Zellen sind die Bausteine aller Lebewesen. Angepasst an ihre sehr unterschiedlichen Aufgaben, gibt es eine Vielzahl verschiedener Zelltypen und -formen. Diese reichen von nahezu runden Hefezellen bis hin zu tausendfach verzweigten Nervenzellen. Ermöglicht werden diese verschiedenen Zellformen durch das Zellskelett, das den Zellen Stabilität und Struktur verleiht. Das Zellskelett besteht aus kleinen Proteinröhrchen, den Mikrotubuli, die je nach Bedarf verlängert oder verkürzt werden können. So kann eine Zelle wachsen oder zum Beispiel einen Fortsatz bilden und wieder zurückziehen. Doch auch die Zellteilung wäre durch die stabilisierenden und richtungsweisenden Mikrotubuli nicht möglich.
Nach der bisherigen Lehrbuchmeinung entstehen Mikrotubuli am Zentrosom, einer Struktur in der Nähe des Zellkerns, die auch als “Mikrotubuli Organisierendes Zentrum” bezeichnet wird. Seine Rolle bei der Zellteilung und… Weiterlesen
Verletzte Nervenzellen im Finger wachsen wieder nach, im Rückenmark jedoch nicht. Woher kommt dieser Unterschied? Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie konnten mit einem internationalen Forscherteam nun zwei wichtige Details klären: Nervenzellen des Rückenmarks besitzen auch viele Wochen nach einer Verletzung noch die Fähigkeit zu wachsen. Die Regeneration wird jedoch durch Narbengewebe verhindert, das nach der Verletzung entsteht. Mit diesem Wissen können Wissenschaftler nun nach Möglichkeiten suchen, um das Narbengewebe zu reduzieren und die entsprechenden Wachstumsmechanismen zu aktivieren. (Current Biology, Juni 2009)
Ein kleiner Schnitt in den Finger ist schmerzhaft, doch nicht weiter tragisch. Die Wunde ist innerhalb weniger Tage verheilt und der Körper hat verletzte Hautzellen, Muskelfasern, Gefäße und durchtrennte Nervenzellen wieder repariert. Warum versagen diese erstaunlichen Selbstheilungskräfte des Körpers… Weiterlesen
Forscher haben einen neuen Mechanismus entdeckt, der die Energiebilanz aus der Balance bringt
Die Fettregulation im Körper ist sehr komplex: Das Gehirn spielt eine wichtige Rolle dabei und passt die Nahrungsaufnahme an den tatsächlichen Energieverbrauch an. Neu ist, dass auch Nerven, die außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks liegen, an diesem fein abgestimmten Prozess beteiligt sind. Das haben Forscher vom Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim sowie der Universitäten Halle, Leipzig und Berlin nun herausgefunden. Den Hinweis lieferten gentechnisch veränderte Mäuse, bei denen das Gen Nscl-2 ausgeschaltet worden war. Dieses ist normalerweise nur in Nervenzellen aktiv. Mäuse, denen Nscl-2 fehlte, entwickelten eine massive Fettleibigkeit (Adipositas), blieben jedoch von “Folgeschäden” wie der Zuckerkrankheit (Diabetes) weitgehend verschont. Die Forscher hoffen… Weiterlesen