
März 2011: stark verringerte Ozonwerte (links, dunkelblau) und deutlich erhöhte Konzentration von Chlormonoxid (rechts, rot), das direkt am Ozonabbau beteiligt ist. (Abbildung: IMK-ASF, KIT)
Die bisher massivste Zerstörung der Ozonschicht über der Arktis haben ungewöhnlich kalte Temperaturen im Winter 2010/2011 verursacht. Die Mechanismen, die zum ersten Ozonloch über dem Nordpol führten, haben Forscher des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung (IMK) des KIT untersucht. Die Untersuchung ergab, dass eine weitere Abkühlung der Ozonschicht den Einfluss ozonzerstörender Stoffe wie zum Beispiel Fluorkohlenwasserstoffe (FCKW) verstärken, sodass mit einem wiederholten Auftreten eines Ozonlochs über der Arktis zu rechnen ist.
Vor zirka einem Jahr beobachteten die Forscher des IMK gemeinsam mit Kollegen aus Oxford, dass die Ozonzerstörung über der Arktis zum ersten Mal Ausmaße erreicht… Weiterlesen
Mit „Schnappschüssen“ des Stromnetzes will Siemens zur Netzstabilität beitragen. Sogenannte Power Snap Shots aus intelligenten Stromzählern („Smart Meters“) von Siemens liefern zeitsynchrone Netzkenngrößen höchster Genauigkeit aus dem Niederspannungsnetz, die als Basis für die Analyse dieser Netze in Städten und Gemeinden dienen können. Mit den gewonnenen Daten lässt sich die Netzinfrastruktur effizienter nutzen und zum Beispiel elektrische Fahrzeuge oder die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik besser einbinden. Die Power-Snap-Shot-Analysen (PSSA) hat Siemens mit dem Austrian Institute of Technology und mehreren österreichischen Netzbetreibern entwickelt. Das Projekt wurde vom österreichischen Klima- und Energiefonds gefördert.
In Zukunft stellt die steigende Zahl dezentral und schwankend einspeisender erneuerbaren Energiequellen sowie Elektrofahrzeuge oder Elektroheizungen eine enorme Herausforderung für die Stromübertragungs- und Verteilernetze dar. Um abschätzen zu können,… Weiterlesen

Unberührtes Grab: Hölzernen Sarkophag, der die Mumie einer Frau namens Nehemes-Bastet enthält. Bild: Universität Basel
Wissenschaftler des Ägyptologischen Seminars der Universität Basel haben im ägyptischen Tal der Könige ein Grab gefunden, in dem im Abstand von etwa 500 Jahren zwei Begräbnisse stattfanden. Das ca. 3500 Jahre alte Grab enthält einen Sarkophag mit der Mumie einer Frau und ist erst der zweite Fund im Tal der Könige seit der Entdeckung von Tutanchamuns Grabstätte 1922.
Bei der neu entdeckten Grabstätte mit der Bezeichnung KV 64 handelt es sich um ein über einen Schacht zugängliches Einkammergrab, in dem im Abstand von etwa 500 Jahren zwei Begräbnisse stattfanden. «Dieser Fund liefert wertvolle Informationen zu zwei unterschiedlichen Nutzungsphasen», so die Grabungsleiterin Elina Grothe-Paulin.
Im oberen… Weiterlesen

Niederschlagsmengen im südlichen Afrika angegeben in Zentimetern pro Monat im Südsommer (Dezember bis Februar) Abb.: MARUM, Universität Bremen
Ein Forscherteam vom Zentrum für Marine Umweltwissenschaften (MARUM) an der Universität Bremen untersuchte die Änderungen im Wasserkreislauf in Südost-Afrika während der letzten 17.000 Jahre. Entgegen der vorherrschenden Theorie zeigen ihre Ergebnisse, dass der Antrieb für den Wechsel von trockenen hin zu Phasen mit mehr Niederschlag nicht regional, sondern im weit entfernten Nordatlantik zu finden ist. Die Studie erschien nun in der Ausgabe der Zeitschrift Nature vom 22.Dezember.
Als breites Band zieht sich der tropische Regengürtel über den afrikanischen Kontinent und bestimmt durch seine jährliche Wanderung den Wechsel von Regen- und Trockenzeiten. Änderungen in diesem System können zu Überschwemmungen oder Dürren führen mit… Weiterlesen