Angesichts der laufenden Grippewelle rät Prof. Dr. Walter Klockenbusch auch Schwangeren ohne weitere Risikofaktoren, sich jetzt individuell über die Chancen und Risiken einer Impfung mit “Pandemrix” aufklären zu lassen und nicht zwingend auf den angekündigten speziellen Impfstoff für Schwangere zu warten. Der Schwangerschaftsexperte und Leiter der Geburtshilfe am Universitätsklinikum Münster (UKM) erklärt: “Wir befinden uns gerade mitten in der laufenden Grippesaison. Und die Impfung von Schwangeren ab der zwölften Schwangerschaftswoche und Wöchnerinnen gegen Neue Influenza wird von der Ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen, weil bei diesen Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe bei einer Infektion mit Neuer Influenza beobachtet werden konnte. Weil allerdings auch bei Schwangeren ohne bestehende Risikofaktoren schwere Krankheitsverläufe beobachtet wurden, empfehle ich eine Impfung nach vorheriger persönlicher… Weiterlesen
Eine Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) steht Ärztinnen und Ärzten ab sofort zur Verfügung, in der Experten Empfehlungen zur Diagnostik und Therapie einer Schweinegrippe-Infektion bei Schwangeren sowie Prophylaxemaßnahmen aufführen. “Schwangere gehören zur Hochrisikogruppe, weshalb eine rasche symptomatische Behandlung zu empfehlen ist”, erklärt Prof. Dr. Klaus Vetter von der DGGG zu der veröffentlichten Stellungnahme. Für die Prävention gegen den neuen Influenza A-Virus H1N1 verweist die wissenschaftliche Fachgesellschaft zusätzlich auf eine aktuelle Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO).
Bisher blieb die Schwere einer Schweinegrippen-Erkrankung in Europa hinter den allgemeinen Befürchtungen von Experten zurück. Dennoch sollten Ärztinnen und Ärzte vor der nächsten Grippewelle im jetzigen Herbst vorbereitet sein. “Bisher war noch ungeklärt, wie gynäkologisch tätige Fachärzte mit einer… Weiterlesen
Die 27-jährige, damals im 7. Monat schwangere Frau, die wegen ihrer schweren Schweinegrippe Infektion im Juli von Schottland nach Schwenden zur lebensrettenden ECMO Behandlung geflogen wurde und mittlerweile wieder genesen ist, hat einen gesunden Jungen geboren.
Die schottische Gesundheitsministerin Nicola Sturgeon drängte nach dem Tod einer 17 jährigen Schwangeren diese Woche, alle schwangerem Frauen sollten sich gegen die Neue Grippe impfen lassen.
Aus Großbritannien werden offiziell 106 Todesfälle durch die Neue Grippe gemeldet.
Quellen: Flucount, The Scotsman, Telegraph
(KHK) Wenn man die bekannten Krankengeschichten, der an der Neuen Grippe Verstorbenen verfolgt, stellt man fest, dass überproportional Schwangere betroffen sind. Sehr häufig kommt es zu Frühgeburten, in deren Folge die Mutter stirbt. Werdende Mütter sollten deshalb unbedingt die Hygiene Anweisungen zur Vermeidung einer Infektion befolgen und besonders auf erste Symptome achten.
Zu den Hygieneregeln gehören zum Beispiel: Vermeiden von Händegeben, Anhusten, Anniesen, die Vermeidung von Berührungen der Augen, der Nase oder des Mundes. Nutzung von Einmaltaschentüchern und deren sichere Entsorgung nach einmaliger Nutzung. Falls keine Einmaltaschentücher zur Verfügung stehen, in die Armbeuge Husten. Gründliches Händewaschen nach Personenkontakten, nach der Benutzung von Sanitäreinrichtungen und vor der Nahrungsaufnahme sowie bei Kontakt mit Gegenständen oder Materialien, die mit respiratorischen Sekreten… Weiterlesen
Bei früheren Pandemien und bei Studien innerhalb einer saisonalen Influenza wurde beobachtet, dass bei schwangeren Frauen die Influenza schwerer ausfallen kann. Eine erhöhte Anzahl von Influenza-assoziierten Todesfällen bei schwangeren Frauen wurde während der Pandemien von 1918-1919 und 1957-1958 festgestellt. Nach früheren Influenza-Pandemien wurde von einer Erhöhung der spontanen Fehlgeburten und Frühgeburten berichtet, vor allem bei Frauen mit Lungenentzündung.
Quelle: CDC