
Südpolar-Skua mit Logger am rechten Bein. Foto: Matthias Kopp/FSU
Bei der Auswahl des Winterquartiers zeigen sich antarktische Raubmöwen anpassungsfähig. Das zeigt eine Studie eines internationalen Forscherteams unter der Leitung des Polar-Ornithologen Dr. Hans-Ulrich Peter von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Demnach verbringt ein Großteil der Südpolar-Skuas, die zu den Raubmöwen gehören, den antarktischen Winter im Nordatlantik, während etwa ein Drittel der Tiere der gleichen Art, zehntausende Kilometer entfernt, im Nordpazifik überwintern.
Um die Flugrouten der Vögel zu bestimmen, hat Doktorand Matthias Kopp unter der Leitung von Dr. Peter seit 2006 Südpolar-Skuas in ihren Brutgebieten auf King George Island, rund 120 Kilometer vor dem antarktischen Festland, mit Datenloggern versehen, ihre Positionsdaten über mehrere Jahre aufgezeichnet und gemeinsam mit britischen Kollegen und einem Wissenschaftler… Weiterlesen
14.09.2011 – Wissenschaftler des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) haben gestern das tropische Usutu-Virus in mehreren Organen einer toten Amsel aus dem hessischen Birkenau nachgewiesen. Die Amsel wurde im Rahmen des Projekts „Vorkommen von Stechmücken in Deutschland“ von Mitarbeitern der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) aufgefunden und an das BNI weitergeleitet. „Dass das Massensterben der Vögel durch das Usutu-Virus bedingt ist, bleibt jedoch noch zu beweisen“, sagt Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter der virologischen Diagnostik am BNI. Bereits 2010 fand die Gruppe um Schmidt-Chanasit mit Partnern der KABS das ursprünglich aus Afrika stammende Virus erstmals in deutschen Stechmücken. „Unser bundesweites Frühwarnsystem funktioniert“, erklärt Dr. Norbert Becker, Leiter der KABS. „Der Befund ist zwar alarmierend, da Usutu-Viren auch den Menschen infizieren… Weiterlesen
Die Ausdehnung des arktischen Meereises hat am 08.09.2011 mit 4,24 Millionen km² ein neues historisches Rekordminimum erreicht. Umweltphysiker der Universität Bremen bestätigten jetzt die seit Juli 2011 bestehende Befürchtungen, dass die Eisschmelze der Arktis weiter voranschreitet und sogar das bisherige historische Meereisminimum von 2007 übertroffen worden ist, eine weitere Konsequenz der Menschen gemachten Klimaerwärmung mit globalen Konsequenzen. Unmittelbar wird die Lebensgrundlage von Kleinlebewesen, Fischen, Vögeln und Säugetieren wie Eisbären und Robben mehr und mehr eingeschränkt.
Die Arbeitsgruppe von Dr. Georg Heygster unter der Leitung von Professor Justus Notholt im Institut für Umweltphysik der Universität Bremen untersucht seit vielen Jahren die Meereisausdehnung mit Hilfe von Satellitenmessungen. Sie erstellen mit Förderung der ESA täglich Karten der aktuellen Meereisausdehnung, die jedermann unter http://www.iup.uni-bremen.de/seaice/amsr/… Weiterlesen
Ergebnisse der “Stunde der Gartenvögel” stehen fest
Berlin – Nach Auswertung von rund 27.000 Einsendungen mit fast einer Million Vogelbeobachtungen haben der NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) die Ergebnisse der diesjährigen Vogelzählung vom vergangenen Maiwochenende bekannt gegeben. Demnach zählt zu den aktuellen Trends in nahezu allen Bundesländern der Rückgang von Amseln. Der Haussperling hingegen erzielte sein zweitbestes Ergebnis seit Beginn der Vogelzählaktion vor sieben Jahren. Weiterlesen
Der Flug von Vögeln ist noch zu großen Teilen unerforscht – speziell die Bewegungen beim Flügel-Schlag und die Strömung um den Flügel sind der Wissenschaft ein Rätsel. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) geht dieser Frage gemeinsam mit der RWTH Aachen und der Universität der Bundeswehr auf den Grund: Ab dem 26. April 2011 lassen die Wissenschaftler eine Schleiereule in einem geschlossenen Raum an der RWTH Aachen fliegen und fotografieren dabei deren Flügel, um Informationen darüber zu bekommen, wie ein Vogel im Flug seine Flügel verformt. Hier ist Grundlagenforschung gefragt. Dem Wissenschaftler-Team ist es seit dem Projektstart 2008 gelungen, den Eulen-Flügel im Gleitflug zu vermessen, die kommenden Messungen beschäftigen sich mit dem Schlagflug.
Die Ergebnisse des Projekts sollen… Weiterlesen
Influenza A Viren, die Erreger der Grippe, verursachen jährlich millionenfach schwere Infektionserkrankungen mit oft tödlichem Ausgang. Ihre Fähigkeit, die Barrieren zwischen Vögeln, Schweinen und Menschen zu überspringen und hoch-aggressive Krankheitsverläufe zu verursachen, gehört zu den großen Herausforderungen der Gesundheitsforschung. Am Hamburger Heinrich-Pette-Institut arbeitet Gülsah Gabriel mit ihrem Team an diesem Problem. Jetzt beschreibt sie in Nature Communications detailliert, wie Influenza A Viren eine zellinnere Barriere überwinden und sich so an einen neuen Wirt anpassen können.
Bei der Anpassung an neue Wirte müssen Grippeviren zwei Barrieren überwinden: die äußere Zellmembran sowie die innere Hülle um den Zellkern. Die Überwindung der ersten, äußeren Barriere ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und wird intensiv erforscht. „Wir beschreiben nun erstmals im Detail die zweite innere… Weiterlesen