
Eine Karte der Christmas Island Seamount Provinz. In gelb sind Arbeitsstationen der Expediton von 2008 eingezeichnet. Grafik: IFM-GEOMAR
Meistens wird die sogenannte Hotspot-Theorie zu Rate gezogen, wenn es um die Entstehung von Vulkaninseln wie Hawaii geht. Doch es gibt ozeanische Vulkane, die nicht in das Bild passen und bisher rätselhaft geblieben sind. Dazu gehören die erloschenen Unterwasservulkane rund um die Weihnachtsinsel im Indischen Ozean. Kieler Meeresforscher haben einen Teil des Rätsels gelüftet. Ihre Entdeckungen erscheinen in der aktuellen Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift „Nature Geoscience“.
Wie Perlen auf einer Schnur – so liegen Vulkaninseln oder Unterwasservulkane in den Ozeanen oft nebeneinander. Derartige Vulkanketten, wie beispielsweise das Hawaii Archipel, lassen sich mit dem sogenannten Hotspot-Modell erklären. An einem festen Ort, dem Hotspot,… Weiterlesen
30.10.2011: In Zentraltibet existiert eine eigene, relativ homogene tibetanische Platte mit etwa 100 Kilometern Mächtigkeit. Diese Platte wird von Süden nach Nordosten über die Eurasische Platte geschoben und drückt diese dabei bis zu 250 Kilometer tief in den Erdmantel hinein. Dieses neue Bild der plattentektonischen Kollision von Indien und Eurasien stellte ein Team von Wissenschaftlern des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Kooperation mit chinesischen, amerikanischen und englischen Wissenschaftlern in der aktuellen Ausgabe von „Nature Geosciences“ (Advance Online Publication on Nature Geoscience) vor.
Die indische tektonische Platte bewegt sich gegenwärtig mit einer Geschwindigkeit von etwa fünf Zentimetern pro Jahr nach Nordosten. „Bei ihrer Kollision mit Eurasien schiebt sie wie ein Bulldozer den Himalaya und das Hochland von Tibet auf, bohrt sich dabei… Weiterlesen
Am 20.02.2011 um 09:09 Uhr UTC ereignete sich ein Erdbeben im Golf von Aden. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 5,1 und wurden mit einer Bebentiefe von ca. 10,1 km angegeben.
Das Epizentrum lag ca. 230 km von Qalansiyah, Insel Sokotra, Jemen und ca. 285 km von Al Mukalla, Jemen und ca. 360 km von Xaafuun, Somalia entfernt. Bis nach Sanaa im Jemen waren es ca. 825 km.
Der Golf von Aden ist der trichterförmige Meeresgolf zwischen dem Horn von Afrika und der arabischen Halbinsel und damit zwischen Afrika und Asien.
Das Beben ereignete sich unmittelbar an einer Ridge, wo Kontinentalplatten aufeinandertreffen. In diesem Gebiet liegen die arabische Platte und die afrikanische Platte.
Zur Zeit liegen keine Berichte über Schäden… Weiterlesen
Als Alfred Wegener 1915 sein Buch „Die Entstehung der Kontinente und Ozeane“ veröffentlichte, zog er den Menschen im wahrsten Sinne des Wortes den Boden unter den Füßen weg. Denn er behauptete, dass die Erdoberfläche nicht starr und fest, sondern in Platten unterteilt und… Weiterlesen
Der komplizierte Bruchverlauf, den das Erdbeben in Concepción (Chile) vom 27. Februar 2010 nahm, war bis zu einem gewissen Grad vorhersehbar. GPS-Beobachtungen aus den Jahren vor dem Beben zeigten das Muster der Spannungen, die sich durch die Plattenbewegungen der letzten 175 Jahre in diesem Bereich angesammelt hatten. Die aus Beobachtungen abgeleitete Spannungsverteilung korreliert in hohem Maße mit der späteren Bruchverteilung. Durch das Beben wurde sehr wahrscheinlich alle Spannungen abgebaut, die sich seit dem letzten, von Charles Darwin beobachteten Beben in dieser Region im Jahre 1835 aufgestaut hatten. Das macht ein vergleichbares Starkbeben an dieser Stelle in naher Zukunft unwahrscheinlich. Dieses Ergebnis stellen Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ (Helmholtz-Gemeinschaft) in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature“ (09. 09. 2010) vor.
„Das… Weiterlesen
Um 05:00 Uhr UTC hat sich ca. 45 km westlich von PORT-AU-PRINCE auf Haiti erneut ein Erdbeben ereignet. Das Beben hatte diesmal eine Stärke von 4,6. Die Bebentiefe wurde mit 10 km angegeben.
Haiti befindet sich im westlichen Teil der Insel Hispaniola, einer der Großen Antillen Inseln, gelegen zwischen Puerto Rico und Kuba. Am 12.01.2010 haben Verschiebungen der karibischen Platte und der nordamerikischen Platte für Erdbeben starkem Ausmasses gesorgt. Das Erdbeben hatte eine Stärke von 7,0. Das Epizentrum lag ca. 15 km südwestlich von PORT-AU-PRINCE, Haiti und 40 km östlich von Les Cayes, Haiti entfernt. Die Bebentiefe wurde mit 10 km angegeben.
Mittlerweile sind laut Berichten 200.000 Todesopfer zu beklagen.
Die EPGFZ wird als möglicher Auslöser genannt. Die Enriquillo-Plantain Garden… Weiterlesen