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Forschung

Forschung: Neue Verpackungsmaterialien auf Molkebasis

Fertigprodukte erfreuen sich in der Bevölkerung einer stetig wachsenden Beliebtheit. Geschützt werden diese Lebensmittel meist durch Folien, die auf fossilen Rohstoffen basieren. Forscher des Fraunhofer-Gesellschaft  zur Förderung der angewandten Forschung e.V haben jetzt nicht nur ein Biomaterial aus Molkeprotein entwickelt, sondern auch ein wirtschaftliches Verfahren, mit dem sich Multifunktionsfolien industriell herstellen lassen.

Mit neuen Verpackungsmaterialien auf Molkebasis können fossile Ressourcen eingespart werden. Mit dem Vormarsch abgepackter Lebensmittel steigt auch der Bedarf an der passenden Verpackung. Bei frischen Lebensmitteln kommen dafür häufig transparente Mehrschichtfolien zum Einsatz. Diese Folien schützen den Inhalt vor Feuchtigkeit, Sauerstoff und weiteren Umwelteinflüssen. Die dabei verwendeten Stoffe basieren überwiegend auf fossilen Brennstoffen. Ihre Herstellung ist nicht nur teuer, sondern verbraucht auch immer knapper werdende Ressourcen. Eine nachhaltige Alternative dazu haben… Weiterlesen

Staub aus Ackerboden beinflusst Wolken- und Niederschlagsbildung

Ackerbodenstaub-Fahne vor der argentinischen Küste (Satellitenfoto: NASA Earth Observatory, Jeff Schmaltz)

Ackerbodenstaub-Fahne vor der argentinischen Küste (Satellitenfoto: NASA Earth Observatory, Jeff Schmaltz)

Ca. 10 % der Erdoberfläche sind Ackerflächen, die bewirtschaftungsbedingt oder zur Regeneration des Bodens auch immer wieder brach liegen. Durch Bewirtschaftung und Winderosion gelangen Staubpartikel (Aerosole) in die Atmosphäre: Sie beeinflussen die Wolken- und Niederschlagsbildung – und damit vermutlich auch das Klima. Diese Zusammenhänge untersucht eine Helmholtz-Nachwuchsgruppe am Institut für Meteorologie und Klimaforschung, Bereich Atmosphärische Aerosolforschung (IMK-AAF) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Wie sich unterschiedliche Partikel (Aerosole) auf Eiswolkenbildung, Niederschlag und Klima auswirken, ist Gegenstand der Forschungsgruppe „Aerosol effects on cloud ice, precipitation and climate“ um Dr. Corinna Hoose am IMK-AAF. „Aerosole dienen als Kondensationskerne, an die sich Wassertröpfchen anlagern – so beginnt die Wolkenbildung“, erklärt Hoose. Besondere… Weiterlesen

Windenergie: RAVE – Forschen am deutschen Offshore-Testfeld alpha ventus

Die Offshore-Windenergienutzung in Deutschland startete im April 2010 offiziell mit der Inbetriebnahme der 12 Anlagen des Testfelds alpha ventus. Wissenschaftlich begleitet wird der Windpark von der Forschungsinitiative RAVE – reserach at alpha ventus. Unter diesem Dach widmen sich mehr als 40 Forschungsinstitute, Firmen und Behörden der wissenschaftlichen Grundlagenforschung und arbeiten an der Optimierung der Anlagentechnik. Das neue BINE-Themeninfo „RAVE – Forschen am Offshore-Testfeld“ (I/2012) gibt einen Überblick über die Initiative und stellt erste Ergebnisse aus den Bereichen Anlagentechnik, Grundlagen- und ökologische Begleitforschung sowie Netzintegration vor.

Das Einsatzgebiet Offshore stellt hohe Anforderungen an die Anlagentechnik. Die Anlagen müssen speziell angepasst sein, um starken Stürmen, dem Zusammenspiel von Wind- und Wellenenergie und der salzhaltigen Atmosphäre standhalten zu können. Aber seegestützte Windparks bieten… Weiterlesen

Virtuelles Alpenobservatorium auf der Zugspitze startet

Forschung auf 2650 Metern Höhe Quelle: DLR

Forschung auf 2650 Metern Höhe Quelle: DLR

DLR-Wissenschaftler bauen Datenanalysezentrum der Umweltforschungsstation Schneefernerhaus aus

Die Umweltforschungsstation Schneefernerhaus, Deutschlands höchstgelegene Forschungsstation auf 2650 Metern, nur knapp 300 Meter unterhalb der Zugspitze, vernetzt sich mit drei weiteren Observatorien im Alpenraum. Ziel dieses “Virtuellen Alpenobservatoriums”: der Austausch von Daten zur Klimaforschung sowie gemeinsame wissenschaftliche Projekte. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) baut dafür das Datenanalysezentrum der Forschungsstation aus und schließt es an das Höchstleistungsrechenzentrum Garching und das vom Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum betriebene Weltdatenzentrum für Fernerkundung der Atmosphäre (WDC-RSAT) an. Unterstützt wird das virtuelle Alpenobservatorium mit einer Million Euro vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit.

Zusammenarbeit bei der Klimaforschung

“Alle sollen auf alle Daten zugreifen können”, sagt Prof. Michael Bittner, wissenschaftlicher Koordinator… Weiterlesen

Aufspaltung eines Elektrons in einem Festkörper von Physiker beobachtet

Physiker konnten beobachten, wie sich ein Elektron in zwei voneinander getrennte Teile aufspaltet, die jeweils eine bestimmte Eigenschaft des Elektrons tragen: Das sogenannte «Spinon» trägt dann den Spin des Elektrons, also seine Eigenrotation. Das «Orbiton» ist der Träger des orbitalen Moments – der Bewegung um den Atomkern. Diese neu hergestellten Teilchen können das Material, in dem sie erzeugt wurden, aber nicht verlassen. Diese in der Fachzeitschrift Nature veröffentlichten Ergebnisse stammen von einer internationalen Forschungsgruppe unter der Führung von Experimentalphysikern des schweizerischen Paul Scherrer Instituts und von theoretischen Physikern am IFW Dresden.

Alle Elektronen besitzen eine als «Spin» bezeichnete Eigenschaft: Man kann sich die Elektronenspins als winzige atomare Magnete vorstellen, die den Magnetismus der Stoffe und Materialien erzeugen. Gleichzeitig bewegen sich… Weiterlesen

Gletscher im Himalaya nehmen weniger schnell ab, als bisher angenommen

Von den von den Süßwasserspeichern der Himalaya-Gletscher sind mehrere hundert Millionen Menschen in Südasien in unterschiedlichem Ausmaß abhängig. Dem entsprechend wichtig ist es, mögliche Auswirkungen von Klimaänderungen auf die Himalaya-Gletscher frühzeitig zu erkennen. Jetzt zeigen Glaziologen der Universität Zürich und der Technischen Universität Dresden zusammen mit internationalen Wissenschaftlern, dass die Gletscher im Himalaya weniger schnell abnehmen, als bisher angenommen. Ein großes Gefahrenpotenzial orten die Forscher dagegen bei Ausbrüchen von Gletscherseen.

Seit den Fehlprognosen des Weltklimarates IPCC stehen die Himalaya-Gletscher im Fokus von Öffentlichkeit und Wissenschaft. Die lückenhaften Kenntnisse über die Gletscher der Himalaya-Region verhinderten bisher genaue Aussagen und Prognosen. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung des Glaziologen Dr. Tobias Bolch, der an der TU Dresden und der Universität Zürich forscht,… Weiterlesen

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