegangen und hatte schnell auf den angrenzenden Wald übergegriffen. Rund 200 Feuerwehrleute waren dort auf der Bundesautobahn 4 im Einsatz. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden 50 Hektar Wald ein Raub der Flammen.
Am Mittwoch gegen 11:30 Uhr kam es zwischen Bispingen und Soltau-Ost in der Lüneburger Heide zu einem weiteren Waldbrand. Auslöser dafür war vermutlich der Funkenflug eines geplatzten Reifens an einem polnischen LKW mit Reifen- und Achsschaden in Verbindung mit der Hitzewelle der letzten Wochen. Zunächst handelte es sich um einen Böschungsbrand und brennendes Gebüsch. Angefacht durch… Weiterlesen