14.09.2011 – Wissenschaftler des Hamburger Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) haben gestern das tropische Usutu-Virus in mehreren Organen einer toten Amsel aus dem hessischen Birkenau nachgewiesen. Die Amsel wurde im Rahmen des Projekts „Vorkommen von Stechmücken in Deutschland“ von Mitarbeitern der Kommunalen Aktionsgemeinschaft zur Bekämpfung der Stechmückenplage (KABS) aufgefunden und an das BNI weitergeleitet. „Dass das Massensterben der Vögel durch das Usutu-Virus bedingt ist, bleibt jedoch noch zu beweisen“, sagt Dr. Jonas Schmidt-Chanasit, Leiter der virologischen Diagnostik am BNI. Bereits 2010 fand die Gruppe um Schmidt-Chanasit mit Partnern der KABS das ursprünglich aus Afrika stammende Virus erstmals in deutschen Stechmücken. „Unser bundesweites Frühwarnsystem funktioniert“, erklärt Dr. Norbert Becker, Leiter der KABS. „Der Befund ist zwar alarmierend, da Usutu-Viren auch den Menschen infizieren… Weiterlesen
Europa, 25.08.2011 – Seit Ende Juni 2011 wurden 56 Fälle des West-Nil-Fiebers aus Ost- und Südosteuropa gemeldet. Der West-Nil-Virus, der durch Stechmücken übertagen wird, hat seinen Weg nach Europa gefunden.
Nach Angaben des Centrums für Reisemedizin (CRM) kommen die Meldungen aus den Ländern Griechenland, Rumänien, Russland und Albanien. Bei Reisen in diese Länder wird empfohlen sich gegen Mückenstiche zu schützen. Schon 2010 war ein Anstieg der Erkrankung in Griechenland aufgefallen, 257 Fälle waren es allein in Griechenland. Mehr als fünf Prozent der Patienten verstarben in Folge der Infektion.
Die Symptome der Infektion: Fieber, Muskel- und Kopfschmerzen begleitet von Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, geschwollene Lymphknoten, Hautausschlag an Brust, Rücken und Armen. In 0,7 Prozent der Fälle kommt es zu Gehirnentzündungen (Enzephalitis) und… Weiterlesen
In einem Zeltlager für Diabetes-Kranke sind im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg mehr als 300 Teilnehmer erkrankt. 144 mussten eingeliefert werden. Die Patienten klagten über Erbrechen, Übelkeit und Magenkrämpfe. Ursache sind mit hoher Wahrscheinlichkeit Noroviren.
Quelle: RP-Online
Influenza A Viren, die Erreger der Grippe, verursachen jährlich millionenfach schwere Infektionserkrankungen mit oft tödlichem Ausgang. Ihre Fähigkeit, die Barrieren zwischen Vögeln, Schweinen und Menschen zu überspringen und hoch-aggressive Krankheitsverläufe zu verursachen, gehört zu den großen Herausforderungen der Gesundheitsforschung. Am Hamburger Heinrich-Pette-Institut arbeitet Gülsah Gabriel mit ihrem Team an diesem Problem. Jetzt beschreibt sie in Nature Communications detailliert, wie Influenza A Viren eine zellinnere Barriere überwinden und sich so an einen neuen Wirt anpassen können.
Bei der Anpassung an neue Wirte müssen Grippeviren zwei Barrieren überwinden: die äußere Zellmembran sowie die innere Hülle um den Zellkern. Die Überwindung der ersten, äußeren Barriere ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und wird intensiv erforscht. „Wir beschreiben nun erstmals im Detail die zweite innere… Weiterlesen
Eine Forschergruppe unter Beteiligung von Wissenschaftlern der Universität Tübingen zeigt Mechanismen auf, wie eine Influenzavirusinfektion in Gang gebracht, aber auch gehemmt werden kann.
Influenza A Grippeviren stellen für den Menschen eine besondere Bedrohung dar. Ihre verschiedenen Varianten können nämlich Artgrenzen überspringen, wie in den letzten Jahren geschehen, etwa vom Schwein oder auch von Vögeln auf den Menschen. Damit das Influenzavirus sich vermehren und somit eine Infektion sich ausbreiten kann, muss das Virus in den Kern der Körperzellen des infizierten Wirts eindringen. Dazu muss es sich an spezifische Proteine adaptieren (anpassen), die den Weg in den Zellkern vermitteln, Varianten der sogenannten alpha-Importine. Ein Team von Wissenschaftlern, zu denen auch zwei Forscherinnen des Universitätsklinikums Tübingen gehören, hat nun nachgewiesen, dass für die… Weiterlesen
Auch Mato Jajalo vom Bundesligisten 1. FC Köln ist an Schweinegrippe erkrankt und befindet sich in ärztlicher Behandlung. Der 22-jährige Kroate verspürte bereits am Donnerstagabend die Symptome und ist nach Youssef Mohamad, Kevin McKenna, Miso Brecko und Konstantinos Giannoulis sowie Assistenztrainer Thomas Häßler als bereits sechstes Teammitglied mit dem H1N1-Virus infiziert.
Wie alle anderen erhielt Jajalo eine Woche Sportverbot und wird dem FC damit im Rückrunden-Auftaktspiel am Sonntag beim 1. FC Kaiserslautern fehlen. Wie FC-Sprecher Christopher Lymberopoulos mitteilte, wird der Klub voraussichtlich ab Montag Impfungen auf freiwilliger Basis anbieten.
Quelle: RP-Online