Die Trümmer eines ausgedienten amerikanischen Forschungssatelliten mit einem Gesamtgewicht von etwa einer halben Tonne fallen Ende September oder Anfang Oktober auf die Erde. Das schwerste von vermutlich 26 Teilen Weltraumschrott werde dabei auf rund 150 Kilogramm geschätzt, teilte die US-Luft- und Raumfahrtbehörde Nasa am Freitag in Houston (Texas) mit.
Als Fallregion wird das Gebiet zwischen 57 Grad nördlicher und 57 Grad südlicher Breite angegeben. Der Satellit zur Erforschung der oberen Schichten der Atmosphäre (Upper Atmosphere Research Satellit – UARS) war 1991 von einem Space Shuttle ausgesetzt worden.
Quelle: RP-Online
Chlor in der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull entfernt Spurengase aus der Atmosphäre
Gut ein Jahr nachdem der isländische Vulkan Eyjafjallajökull fast den ganzen europäischen Flugverkehr lahmlegte, sorgt seine Aschewolke für eine interessante Entdeckung: Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie haben festgestellt, dass die Aschewolke des Vulkans neben dem bekannten Vulkangas Schwefeldioxid auch freie Chlorradikale enthielt. Chlorradikale sind äußerst reaktiv und verändern schon in kleinsten Mengen die chemischen Prozesse in der Atmosphäre. Mit Hilfe von Luftproben aus der Vulkanwolke konnte nun erstmals die Konzentration der Chlorradikale in der Aschewolke errechnet werden. Die Ergebnisse wurden jetzt im Journal „Geophysical Research Letters“ veröffentlicht.
Obwohl seit Jahren bekannt ist, dass Vulkanausbrüche große Mengen an Chlorverbindungen freisetzen, blieb der Beweis für die Bildung von höchstreaktiven… Weiterlesen
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat erstmals Spuren von Radioaktivität in der Atmosphäre gemessen, die aufgrund der Zusammensetzung der gemessenen Stoffe auf den Reaktorunfall in Fukushima in Japan zurückgeführt werden können. Stationen des Deutschen Wetterdienstes und der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt haben ebenfalls Spuren erfasst. Die gemessenen Werte stellen jedoch keine gesundheitliche Gefährdung für die Menschen und die Umwelt in Deutschland und Europa dar und liegen ein Vielfaches unterhalb der natürlichen gemessenen Strahlenbelastung. Während die aus dem Kernkraftwerk in Fukushima austretende Radioaktivität gravierende Auswirkungen auf Menschen und Umwelt vor Ort hat, nimmt sie auf dem Weg nach Europa wie erwartet sehr stark ab.
Die Messstation des BfS auf dem Schauinsland bei Freiburg hat geringe Konzentrationen an Xenon-133 und Jod 131 im Mikro-Becquerel-Bereich… Weiterlesen
Dem Erdbeben vom 11.03.2011 der Stärke 8,9 folgten in der Region der Ostküste von Honshu bereits 300 Beben mit Stärken von über 5,0 bis zu 7,1.
Das zur Zeit letzte Erdbeben fand um 13:56 UTC mit einer Stärke von 5,1 statt.
Durch das Erdbeben und den Tsunami wurde auch das japanische Kernkraftwerk Fukushima 1 in Mitleidenschaft gezogen, so dass radioaktive Partikel in die Umwelt gelangten. Das französische Institut de Radioprotection et de Sûreté Nucléaire (IRSN) hat nun eine Modellierung der Ausbreitung radioaktiver Freisetzungen in die Atmosphäre (global) als Animation in Netz gestellt. Die Animation zeigt den Verlauf seit dem 11.03.2011 an und wie weit Europa betroffen sein kann.
Quelle: IRSN, USGS, iris.edu
Die oberste Erdkruste der Kontinente unterscheidet sich in der chemischen Zusammensetzung der Gesteine von tieferen Erdkrustenteilen. Eine jetzt veröffentlichte Studie vom KlimaCampus der Universität Hamburg vergleicht erstmals die relativ dünne Schicht der Landoberfläche mit der gesamten oberen Kruste. Ergebnis: Leicht verwitternde Gesteine treten an der Erdoberfläche häufiger zutage als in tieferen Schichten. Die neuen Daten sind wichtig für Modelle, die erdgeschichtliche Klimaänderungen erforschen.
Professor Jens Hartmann vom KlimaCampus und seine Kollegen legen im International Journal of Earth Sciences die erste globale geochemische Karte der Landoberfläche vor, mit der sie die elementare Zusammensetzung der gesamten Landoberfläche berechnen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Zusammensetzung der Oberflächengesteine deutlich anders ist als die durchschnittliche Zusammensetzung der oberen Kruste bis in etwa 15 Kilometer Tiefe.… Weiterlesen
Eine Erderwärmung um nur 1,5 Grad Celsius hätte bereits Folgen für Jahrhunderte. Die Ozeane speichern die höheren Temperaturen länger als bislang gedacht, weil der normale Wärmeaustausch gestört wird, fanden Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) heraus. Wärme in tieferen Wasserschichten wird hierbei durch eine Abkühlung der obersten Wasserschichten gleichsam gefangen gehalten, heißt es in der Studie, die demnächst in der Zeitschrift Earth System Dynamics veröffentlicht wird. Selbst wenn es gelingen sollte, den Planeten wieder abzukühlen, indem man Kohlendioxid aus der Atmosphäre extrahiert, würde diese Abkühlung daher rund zehnmal länger dauern als zuvor das Aufheizen durch Treibhausgase, so die Berechnungen. Folge wäre, dass der globale Meerespiegel trotz der Abkühlung der Erdoberfläche noch für weitere 200 Jahre anstiege.
Beim Klimagipfel im mexikanischen… Weiterlesen