
Mit einem 20 Tonnen schweren Fahrzeug werden Schallwellen in den Boden geschickt. Das zurückgeworfene "Echo" gibt Aufschluss über die Beschaffenheit des Untergrunds. Foto: Andreas Goepel/FSU
Neuseeland, Japan, Chile – zahlreiche schwere Beben haben in jüngster Zeit die Erde erschüttert. Doch auch im Freistaat Thüringen bebte in den vergangenen Wochen die Erde: Verantwortlich für diese – vergleichsweise sanften – Erschütterungen waren jedoch nicht Verschiebungen von Kontinentalplatten. Die künstlich erzeugten Schwingungen sind Teil eines seismischen Experiments von Wissenschaftlern der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Entlang einer Strecke von insgesamt 76 Kilometern haben die Geowissenschaftler den Untergrund des Thüringer Beckens in Schwingungen versetzt und die reflektierten Wellen gemessen.
„Mit Hilfe der Reflexionsseismik können wir die verschiedenen geologischen Verhältnisse des Untergrundes bis in rund 2.000 Meter… Weiterlesen
RUB-Forscher analysieren Erdbebenwellen in der Ägäis
Nature Geoscience: Mineralausrichtung hält sich Millionen Jahre
Während sich an der Erdoberfläche Verformungen in lokalen Brüchen und Beben entladen, finden in der Unterkruste eher großflächige, kriechende Bewegungen statt. Diese These stützen Ergebnisse eines Geowissenschaftler-Teams aus Bochum, Potsdam, Kiel und Dublin.
Die Forscher, darunter Prof. Dr. Wolfgang Friederich (Institut für Geologie, Mineralogie und Geophysik der RUB), haben mehrere Jahre lang Erdbebenwellen in der Ägäis aufgezeichnet und anhand ihrer Geschwindigkeit Rückschlüsse auf die Kristallausrichtung tieferer Erdschichten gezogen. In der südlichen Ägäis, die in den letzten fünf Millionen Jahren nur schwachen Deformationen unterworfen war, hat sich überraschenderweise die Ausrichtung früherer Deformationen erhalten. Die Forscher berichten in der aktuellen Ausgabe von Nature Geoscience.
Untersuchungen am Ort des Zusammenstoßes… Weiterlesen
Alptraum auf der Mittelmeerkreuzfahrt: Mehrere acht Meter hohe Wellen sind vor der französischen Küste auf ein Kreuzfahrtschiff geprallt, haben Fenster zerschmettert und zwei Passagiere getötet. Bei den Opfern handelt es sich um einen Deutschen und einen Italiener, wie die griechische Küstenwache mitteilte. Sechs weitere Personen erlitten leichte Verletzungen.
Quelle: RP-Online