Werbung

Folge Seismoblog auf Twitter

Werbung

Werbung

Archiv

In Partnerschaft mit

Schwefeldioxid

Aschewolke des Vulkans Eyjafjallajökull enthielt auch freie Chlorradikale

Chlor in der Aschewolke des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull entfernt Spurengase aus der Atmosphäre

Gut ein Jahr nachdem der isländische Vulkan Eyjafjallajökull fast den ganzen europäischen Flugverkehr lahmlegte, sorgt seine Aschewolke für eine interessante Entdeckung: Forscher des Max-Planck-Instituts für Chemie haben festgestellt, dass die Aschewolke des Vulkans neben dem bekannten Vulkangas Schwefeldioxid auch freie Chlorradikale enthielt. Chlorradikale sind äußerst reaktiv und verändern schon in kleinsten Mengen die chemischen Prozesse in der Atmosphäre. Mit Hilfe von Luftproben aus der Vulkanwolke konnte nun erstmals die Konzentration der Chlorradikale in der Aschewolke errechnet werden. Die Ergebnisse wurden jetzt im Journal „Geophysical Research Letters“ veröffentlicht.

Obwohl seit Jahren bekannt ist, dass Vulkanausbrüche große Mengen an Chlorverbindungen freisetzen, blieb der Beweis für die Bildung von höchstreaktiven… Weiterlesen

Vulkanwolke: Erste Messergebnisse des CARIBIC-Fluges

 

Flugroute des Sondermessfluges CARIBIC mit dem Lufthansa-Airbus Leverkusen über Skandinavien durch die Aschewolke. Max-Planck-Institut für Chemie

Flugroute des Sondermessfluges CARIBIC mit dem Lufthansa-Airbus Leverkusen über Skandinavien durch die Aschewolke. Max-Planck-Institut für Chemie

Der Messcontainer CARIBIC flog am 20.04.2010 unter Leitung des Max-Planck-Institutes für Chemie an Bord eines Lufthansa-Flugzeug durch die Vulkanwolke über Skandinavien. Die Messungen zeigten nur geringe Konzentrationen an Aschepartikeln des Vulkans Eyjafjallajökull. Ein erstmals eingesetztes Gerät vermass dabei Größe und Zahl der Aschepartikel. Weitere Geräte nahmen Luftproben für genaue Analysen und sammelten allgemeine Daten zur Atmosphäre. Der normalerweise regelmäßig auf Lufthansa-Linienflügen eingesetzte Messcontainer zur Untersuchung der Atmosphäre war zwei Tage nach der Entscheidung einsatzbereit. Ausführliche Pressekonferenz am 29. April am Max-Planck-Institut in Mainz.
Ein Luftfrachtcontainer voller High-Tech, eine Passagiermaschine mit einem Luft-Ansaugstutzen am Rumpf, innovative Wissenschaftler und kompetente Partner aus der Luftfahrtbranche: Dies… Weiterlesen

Folgen des Vulkanausbruches auf Island werden untersucht

Bei den Vulkanausbrüchen am 15. 04.2010 und am 21.03.2010 hat der Vulkan Eyjafjallajökull auf Island große Mengen an Asche und Schwefeldioxid in die Atmosphäre geschleudert. Nun untersuchen Forscher aus mehreren Helmholtz-Zentren die mittelfristigen Folgen dieser Eruptionen.

Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) startete am 20.04.2010 das Forschungslabor CARIBIC einen Messflug auf einem modifizierten Passagierflugzeug (Airbus A340-600) der Lufthansa. Ziel war die Vermessung der isländischen Vulkanaschewolke zwischen Frankfurt und Skandinavien in Höhen von 3 bis 8 km. KIT-Wissenschaftler des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen untersuchen über LIDAR-Messungen auch den Einfluss der Vulkanausbrüche auf die Atmosphäre.

Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben am 19. 04.2010 mit dem DLR-Forschungsflugzeug “Falcon 20E” einen Messflug über Deutschland durchgeführt. Weitere… Weiterlesen

Empa bestimmt erstmals Vulkanaschekonzentrationen auf dem Jungfraujoch

Auf dem Jungfraujoch analysiert die Schweizer Materialforschungsinstitution Empa kontinuierlich die Zusammensetzung der Schweizer Luft – und liefert damit wichtige Hinweise zu den vom Vulkan Eyjafjallajökull verursachten Veränderungen der Schadstoffkonzentrationen über der Schweiz. Mit Hilfe derartiger Messungen und atmosphärischer Transportmodelle untersuchen Empa-Forscher normalerweise in der Vergangenheit liegende Emissionen. Verwendet man für die Computermodellierung Wettervorhersagen, können aber auch Prognosen gestellt werden – etwa wohin sich die Wolke aus isländischer Vulkanasche über Europa in den nächsten Tagen bewegen wird.
Messgeräte der Empa auf dem Jungfraujoch zeigten seit dem Abend des 17. Aprils mehrere starke Anstiege von Schwefeldioxid (SO2) sowie von Kleinstteilchen, den so genannten PM10-Partikeln. Normalerweise stellt sich in einem solchen Fall die Frage, woher diese Schadstoffe stammen. Diesmal war ihre Herkunft jedoch… Weiterlesen

Saurer Regen: Massives Waldsterben vor 200 Millionen Jahren

Heftige Vulkanausbrüche am Übergang von Trias zum Jura ließen Wälder auf der nördlichen Halbkugel vorübergehend kollabieren. Frankfurter Geopaläontologen fanden jetzt zusammen mit schwedischen und amerikanischen Kollegen die Ursache: saurer Regen.

Das Massensterben von Tieren und Pflanzen vor 200 Millionen Jahren an der Trias-Jura-Grenze, als die Zeit der Dinosaurier begann, ist eines der fünf großen Aussterbe-Ereignisse der Erdgeschichte. In den Ozeanen fielen ihm bis zu 80 Prozent aller Weichtiere zum Opfer. Paläontologen erklären dies durch den Ausstoß großer Mengen an Kohlendioxid (CO2) bei Vulkanausbrüchen, welche die Bildung des heutigen Atlantischen Ozeans (und damit die Trennung von Europa und Nordamerika) einleiteten. Rätselhaft war bis heute, warum gleichzeitig auch Ökosysteme auf den Kontinenten kollabierten. Forscher der Goethe-Universität haben nun mit Kollegen aus Schweden… Weiterlesen

Durch die Vulkanwolke – Mess-System liefert seltene Klimadaten

Mit einem Messcontainer an Bord eines Passagierfliegers durch die Abgasfahne eines Vulkanausbruchs: Dieses Glück hatten am 15. August 2008 die Wissenschaftler des Projekts CARIBIC, das am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz koordiniert wird. Am 7. August war im Pazifik der Vulkan Kasatochi ausgebrochen – ein Teil der Inselkette der Aleuten in Alaska. Die Wolke, die er in die Atmosphäre geschleudert hatte, vermaßen die Wissenschaftler eine Woche später in etwa 11 Kilometer Höhe beim Landeanflug auf Frankfurt. Die Ergebnisse dieses Glückstreffers veröffentlichen Forscher aus Mainz, Leipzig und Lund in Schweden jetzt in dem amerikanischen Fachblatt Geophysical Research Letters. Sie zeigen, dass der Ausbruch die Schwefel-Konzentration in den Proben um den Faktor 10, die Anzahl feinster Staubteilchen sogar um den Faktor 1000… Weiterlesen

Werbung