Der Felssturz auf die Gotthard-Autobahn im Mai 2006, die Schlammlawine auf den Philippinen im Dezember 2006, der Felsabbruch in Kairo im September 2008 oder die Böschungsrutschung am Tagebausee in Nachterstedt im Juli 2009 – Ereignisse wie diese zeigen die allgegenwärtige Gefährdung durch das Naturphänomen Rutschungen. Nach Einschätzung der Forschungsstelle Rutschungen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) kommen derartige Ereignisse in den letzten Jahren häufiger vor. „Es gibt keine zentrale Erfassungsstelle und viele Rutschungen werden nicht gemeldet, aber unser Eindruck ist, dass Rutschungen in den letzten zwei bis drei Jahren weltweit zugenommen haben“, sagt Dr. Johannes Feuerbach, Wissenschaftlicher Direktor der Forschungsstelle. „Wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf in Deutschland und auf der ganzen Welt.“
Vor dem Hintergrund, dass die wirtschaftlichen Schäden durch… Weiterlesen
Anfangs schneereich und sehr kalt, später überwiegend mild
Offenbach, 25.Februar 2011 – Der Winter 2010/11 verlief insgesamt etwas zu kalt; Niederschlag und Sonnenschein wichen nur wenig vom vieljährigen Mittel ab. Den Dezember erlebten die Menschen in Deutschland als ungewöhnlich schneereich und frostig. Im Januar änderte sich der Witterungscharakter dann schlagartig: Milde Luft aus Südwesten brachte kräftiges Tauwetter bis in die Hochlagen der Mittelgebirge und anschließend vielerorts Hochwasser oder sogar Überschwemmungen. Im Februar herrschte teils mildes, teils kaltes Wetter und nur noch in wenigen Regionen konnte sich eine Schneedecke bilden. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.
Nach frostigem Dezember im Januar und Februar recht mild
Die Durchschnittstemperatur des Winters 2010/11 betrug bundesweit… Weiterlesen
Deutschlandwetter im Januar 2011
Offenbach, 28. Januar 2011 – Der Januar 2011 fiel in Deutschland deutlich zu warm aus – im Gegensatz zum Dezember 2010, der so kalt wie seit 40 Jahren nicht mehr gewesen war. Im zweiten Wintermonat gab es nur zu Beginn und zum Schluss winterliches Wetter. Dazwischen sorgte eine überwiegend südwestliche Strömung für meist milde Witterung. Starkes Tauwetter mit intensiven Regenfällen brachte länger andauerndes Hochwasser. Die Sonnenscheindauer lag deutlich, die Niederschlagsmenge geringfügig über dem langjährigen Mittel. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2 000 Messstationen.
Januar 2011 fällt 1,5 Grad zu warm aus
Mit 1,0 Grad Celsius (°C) lag die durchschnittliche Temperatur im Januar 2011 bundesweit um 1,5 Grad über… Weiterlesen
Das Hochwasser geht zurück, Probleme macht jetzt in vielen Teilen Sachsens das Grundwasser. An mehr als 90 Prozent der Landesmessstellen sind derzeit weit über dem Monatsdurchschnitt liegende Grundwasserstände zu verzeichnen. Das hat eine Auswertung der aktuellen hydrologischen Situation durch das Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) ergeben. Die Messwerte liegen 50 bis 150 Zentimeter über dem für diese Jahreszeit typischen Mittelwert.
Verantwortlich dafür ist nicht nur das aktuelle Wettergeschehen, sondern vor allem die Starkregenperiode im zweiten Halbjahr 2010. Normalerweise nehmen die Pflanzen im Sommer das meiste Niederschlagswasser auf oder es verdunstet. Dadurch kommt es nicht zu einer erhöhten Neubildung von Grundwasser. Nicht so im vergangenen Jahr: Durch die hohen Niederschläge versickerte mehr Wasser in den Böden, der Grundwasserspiegel stieg… Weiterlesen
Offenbach, 30. Dezember 2010 – Das Ende November begonnene Winterwetter setzte sich im ganzen Dezember weiter fort. Vor allem im Norden und Osten Deutschlands dominierte oft skandinavische Kaltluft, während der äußerste Süden zeitweise in eine milde, südliche Strömung gelangte. Im Übergangsbereich beider Luftmassen entstanden außergewöhnlich starke Schneefälle, die auch im Flachland zu lange nicht erlebten Schneehöhen führten. Am Ende war der Monat gegenüber dem Soll deutlich zu kalt, zu nass und sonnenscheinarm. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.
Kältester Dezember seit 1969
Die Durchschnittstemperatur lag im Dezember 2010 mit -3,5 Grad Celsius (°C) um 4,3 Grad unter dem vieljährigen Klimawert von 0,8°C. Damit erlebte Deutschland in der Fläche den kältesten Dezember… Weiterlesen
Viel Abwechslung – alles in allem etwas zu kalt und zu nass
Offenbach, 29. Dezember 2010 – Die Durchschnittstemperatur des Jahres 2010 für Deutschland lag nach 13 zu warmen Jahren erstmals leicht unter dem Klimamittel. Die Jahresniederschlagsmenge übertraf den Normalwert, die Sonnenscheindauer erreichte die Norm recht genau. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse seiner rund 2000 Messstationen.
Das Jahr verlief sehr abwechslungsreich, teilweise extrem. Die DWD-Experten hatten viel zu tun: Es begann mit winterlichen Verhältnissen, die bis weit in den März hinein andauerten. Danach folgte ein trockener April, ein sehr nasser Mai und ein sonnenscheinreicher Juni. Im Juli herrschte drei Wochen lang große Hitze. Intensive Regenfälle machten den August zum nassesten seit Aufzeichnungsbeginn. Auch im… Weiterlesen