In Niedersachsen ist nun erstmals auch ein stark erhöhter Dioxinwert in Schweinefleisch nachgewiesen worden. Mehrere hundert Schweine eines Betriebes müssten deshalb getötet werden, sagte Gert Hahne, Sprecher des Landwirtschaftsministeriums, am Dienstag in Hannover.
In einem anderen Schweinemastbetrieb sei nach Ergebnissen von Probeschlachtungen ein Wert im Bereich des Grenzwertes ermittelt worden. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums sind derzeit noch 330 von den ursprünglich rund 4400 Betrieben im Land gesperrt.
Quelle: RP-Online
Remmel: „Verbraucherschutz hat Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen“
NRW verkündet 10-Punkte-Plan in Dioxin-Skandal – Bundesratsinitiativen geplant – Kontrollen sollen erhöht werden – Förderung für Bio-Höfe
Das NRW-Verbraucherschutzministerium will mit einem 10-Punkte-Plan auf den jüngsten Dioxin-Skandal reagieren. Ein entsprechendes Vorgehen kündigte Verbraucherschutzminister Johannes Remmel jetzt in Düsseldorf an. „Der aktuelle Skandal mit Dioxin belasteter Futtermittel hat uns einmal mehr die Schwachstellen der Lebensmittelkette vor Augen geführt. Wir müssen dem Verbraucherschutz Vorrang vor den wirtschaftlichen Interessen Einzelner geben“, sagte Remmel. Mit dem 10-Punkte-Plan soll nun zudem die politische Debatte vorangetrieben werden, um Verbraucherinnen und Verbraucher besser gegen Schadstoffbelastungen in Lebensmitteln zu schützen. Remmel betonte: „Dioxin hat in Lebensmitteln nichts zu suchen. Deshalb müssen wir alles unternehmen, um diese immer wiederkehrenden Lebensmittelskandale zu bekämpfen… Weiterlesen
WIESBADEN – Im 3. Quartal 2010 wurden in Deutschland knapp 2 Millionen Tonnen Fleisch aus gewerblichen Schlachtungen erzeugt, 4,2% mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war für diesen Anstieg die deutliche Zunahme von Schweineschlachtungen ausschlaggebend. Weiterhin steigend ist auch die Erzeugung von Geflügelfleisch, während die Rindfleischproduktion sinkt.
Im 3. Quartal 2010 wurden rund 14,6 Millionen Schweineschlachtungen gezählt: eine Zunahme um 5,6% (+ 774 400 Tiere) gegenüber der Vorjahresperiode. Analog zu der Entwicklung der Schlachtzahlen stieg auch die Schweinefleischerzeugung. Mit einer Steigerung von 5,5% gegenüber der Vorjahresmenge wurde ein Zuwachs der Produktion um 71 300 Tonnen auf 1,36 Millionen Tonnen erzielt.
Die Geflügelfleischerzeugung erhöhte sich im 3. Quartal 2010 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,6% oder… Weiterlesen
In Rheinland-Palz sind Schweinegrippe-Infektionen bei Schweinen bestätigt worden.
Der Ausbruch wurde am 10. Dezember der OIE (World Organisation for Animal Health) gemeldet und war am 21.11. aufgetreten.
Von 425 Verdachtsfällen bei den Schweinen sind 2 Fälle bestätigt worden.
Per Real-Time PCR Test wurde das Influenza A/H1N1 Virus positiv nachgewiesen.
Die betroffenen Schweine wurden isoliert.
Laut einer EU-Vereinbarung sind Tiere in der Einrichtung bis 7 Tage nach dem Verschwinden der klinischen Symptome zu isolieren. Danach können sie für den Handel oder Schlachtung verbracht werden.
Influenza A/H1N1 Viren in Schweinen sind bisher in Italien, in Finnland, in Island, in Nordirland, in Japan, in Argentinien und in Kanada aufgetreten.
Quelle: OIE
Erstmals ist die Schweinegrippe in Deutschland bei einem Schwein diagnostiziert worden. Wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium berichtete, wurde das Influenza A/H1N1-Virus bei einem verendeten Schwein nachgewiesen. Der betroffene Bauernhof in der Pfalz sei gesperrt worden. Es wurde vermutlich von einem Menschen angesteckt.
Quelle: RP-Online
Die Infektionen wurden am 30. November der OIE gemeldet. Auf einer Farm in Teuva in der Region Länsi-Suomi in Finnland sind in einem Schweinebestand 950 Verdachtsfälle aufgetreten. Bei 800 Schweinen wurde das Pandemic Influenza H1N1 2009 Virus nachgewiesen. Keines der Schweine ist gestorben, alle Schweine sind nach ein bis zwei Tagen wieder genesen.
Die klinischen Anzeichen hatten mit Appetitlosigkeit, Fieber und milden respiratorischen Symptomen begonnen. Die Mitarbeiter der Farm waren einige Tage vor den Schweinen erkrankt und hatten grippeähnliche Symptome.
Die Farm steht unter Beobachtung. Die epidemiologische Untersuchungen werden fortgesetzt.
Bereits am 24. Oktober wurden ebenfalls H1N1 Infektionen bei Schweinen aus Island gemeldet.
Quelle: OIE (World Organisation of Animal Health)