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Stoffwechsel

Vitamine: Obst und Gemüse besser als Tabletten

Rund 25 Prozent der Deutschen greift regelmäßig zu Vitaminen in Tablettenform. Das haben Experten des Bundesforschungsinstituts für Ernährung und Lebensmittel herausgefunden. Frauen greifen demnach häufiger zu Pillen als Männer. „Dabei haben Studien eindeutig bewiesen, dass wir in der westlichen Welt keine zusätzlichen Vitamine einnehmen müssen“, weiß Dr. Ulrike Roth, Gesundheitsexpertin bei TÜV Rheinland. „Die Industriestaaten und damit auch Deutschland zählen nicht zu den Vitaminmangelländern.“

Vitaminpillen bieten Drogerie- und Supermärkte in großen Mengen an. Sie versprechen mehr Wohlbefinden, stärkeres Haar und Nägel oder ein geringeres Erkältungsrisiko. „Es sind die vielfältigen wertvollen Inhaltstoffe von Obst und Gemüse, die das Immunsystem stärken. Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe können nicht in eine Tablette gepresst werden“, erklärt Dr. Ulrike Roth. Die Expertin rät, auf eine… Weiterlesen

Stoffwechsel: Wenn Fett in Zucker umgewandelt wird

Es ist bekannt, dass zuviel Süßigkeiten im Körper in Fett umgewandelt werden. Ist aber, z. B. in einer Zeit des Fastens oder längerer sportlicher Betätigung, auch der entgegengesetzte Weg möglich? Kann Fett in Zucker verwandelt werden? Das ist seit etwa 100 Jahren eine viel diskutierte Frage in der Biochemie. Die Antwort hat eine große medizinische, ernährungswissenschaftliche und sportphysiologische Bedeutung, da das Gehirn und die roten Blutzellen Traubenzucker als Nahrung benötigen. Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena sind bei der Beantwortung dieser Frage nun einen großen Schritt vorangekommen. Sie haben in einer Computersimulation nachgewiesen, dass aus Fett unter bestimmten Umständen auch Zucker werden kann, wie sie in einem heute (22.07.) erschienenen Artikel in der renommierten Fachzeitschrift PLoS Computational Biology belegen.

Fettsäuren in Traubenzucker… Weiterlesen

Unverwechselbarer Fingerabdruck vom Stoffwechselprofil des Menschen aus seinem Urin

NMR-Urinspektrum - Am PC können die einzelnen Stoffwechselprofile in der Urinprobe durch die Kernmagnetresonanz-Spektroskopie exakt ausgewertet werden. Foto: UMG

NMR-Urinspektrum - Am PC können die einzelnen Stoffwechselprofile in der Urinprobe durch die Kernmagnetresonanz-Spektroskopie exakt ausgewertet werden. Foto: UMG

Nature Genetics, eines der renommiertesten internationalen Fachmagazine, veröffentlicht am 15. Mai 2011 Studienergebnisse der Universitätsmedizin Greifswald und des Helmholtz Zentrums München. Mittels der Kernmagnetresonanz-Spektroskopie (NMR) wurden 3.000 Urinproben von zwei Bevölkerungsstudien untersucht und neue Einblicke in die Regulation des Stoffwechsels und der Nierenfunktion gewonnen.

„Die Ergebnisse sind die ersten wichtigen Erkenntnisse im Rahmen der Spitzenforschung der individualisierten Medizin am Standort Greifswald“, sagte Studienleiter Prof. Matthias Nauck. Bund und Land fördern bis 2014 das Forschungsprojekt GANI_MED* (Greifswald Approach to Individualized Medicine) mit 15,4 Millionen Euro, um maßgeschneiderte medizinische Therapien zu entwickeln und klinisch zu erproben (http://www.gani-med.de).

Mit der in Nature Genetics publizierten… Weiterlesen

Risiko für Typ 2 Diabetes steigt bei kurzem Nachtschlaf

Berlin – Unruhiger oder zu kurzer Schlaf erhöht das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken. Ergebnisse von Studien deuten zudem darauf hin, dass der Nachtschlaf den Stoffwechsel unabhängig von anderen Risikofaktoren wie Körpergewicht oder Ernährung beeinflusst. Damit spielen Schlaf und entsprechende Schlafhygiene eine wichtige Rolle in der Prävention des Typ 2 Diabetes. Darauf weist die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich eines kürzlich veröffentlichten Artikels in der Fachzeitschrift Sleep hin.
Übergewicht und Adipositas zählen zu den wichtigsten Angriffspunkten in der Diabetes-Prävention. Für den Schlaf zeichnet sich derzeit Vergleichbares ab: „Unsere Daten zeigen, dass eine kurze nächtliche Schlafdauer und Schlafstörungen ebenso ein Risiko darstellen“, betont Dr. med. Sebastian M. Schmid von der Medizinischen Klinik I des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck. Weniger als… Weiterlesen

Fettstoffwechsel: Ein Eiweiß reguliert offensichtlich den Auf- und Abbau der zellulären Fettspeicher

Bonner Forscher finden neuen Mosaikstein im Fettstoffwechsel

Ein Eiweiß reguliert offensichtlich den Auf- und Abbau der zellulären Fettspeicher. Forscher der Universität Bonn haben ein Eiweiß gefunden, das auf der Membran der Lipidspeichertröpfchen sitzt und mit wichtigen Akteuren des Zellstoffwechsels interagiert. Die Erkenntnisse könnten dabei helfen, demnächst Krankheiten wie die Fettleber oder Störungen im Cholesterinstoffwechsel besser zu verstehen und zu behandeln. Die Publikation erscheint am 18. Februar in der Zeitschrift The Journal of Biological Chemistry (doi: 10.1074/jbc.M110.190785).

Das Eiweiß namens AUP1 ist in die Membran der zellulären Fettspeicher verankert und bindet an ein wichtiges Enzym des Zellstoffwechsels, hat das Team um Professor Dr. Christoph Thiele entdeckt. Dieses Enzym greift in den Abbau von großen Eiweißen in der Zelle ein. „Dieses Gefüge… Weiterlesen

Globale Erwärmung macht den Tropen zu schaffen

Viele biologische Veränderungen der nördlichen Hemisphäre – vom Artensterben bis hin zu Verschiebungen der geographischen Barrieren – wurden in den letzten Jahrzehnten der globalen Erwärmung zugeschrieben. Diese Entwicklung wurde erwartet, da die globale Erwärmung in den nördlichen gemäßigten Zonen und der Arktis am schnellsten voranschreitet. Amerikanische Wissenschaftler haben nun zusammen mit ihren Kollegen am Tübinger Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie entdeckt, dass die Temperaturzunahme in den Tropen zwar geringer ist, sie dort jedoch einen weit größeren Einfluss auf das Leben haben könnte als im kühleren Norden. (Nature, 8. Oktober 2010)

Die neue Studie der deutschen und amerikanischen Wissenschaftler konzentriert sich auf wechselwarme Tiere, wie Reptilien, die ihre Körpertemperatur der Umgebungstemperatur anpassen. George Wang vom Max-Planck-Institut in Tübingen und sein Kollege Michael Dillon… Weiterlesen

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