
Ein Geowissenschaftler der Universität Jena studiert das im Geodynamischen Observatorium Moxa aufgezeichnete Seismogramm eines Nachbebens in Japan vom 14. März 2011, gegen 08.08 Uhr (MEZ). Darunter das Seismogramm des Hauptbebens vom 11. März 2011. Foto: Jan-Peter Kasper/FSU
Auch in Thüringen in Moxa ist am Freitag (11.3.) das Seismometer ausgeschlagen. Dort befindet sich das Geodynamische Observatorium der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Alle Erdbeben mit einer Magnitude ab 6,0 auf der Richterskala weltweit können hier erfasst werden. „Die Wellen, die solche Beben aussenden, bewegen sich mit einer Geschwindigkeit von etwa sechs bis zehn Kilometer pro Sekunde durch den gesamten Erdkörper“, erklärt Dr. Thomas Jahr, der Leiter der Messstation. „Das Beben vor Japan war hier also etwa 20 Minuten später spürbar.“ Ein Nachbeben von heute… Weiterlesen
Auch Öko-Strom kommt aus der Steckdose. Bis er dort ankommt, hat er meist eine lange Reise hinter sich – etwa von Windkraftanlagen in der Nordsee oder regionalen Sonnen-, Wind- und Biogaskraftwerken. Auf dem Weg zum Verbraucher geht jedoch ein großer Teil Energie verloren. Neue Elektronikbauteile sollen dies ändern.
Autos und Lkws rasen über die Autobahn, biegen ab in die Stadt, warten an der Ampel und schleichen durch Nebenstraßen. Ähnlich fließt elektrischer Strom – vom Kraftwerk aus über Hochspannungsleitungen in Umspannwerke. Wie an einer Verkehrsampel wird der Fluss reguliert. Dann führen die Kabel den Strom in die Innenstadt. Viele Schaltstellen reduzieren die Spannung, damit die Geräte dann bei niedriger Spannung jederzeit Strom zapfen können. Dank dieser hochkomplexen Infrastruktur kann der Stromkunde… Weiterlesen
Der komplizierte Bruchverlauf, den das Erdbeben in Concepción (Chile) vom 27. Februar 2010 nahm, war bis zu einem gewissen Grad vorhersehbar. GPS-Beobachtungen aus den Jahren vor dem Beben zeigten das Muster der Spannungen, die sich durch die Plattenbewegungen der letzten 175 Jahre in diesem Bereich angesammelt hatten. Die aus Beobachtungen abgeleitete Spannungsverteilung korreliert in hohem Maße mit der späteren Bruchverteilung. Durch das Beben wurde sehr wahrscheinlich alle Spannungen abgebaut, die sich seit dem letzten, von Charles Darwin beobachteten Beben in dieser Region im Jahre 1835 aufgestaut hatten. Das macht ein vergleichbares Starkbeben an dieser Stelle in naher Zukunft unwahrscheinlich. Dieses Ergebnis stellen Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ (Helmholtz-Gemeinschaft) in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“ (09. 09. 2010) vor.
„Das… Weiterlesen
In Chile bebte am 27.02.2010 frühmorgens die Erde. Die massive Katastrophe zerstörte viele Küstenorte und weite Teile von Concepción, eine der größsten Städte Chiles. Auch die Hauptstadt Santiago erlitt erhebliche Schäden. Hunderte Menschen fanden den Tod, etwa 2 Millionen weitere waren direkt betroffen von Verletzungen, Überschwemmungen, Obdachlosigkeit. Es war das fünftstärkste Beben, das seit Beginn der instrumentellen Aufzeichnungen Anfang des vergangenen Jahrhunderts weltweit gemessen wurde. Fünf Tage zuvor verteidigte der chilenische DAAD-Doktorand Marcos Moreno an der TU Berlin seine Dissertation, in der er das nächste große Erdbeben nördlich seiner Heimatstadt Concepción bereits prophezeite.
“In der Tat kam das Erdbeben nicht unerwartet. Die stärksten Beben ereignen sich stets an den Rändern kontinentaler tektonischer Platten, unter denen eine schwerere ozeanische Platte abtaucht”,… Weiterlesen