Archiv für die Kategorie „Forschung“
Biologische Uhr regelt die Knochendichte
Osteoporose ist eine Erkrankung des Knochens, die ihn für Brüche (Frakturen) anfälliger macht. Die degenerative Erkrankung wird mit einem sinkenden Hormonspiegeln im Alter in Verbindung gebracht. Ein internationales Forscherteam um den Frankfurter Anatomen Prof. Erik Maronde hat nun einen Zusammenhang zwischen Genen, welche die Tag/Nacht-Rhythmik regulieren, und der Regulation der Knochendichte entdeckt. Wie die Forscher im Fachblatt „PLoS One“ berichten, sind sowohl die knochenaufbauenden Zellen, die Osteoblasten, als auch die knochenabbauenden Zellen, die Osteoklasten, in Diesen Beitrag weiterlesen »
Messflüge: Forschungsflugzeug zur Eisdickenmessung am Nordpolarmeer unterwegs
Die Meereisausdehnung in der Arktis wird im September ihr jährliches Minimum erreichen. Prognosen lassen vermuten, dass es nicht so gering ausfallen wird wie im Jahr 2007, dem Jahr der geringsten Ausdehnung seit Satelliten diese aufzeichnen. Meereisphysiker vom Alfred-Wegener-Institut sorgen sich trotzdem um das langjährige Gleichgewicht im Nordpolarmeer. Sie haben Indizien dafür, dass die Masse des Meereises schwindet, weil seine Dicke abnimmt. Um dies zu belegen, messen sie derzeit die Eisdicke nördlich und östlich von Grönland mit dem Forschungsflugzeug Polar 5. Ziel der gut einwöchigen Kampagne ist es, den Export von Meereis aus der Diesen Beitrag weiterlesen »
Krebserkrankung: Elektroden entlarven Tumore
Für eine Krebstherapie ist es von entscheidender Bedeutung, das Ausmaß der Krebserkrankung zu kennen. Eine Operation soll das befallene Gewebe vollständig entfernen. Um vereinzelte Tumorzellen zu erwischen, die möglicherweise bereits in das gesunde Gewebe vorgedrungen sind, müssen auch Teile des angrenzenden, gesunden Gewebes und manchmal weitere befallene Organe und Lymphknoten herausgenommen werden. Japanische Forscher um Yuji Miyahara haben nun eine Methode entwickelt, mit der sich krankes Gewebe rasch und einfach von gesundem unterscheiden lässt. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, basiert sie auf einer direkten potentiometrischen Messung eines Tumormarkers auf den Zelloberflächen.
Unsere Körperzellen tragen Ketten aus speziellen Zuckerbausteinen auf ihrer Oberfläche. Sialinsäure ist ein solcher Zuckerbaustein, der häufig an den Enden der Zuckerketten auftritt. Diese Diesen Beitrag weiterlesen »
Süsses gegen Ölpest: Geliermittel verfestigt Öl zu einem Gel
Gelatoren auf der Basis natürlicher Zuckerverbindungen binden Öl auf Wasseroberflächen
Unsere Umwelt hat schon oft unter den katastrophalen Folgen einer Ölpest gelitten, jüngstes Beispiel ist der Austritt von Öl im Golf von Mexiko. Entsprechend dringend ist die Suche nach Möglichkeiten, Öl aus verseuchten Gewässern zu entfernen. Amerikanische Wissenschaftler um George John haben nun ein neuartiges Geliermittel entwickelt, das Öl zu einem Gel verfestigt, aus dem es später leicht wieder zurückgewonnen werden kann. Wie die Wissenschaftler vom City College of New York und der University of Maryland in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, basiert ihr Gelator auf natürlichen Zuckerverbindungen.
Alle bisher entwickelten Substanzen, die ausgelaufenes Öl selektiv aus Wasser herausholen und einschließen Diesen Beitrag weiterlesen »
Unkonventionelles Erdgas auf Bornholm
Am 10.08.2010 hat auf der dänischen Insel Bornholm ein Forschungsbohrprojekt zur Untersuchung von Erdgas in Schiefergestein begonnen. Das Deutsche GeoForschungsZentrums GFZ teuft im Forschungsprojekt GASH (Gas Shales in Europe) gemeinsam mit dem Geologischen Dienst von Dänemark und Grönland (GEUS) eine Flachbohrung von 40 Metern in den Alaun-Schiefer auf der Insel ab. Diese dichten Tonsteinpakete aus dem Erdzeitalter des Kambrium sind rund 500 Millionen Jahre alt und enthalten möglicherweise Erdgas. Dieses Methan, das sogenannte Shale Gas, gilt als so genannte unkonventionelles Erdgas und könnte eine interessante neue Energieressource für Europa werden.
Als Shale Gas bezeichnet man Erdgas, das in Tonsteinen gefangen ist. Wie übliches Methan entsteht auch das Diesen Beitrag weiterlesen »
Schwerhörigkeit erleichtert durch digitale Helfer

Die Forscher vom Fraunhofer IDMT haben einen Ipod Touch mit ihren Algorithmen ausgestattet. Diese können den Hörverlust von Schwerhörigen teilweise kompensieren. (© Fraunhofer IDMT)
Schwerhörigkeit kann jeden treffen. Jeder 5. Deutsche ist schwerhörig. Betroffene sind in ihrem Privat- und Arbeitsleben beeinträchtigt – etwa beim Telefonieren. Forscher haben jetzt eine digitale Lösung parat, die den Hörverlust zumindest teilweise kompensieren kann. Künftig soll das System in Geräte wie Telefonanlagen oder Handys integriert werden.
»Wie bitte? Können Sie lauter sprechen? Ich habe Sie nicht verstanden.« Etwa 13 Millionen Deutsche hören nicht gut. Und das ist nicht unbedingt eine Frage des Alters. Nach Angaben des Deutschen Schwerhörigenbunds sind rund 19 Prozent der über 14-Jährigen hörbeeinträchtigt. In der Gruppe der über 65-Jährigen ist schon jeder Zweite schwerhörig. Vor allem zwischen 40 und 50 Jahren nimmt das Hörvermögen ab. Viele Betroffene geben an, die Beeinträchtigung schränke ihre Leistungsfähigkeit am Arbeitsplatz ein. Die meisten Schwierigkeiten entstünden bei der Kommunikation. Besonders problematisch sei das Telefonieren – etwa über das Internet (Voice over IP). Dabei wird das Telefonat über Computernetzwerke mittels des Internetprotokolls geführt. Oft erschweren Störgeräusche und akustische Echos das Gespräch. Für schwerhörige Menschen ist das besonders problematisch. Sie können diese Möglichkeit des Internets nur sehr eingeschränkt nutzen. Sie müssen die Lautstärke hochregeln, um überhaupt folgen zu können. Dadurch verstärken sich aber auch die Hintergrundgeräusche. Ohnehin schon laute Signalanteile werden bei weiterer Verstärkung schnell unangenehm.
