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Archiv

In Partnerschaft mit

Bakterien

Pflanze mit „Sicherungskopie“

Der Schneckenklee ernährt sich im wahrsten Sinn des Wortes von Luft: Er holt sich mit Hilfe von Bakterien den Stickstoffdünger aus der Atmosphäre. Ein internationales Forscherteam unter Beteiligung der Universität Bonn und des Max-Planck-Instituts für Pflanzenzüchtungsforschung in Köln hat das Genom dieser Pflanze sequenziert, um die Gene zu finden, die für ihre besondere Fähigkeit verantwortlich sind. Eine Verdopplung des Genoms vor etwa 58 Millionen Jahren scheint entscheidend für die Ausprägung dieser nützlichen Eigenschaft gewesen zu sein. Die Wissenschaftler veröffentlichen ihre Ergebnisse nun in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachmagazins „Nature“.

Der Schneckenklee Medicago truncatula hat wie andere Hülsenfrüchtler eine ganz besondere Fähigkeit: Er holt sich den Stickstoffdünger, den er braucht, aus der Luft. Dabei helfen ihm Bakterien (Rhizobien), die in… Weiterlesen

EHEC O104:H4 – Ausbruchsgeschehen in Deutschland aufgeklärt

Bestimmte Chargen von aus Ägypten stammenden Bockshornkleesamen sind mit hoher Wahrscheinlichkeit für die EHEC O104:H4-Ausbrüche in Deutschland und Frankreich verantwortlich. Grundlage für die Aufklärung waren epidemiologische Untersuchungen sowie die Rück- und Vorwärtsverfolgung von Samenlieferungen durch eine eigens dafür gegründete deutsche EHEC-Task Force. Nachdem auch in Frankreich Ausbruchsfälle mit demselben Erreger aufgetreten sind, hat eine europäische Task Force unter Leitung der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA die Rückverfolgung auf europäischer Ebene übernommen. Die EFSA und das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) empfehlen ebenso wie die deutschen Behörden, keine Sprossen für den Eigenbedarf zu ziehen und keine Sprossen oder Keimlinge zu verzehren, die nicht gründlich durchgegart wurden. Hintergrund ist, dass nach gegenwärtigem Kenntnisstand möglich ist, dass noch mit… Weiterlesen

14 Kinder in Altenbekener Grundschule mit EHEC infiziert, ohne erkrankt zu sein

Wie der Kreis Paderborn am 30.06.2011 mitteilte, sind in Altenbeken weitere 14 Kinder mit dem EHEC-Erreger infiziert. Allerdings, ohne erkrankt zu sein. Nach Auskunft des Robert-Koch-Instituts ist das nicht ungewöhnlich. Der potenziell gefährliche EHEC-Erreger O 104: H4 sei von seiner Zusammensetzung her neu und zeige eindeutig Präferenz für Erwachsene. Übersetzt heißt das: Erwachsene, die sich den Erreger einfangen, erkranken deutlich häufiger als Kinder. Kinder können somit mit EHEC infiziert sein und trotzdem gesund bleiben oder nur leichte Beschwerden entwickeln.

In der Woche nach Pfingsten waren drei Schüler im Alter von acht, neun und elf Jahren nachweislich durch EHEC-Bakterien erkrankt und hatten das befürchtete HU-Syndrom entwickelt. Sie hatten weniger Glück. Daraufhin waren vom Paderborner Kreisgesundheitsamt Stuhlproben von allen Kindern gezogen worden, die… Weiterlesen

EHEC-Ausbruch in einer Altenbekener Schule – Schule vorsorglich geschlossen

Die Spurensuche des Paderborner Kreisgesundheitsamtes nach der Ursache für den EHEC-Ausbruch in einer Altenbekener Schule verdichtet sich in zwei Richtungen: Drei Mitarbeiterinnen der Essensausgabe in der Altenbekener Schule haben sich möglicherweise mit EHEC-Bakterien angesteckt. Ein erster Suchtest verlief positiv. Auch ein Küchenmitarbeiter des Caterers, vom dem die Schule ihr Essen bezieht, ist möglicherweise mit EHEC-Bakterien infiziert. Auch hier fiel ein erster Suchtest positiv aus. Alle vier sind nicht selbst erkrankt. Das endgültige Ergebnis der Stuhlproben steht jedoch noch aus. „Damit haben wir eine neue Ausgangslage. Es könnte durchaus sein, dass sich die Kinder über kontaminierte Lebensmittel angesteckt haben“, sagt Kreisgesundheitsamtsleiter Dr. Georg Alles, weil auf dem Weg Küche – Kind gleich zwei Mal eine mögliche Ansteckung über verunreinigte Hände habe… Weiterlesen

EHEC/HUS-Situation: Insgesamt 3063 EHEC-Infektionen und 838 HUS-Fälle

Bild: Manfred Rohde, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)

Bild: Manfred Rohde, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI)

Dem RKI sind beim aktuellen EHEC/HUS-Ausbruch bislang 3.063 Fälle mit einer Infektion mit EHEC übermittelt worden (Datenstand 27.6.2011, 10.00 Uhr – beim Datenstand 24.6.2011 waren es 2.967 Fälle gewesen) . Davon sind 17 EHEC-Patienten gestorben (16 beim Datenstand 24.6.). Außerdem wurden dem RKI bislang 838 Fälle mit HUS übermittelt (834 Fälle beim Datenstand 24.6.), davon sind 30 HUS-Patienten gestorben (unverändert zum Datenstand 24.6.). Damit sind dem RKI insgesamt 3.901 EHEC- oder HUS-Fälle übermittelt worden, darunter 47 verstorbene EHEC- oder HUS-Patienten (3.801 Erkrankungsfälle, darunter 46 Todesfälle beim Datenstand 24.6.2011).

Seit der Kalenderwoche 23 (6. bis 12. Juni 2011) werden Erkrankungen an HUS/EHEC weiterhin auf deutlich niedrigerem Niveau als zuvor an das RKI übermittelt. Daten… Weiterlesen

Studie zum EHEC-Ausbruchsstamm: Anheftungsmuster, die einer Mauer aus Backsteinen gleicht

Zirka 4 Wochen nach Eingang der ersten Patientenproben am 23. Mai in Münster erschien  am 23. Juni die erste Publikation des Wissenschaftlerteams der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster um Prof. Dr. Dr. h.c. Helge Karch. Es handelt sich dabei um eine Arbeit des Instituts für Hygiene und des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Universität Münster sowie des Nationalen Referenzzentrums für Salmonellen und andere enteritische Pathogene am Robert Koch-Institut (RKI, Außenstelle Wernigerode). In der Online-Ausgabe des Lancet Infectious Diseases berichten die EHEC-Forscher über ihre Forschungsergebnisse zur geno- und phänotypischen Charakterisierung von insgesamt 80 Patientenisolaten, die aus 17 Städten Deutschlands stammen und in dem Zeitraum vom 23. Mai bis 2. Juni 2011 isoliert wurden.

Zunächst wurde die genetische Verwandtschaft zu… Weiterlesen

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