Die seit 5 Millionen Jahren andauernde stetige Zunahme der Menge an Sedimentenablagerungen, die bisher von vielen Geowissenschaftlern unterstellt wurde, existiert nicht. Das ist das zentrale Ergebnis, das Jane Willenbring und Friedhelm von Blanckenburg vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins( „Nature“, 13.Mai 2010) vorstellen. Die weltweit beobachtete vierfache Zunahme der Sedimentation ist ein reines Beobachtungsartefakt, alle darauf beruhenden Hypothesen müssen nun einer Überprüfung unterzogen werden.
Erosion durch Wasser und Eis sowie die chemische Verwitterung von Gesteinen der Erdoberfläche tragen Gebirge über Millionen von Jahren ab. Das erodierte Gestein wird durch Flüsse und Gletscher fortgetragen und findet sich im Sediment der Ozeane und auf den Kontinenten in der Umgebung großer Gebirge wieder. Die weltweite Vermessung der Dicke von… Weiterlesen

Mit dem Messinstrument MIPAS auf dem europäischen Umweltsatelliten ENVISAT werden mehr als 30 Spurengase gleichzeitig gemessen. (Bild: ESA)
Wie reagieren Kulturpflanzen wie Weizen, Kartoffeln oder Mais, wenn ihnen mehr CO2 zur Verfügung steht? Fördert das ihr Wachstum, haben wir bessere Ernten zu erwarten und wie beeinflusst die CO2-reichere Umgebungsluft den Wasserbedarf der Pflanzen? Wissenschaftler des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) in Braunschweig können auf einige dieser Fragen jetzt Antworten geben. Die stetig steigende Konzentration des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) in der Atmosphäre ist nicht nur einer der Hauptfaktoren für den Klimawandel – das Gas dient auch als unverzichtbarer Baustein für die Photosynthese der Pflanzen und ist damit Grundlage allen Lebens.
Die Arbeitsgruppe um Professor Hans-Joachim Weigel vom vTI-Institut für Biodiversität konnte auf Erkenntnisse aus der Fachliteratur aufbauen, nach denen in Laborversuchen die meisten unserer Kulturpflanzen eine höhere Photosyntheserate und… Weiterlesen
Gewitter sind nicht nur spektakuläre Wetterereignisse, sie haben auch großen Einfluss auf die Chemie der Atmosphäre und das Klima der Erde. In Blitzen bildet sich aus Stickstoff und Sauerstoff in erheblichen Mengen Stickoxid (NO). Offen war die Frage, wie viel Stickoxid gebildet wird. Forscher vom Institut für Physik der Atmosphäre am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) kamen bei ihren Messungen nun zu einem überraschenden Ergebnis: In tropischen Gewittern entsteht weniger Stickoxid als erwartet.
Wissenschaftler vom DLR-Institut für Physik der Atmosphäre in Oberpfaffenhofen haben in den letzten Jahren extreme tropische Gewitter mit einer Vielzahl von Missionen mit Forschungsflugzeugen und sogenannten Blitzortungssystemen auf vier Kontinenten untersucht. Dabei ergaben sich aus den Ergebnissen grundlegend neue und unerwartete Erkenntnisse zu den Vorgängen… Weiterlesen
Torfgebiete, vor allem in den tropischen Regionen der Erde, sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Menschliche Einflüsse führen jedoch unter anderem zur Entwässerung dieser Moore, was in Kombination mit klimatisch bedingten Trockenperioden zu ausgedehnten Bränden führen kann. Dadurch aber werden ungeheure Mengen Kohlendioxid (CO2) frei, das als Treibhausgas zur Klimaerwärmung beiträgt.
Mittels lasergestützter Messungen konnte das Team um den LMU-Forscher Professor Florian Siegert jetzt das verbrannte Torfvolumen weitaus genauer bestimmen als dies bisher möglich war. Die neuen Hochrechnungen zeigen, dass im Jahr 2006 durch Torffeuer in Indonesien bis zu 900 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt wurden. Das ist mehr als die gesamten CO2-Emissionen Deutschlands im selben Jahr – und entspricht etwa 16 Prozent aller Emissionen durch Entwaldung weltweit. “Unsere Arbeit unterstreicht einmal mehr, welch… Weiterlesen
An der Fachtagung des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) zum Moorschutz in Osteuropa am 18.11. nahmen Fachleute aus Belarus (Weißrussland), Ukraine und der Russischen Föderation teil. Auf der Veranstaltung wurde u. a. über die Treibhausgasemissionen von gestörten Mooren diskutiert und wie wiedervernässte Moore im Emmissionshandel beim Moorschutz berücksichtigt werden können.
Ziel der Tagung war die Unterstützung der Länder beim Schutz und der Wiedervernässung ihrer Moore. “Die Wiedervernässung der Moore leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Weißrussland zählt mit Deutschland, Russland, Polen und der Ukraine zu einem der bedeutendsten globalen Hotspots der Treibhausgas-Emissionen aus entwässerten Mooren. Durch die Wiedervernässung der Moore können diese Emissionen vermieden werden. Wiedervernässte Moore bieten auch einen wichtigen Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Arten und bieten auch gleichzeitig… Weiterlesen