WWF: Großer Teil der atlantischen Korallen bedroht. 500.000 Quadratkilometer geschützt.
2008 ist das internationale Jahr des Riffs
Hamburg 28.12.2007 – Zum Internationalen Jahr des Riffes 2008 warnt der WWF vor der Zerstörung der Kaltwasser-Korallenriffe im Nordostatlantik. Wegen ihres Fischreichtums werden die Tiefsee-Riffe zum Opfer der Fischereiindustrie, deren Grundschleppnetze die Korallen förmlich platt machen. Tonnenschwere Metallplatten und Räder an den Netzen hinterlassen eine Spur der Verwüstung. „Das ist, als ob man einen Elefanten durch eine Manufaktur mit Meissener Porzellan jagt. Am Ende bleibt nur ein Scherbenhaufen übrig“, erläutert WWF-Experte Christian Neumann. „In manchen Regionen sind schon bis zu 50 Prozent der Riffe verloren. Die Uhr für die Tiefsee-Riffe tickt.“
Der WWF verzeichnet jedoch auch Erfolge beim Riffschutz. Seit der Ausweisung des… Weiterlesen
Für Menschen und Menschenaffen: Gorilla-Heimat im Kongo aufgeforstet
Frankfurt a. M. 04.12.2007 – Trotz politischer Unruhen ist es dem WWF gelungen, rings um den Virunga Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo zehn Millionen Bäume zu pflanzen. Das Gebiet gilt als wichtiger Lebensraum der bedrohten Berggorillas und liegt in einer politisch instabilen Region, in der es häufig zu bewaffneten Konflikten kommt. Das 1987 begonnene Aufforstungsprojekt soll verhindern, dass die Menschen der umliegenden Dörfer im Nationalpark illegal Bäume schlagen. „Die WWF-Plantagen liegen wie Schutzgürtel um den Nationalpark“, erläutert WWF-Experte Stefan Ziegler. „Sie geben den Menschen Arbeit und das dringend benötigte Brennholz und sichern den Lebensraum der Menschenaffen.“ Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der EU fortgesetzt. In den nächsten fünf Jahren… Weiterlesen
WWF Studie zeigt Mängel bei CDM-Projekten und mahnt Verbesserungen an
Berlin, Brüssel 29.11.2007 – „Stark verbesserungsfähig“, dieses Fazit zieht der WWF nach einer Analyse des so genannten CDM (Clean Development Mechanism). Die neue Studie wurde vom Öko-Institut im Auftrag des WWF erarbeitet. Die Untersuchung zeigt, dass etwa 20 Prozent der Zertifikate, die sich Industrieländer gutschreiben lassen, auch ohne CDM Finanzierung durchgeführt worden wären. Dies führt letztlich zu einer Steigerung der Emissionen, weil sich die Industriestaaten diese Maßnahmen als Kompensation anrechnen und entsprechend mehr Treibhausgase emittieren. Zudem zeigt die Studie, dass der Beitrag von CDM Projekten zu einer nachhaltigen Entwicklung des Empfängerlandes unzureichend ist.
Beim CDM handelt es sich um ein Klimaschutzinstrument im Rahmen des Kyoto-Protokolls, bei dem die Industrieländer durch… Weiterlesen
WWF legt Liste mit 20 geplanten Kohlekraftwerken in Deutschland vor
Berlin 26.11.2007 – Mindestens 20 neue Kohlekraftwerke sind in Deutschland derzeit im Bau oder in einem weit fortgeschrittenen Planungsstadium. Zu diesem Ergebnis kommt der WWF in einer jetzt vorgelegten Analyse einer Hamburger Anwaltskanzlei. Die Juristen nehmen derzeit den Planungsstand der Kraftwerksneubauten in Deutschland für die Naturschutzorganisation unter die Lupe. In einer ersten Zwischenbilanz listen sie den jeweiligen Stand der Planungen für 20 neue Braun- und Steinkohlekraftwerke mit einer Leistung von insgesamt ca. 23.000 Megawatt auf. „Die Analyse zeigt, dass die Aussagen von Umweltminister Sigmar Gabriel, in Deutschland werden nur neun neue Anlagen gebaut, nicht in Übereinstimmung mit dem Planungs- und Genehmigungsstand sind“, betont Regine Günther, Leiterin des Klimareferats beim WWF… Weiterlesen
València (Spanien), 17.11.2007 – Der Klimawandel hat begonnen und ist mit unabsehbaren Konsequenzen für die ganze Menschheit verbunden. So lässt sich kurz gesagt die Botschaft des vierten und letzten Teils des Weltklimaberichts zusammenfassen, der heute vom IPCC in València vorgelegt wurde. Der Bericht bestätigt noch einmal ausdrücklich, dass die Klimaerwärmung von menschlichen Aktivitäten verursacht wird.
Experten aus über 130 Ländern, die an der Weltklimakonferenz im spanischen València beteiligt waren, verabschiedeten den rund 3000 Seiten starken Report. Der vierte Teil stellt eine Zusammenfassung dieses Mammutwerkes auf etwa 70 Seiten dar, von dem wiederum noch eine Kurzversion angefertigt wurde.
Das Dokument stellt anhand einer großen Datenmenge dar, wie sich das Klima auf der Erde langsam ändert und welche Ursachen für den globalen… Weiterlesen
16.11.07 – Das Aussterben der Bären beschleunigt sich. Nachdem die Weltnaturschutzunion IUCN auch die kleinste aller Bärenspezies, den Malaienbär (Helarctos malayanus), als vom Aussterben bedroht eingestuft hat, stehen nun sechs der acht Großbärenarten weltweit offiziell vor dem Aus. Am düstersten sind die Perspektiven für den Großen Panda, von dem nur noch 1.600 Tiere in freier Wildbahn leben. Die besten Zukunftschancen haben derzeit der Nordamerikanische Schwärzbär mit gut 900.000 Exemplaren und der Europäische Braunbär mit geschätzten 200.000 Tieren. „Allerdings sieht es auch für unsere Braunbären in vielen Gegenden schlecht aus“, schränkt WWF-Experte Stefan Ziegler ein. „In Europa leben über zwei Drittel der Tiere in Russland, wo sie einigermaßen gute Lebensbedingungen finden. In der EU dagegen, einem einstigen Kerngebiet der Braunbären, gibt… Weiterlesen