Nach Kohlenstoffdioxid trägt das Gas Methan am meisten zum Wandel des Klimas und zur Erderwärmung bei. Dabei ist die Hälfte der weltweiten Methanemissionen natürlichen Ursprungs. Im Jahr 2003 wurden weltweit erhöhte Methankonzentrationen über tropischen Regenwäldern entdeckt, deren Ursprung bis heute ungeklärt ist. Nun hat eine Forschergruppe um Prof. Dr. Edzo Veldkamp von der Universität Göttingen in Zusammenarbeit mit Forschern des Max-Planck-Instituts Marburg untersucht, wie es zu dieser Methanansammlung kommt.
Die Wissenschaftler haben eine bisher unbekannte Quelle von Methanemissionen in den Baumkronen der Bergregenwälder Süd-Ekuadors entdeckt: sogenannte Trichter-Bromelien (Ananas-Gewächse). Durch ihre runde Trichterform sind diese Pflanzen in der Lage, in den feuchten Wäldern der Tropen Regenwasser und herabfallende Blätter aufzufangen. Dadurch entsteht in den Trichtern der Bromelien ein einzigartiges Feuchtbiotop, das… Weiterlesen
Torfgebiete, vor allem in den tropischen Regionen der Erde, sind gigantische Kohlenstoffspeicher. Menschliche Einflüsse führen jedoch unter anderem zur Entwässerung dieser Moore, was in Kombination mit klimatisch bedingten Trockenperioden zu ausgedehnten Bränden führen kann. Dadurch aber werden ungeheure Mengen Kohlendioxid (CO2) frei, das als Treibhausgas zur Klimaerwärmung beiträgt.
Mittels lasergestützter Messungen konnte das Team um den LMU-Forscher Professor Florian Siegert jetzt das verbrannte Torfvolumen weitaus genauer bestimmen als dies bisher möglich war. Die neuen Hochrechnungen zeigen, dass im Jahr 2006 durch Torffeuer in Indonesien bis zu 900 Millionen Tonnen CO2 freigesetzt wurden. Das ist mehr als die gesamten CO2-Emissionen Deutschlands im selben Jahr – und entspricht etwa 16 Prozent aller Emissionen durch Entwaldung weltweit. “Unsere Arbeit unterstreicht einmal mehr, welch… Weiterlesen
Für Menschen und Menschenaffen: Gorilla-Heimat im Kongo aufgeforstet
Frankfurt a. M. 04.12.2007 – Trotz politischer Unruhen ist es dem WWF gelungen, rings um den Virunga Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo zehn Millionen Bäume zu pflanzen. Das Gebiet gilt als wichtiger Lebensraum der bedrohten Berggorillas und liegt in einer politisch instabilen Region, in der es häufig zu bewaffneten Konflikten kommt. Das 1987 begonnene Aufforstungsprojekt soll verhindern, dass die Menschen der umliegenden Dörfer im Nationalpark illegal Bäume schlagen. „Die WWF-Plantagen liegen wie Schutzgürtel um den Nationalpark“, erläutert WWF-Experte Stefan Ziegler. „Sie geben den Menschen Arbeit und das dringend benötigte Brennholz und sichern den Lebensraum der Menschenaffen.“ Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der EU fortgesetzt. In den nächsten fünf Jahren… Weiterlesen
Zum Tag der Tropenwälder am 14. September 2007
Frankfurt 13.09.2007 – Nirgendwo auf der Welt schreitet die Waldzerstörung so rasant voran wie in Asien. Allein in Indonesien fallen jährlich über zwei Millionen Hektar Wald den Kettensägen und Waldbränden zum Opfer. Immer häufiger muss der Regenwald Palmölplantagen weichen. „Falsch verstandener Klimaschutz heizt diesen Trend leider an“, sagt Markus Radday, Tropenwaldexperte des WWF Deutschland. Längst wandert der begehrte Rohstoff nicht mehr nur als Zutat in Süßspeisen und Waschmittel, sondern immer häufiger auch in die Tanks von Kraftwerken in aller Welt. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach dem begehrten Öl. Der Druck auf die Wälder nimmt dadurch weiter zu.
Auf den ersten Blick ist der Einsatz von Palmöl als Energieträger klimafreundlich, weil bei… Weiterlesen