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Treibhauseffekt

Lachgasemission aus dem Waldboden

Die Waldböden emittieren klimaschädliches Lachgas. Die Ursache sind reaktive Stickstoffverbindungen aus Industrie und Landwirtschaft. (Foto: KIT)

Die Waldböden emittieren klimaschädliches Lachgas. Die Ursache sind reaktive Stickstoffverbindungen aus Industrie und Landwirtschaft. (Foto: KIT)

Reaktive Stickstoffverbindungen aus Landwirtschaft, Verkehr und Industrie führen zu erhöhten Emissionen des Treibhausgases Lachgas (N2O) aus den Wäldern Europas. Die Lachgasemission aus dem Waldboden ist mindestens doppelt so hoch wie der Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) bisher angenommen hatte. Das ist eine der Kernbotschaften des ersten Gutachtens zu Stickstoff in Europa (European Nitrogen Assessment, ENA), das diese Woche im Rahmen der Internationalen Konferenz „Nitrogen and Global Change 2011“ in Edinburgh, Schottland, vorgestellt wird.
Die hauptsächlich vom Menschen verursachten reaktiven Stickstoffverbindungen (z.B. NH3 und NOx) werden nach ihrem Eintrag über die Luft in den Wäldern teilweise zu Lachgas (N2O) umgewandelt. Lachgas gehört nach… Weiterlesen

Benguela-Niños – Warmwasserereignisse im südöstlichen Atlantik

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Augsburger Projekt zur Entstehung, klimatische Auswirkungen, Langzeitvariationen und zukünftige Entwicklungen von Benguela-Niños

Das Projekt soll neue Kenntnisse zur Entstehung, zu den klimatische Auswirkungen und zu Langzeitvariationen der sogenannten Benguela-Niños erbringen und Prognosen zu deren zukünftigen Entwicklungen ermöglichen.

Warmwasserereignisse im südöstlichen Atlantik, sog. Benguela-Niños, spielen eine große Rolle für Ökologie und Fischereiwirtschaft im gesamten Küstenraum Namibias und Südangolas. Während eines Benguela-Niños treten – analog zu den Auswirkungen eines pazifischen El-Niños – in Küstennähe starke Niederschläge und Überschwemmungen auf. Zugleich setzt im Ozean ein dramatisches Fischsterben ein, und es können sogenannte Harmful Algal Blooms (HAB) auftreten.

Erst ein umfassendes Verständnis der Entstehung von Warmwasserereignissen im Benguelastrom, zu dem das Augsburger Projekt beitragen soll, wird es ermöglichen abzuschätzen, welche… Weiterlesen

Langzeitversuch zum Klimawandel: Wie der Klimawandel das Grünland beeinflusst

Veränderte Artenzusammensetzung und vermehrte Freisetzung des klimaschädlichen Lachgases

Es ist einer der weltweit am längsten laufenden Langzeitversuche zum Klimawandel: Seit mehr als zwölf Jahren wird auf der Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation Linden des Instituts für Pflanzenökologie der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) der Einfluss des Klimawandels auf Dauergrünland untersucht. Dazu werden Wiesenflächen mit einer Kohlendioxid-Konzentration begast, wie sie in etwa 30 Jahren erwartet wird. Die Station betreibt die JLU gemeinsam mit dem Hessischen Landesamt für Umwelt und Geologie.

Die Befunde weisen darauf hin, dass sich die Artenzusammensetzung der Wiese verändern wird und klimaschädliche Spurengase vermehrt freigesetzt werden. Besonders besorgniserregend ist die – den Ergebnissen zufolge – auf mehr als das Doppelte ansteigende Freisetzung von Lachgas, da dieses Gas gegenüber Kohlendioxid einen rund 300fach… Weiterlesen

Stetige Zunahme der Menge an Sedimentenablagerungen hinterfragt

Die seit 5 Millionen Jahren andauernde stetige Zunahme der Menge an Sedimentenablagerungen, die bisher von vielen Geowissenschaftlern unterstellt wurde, existiert nicht. Das ist das zentrale Ergebnis, das Jane Willenbring und Friedhelm von Blanckenburg vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins( „Nature“, 13.Mai 2010) vorstellen. Die weltweit beobachtete vierfache Zunahme der Sedimentation ist ein reines Beobachtungsartefakt, alle darauf beruhenden Hypothesen müssen nun einer Überprüfung unterzogen werden.
Erosion durch Wasser und Eis sowie die chemische Verwitterung von Gesteinen der Erdoberfläche tragen Gebirge über Millionen von Jahren ab. Das erodierte Gestein wird durch Flüsse und Gletscher fortgetragen und findet sich im Sediment der Ozeane und auf den Kontinenten in der Umgebung großer Gebirge wieder. Die weltweite Vermessung der Dicke von… Weiterlesen

Wie Essen und Klima zusammenhängen: Das Verbraucherdasein als Herausforderung

(aid) 30.01.2008- Der ideale, klimabewusste Verbraucher isst wenig Fleisch und Tiefkühlkost, aber viel Teigwaren, Obst und Gemüse, die möglichst Saison haben, aus biologischem Anbau stammen, nicht per Luft transportiert worden sind und die er nicht mit dem Auto einkauft und dann zu Hause in einem A++-Kühlschrank aufbewahrt. Ein ganz schön ambitioniertes Programm und Quintessenz eines der Vorträge des Verbraucherpolitischen Forums des Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) auf der Grünen Woche in Berlin. Dr. Ulrike Eberle vom Öko-Institut e. V. wies darauf hin, dass 16 Prozent der durch privaten Konsum verursachten Treibhausemissionen aus der Ernährung stammen. Landwirtschaft und Ernährung seien aber in der bisherigen Debatte ziemlich außen vor geblieben. Sie forderte nicht nur die Verbraucher dazu auf, die Klimabilanz der Ernährung zu verbessern,… Weiterlesen

Auswirkungen des Klimawandels auf Nutzpflanzen: Extremereignisse bisher wenig untersucht

(aid) 14.11.2007 – Der Klimawandel kann – auch wenn die Abschätzung seiner Folgen mit Unsicherheit verbunden ist – anhand verschiedener Parameter wie Temperatur, Niederschlagsmenge und -häufigkeit oder Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre gemessen werden. In seinem Vortrag anlässlich des Nord LB-Forums am 30. Oktober 2007 in Magdeburg zeigte Professor Hans Weigel von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft in Braunschweig-Völkenrode unter anderem auf, welche Auswirkungen der Temperaturanstieg auf landwirtschaftliche Nutzpflanzen und Anbausysteme hat. Steigen die Durchschnittstemperaturen nur wenig an, kann dies zu einer Wachstumsstimulation und einer Verlängerung der Vegetationsperiode führen. Je nach Empfindlichkeit der Pflanzenarten ist jedoch auch umgekehrt mit einer Verkürzung von einzelnen Wachstumsphasen zu rechnen. Sensible Wachstumsprozesse werden dann negativ beeinflusst. Beispielsweise führt eine Temperaturerhöhung um ein Grad Celsius in der… Weiterlesen

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