(aid) 05.11.2008 – Sergio Cona betreibt ein Ein-Mann-Unternehmen. Er ist in der fünften Generation Fischer auf einer kleinen Insel im Indischen Ozean, nur einige Kilometer von der afrikanischen Küste entfernt. Nach seinem Auskommen befragt, schwärmt er über den Fischreichtum vor seiner Insel und verrät gleichzeitig das Geheimnis “seines” Bazaruto Archipels. Die den Inseln vorgelagerten Korallenriffe verhindern, dass sich die internationalen industriellen Fischfangflotten der Inselgruppe vor Mosambik nähern und ihm seine einzige Lebensgrundlage rauben. Während er und seine Kollegen mit Hilfe kleiner Netze hier und da Beute machen, pflügen die Industrieschiffe mit ihren Schleppnetzen den Meeresboden um und hinterlassen ökologische Wüsten.
Auf dem Kongress der IUNC-Weltnaturschutzunion in Barcelona Anfang Oktober warnten Experten erneut vor den Folgen der Überfischung der Weltmeere. Die… Weiterlesen
17. Juni 2008: Alfred-Wegener-Institut gründet internationales Netzwerk zur Erforschung und technischen Nutzung von Meeresorganismen
Am 18. und 19. Juni findet am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft das Gründungstreffen des virtuellen Helmholtz-Institutes PlanktonTech statt, zu dem 25 internationale Expertinnen und Experten in Bremerhaven erwartet werden. Das zunächst bis 2011 finanzierte Institut beschäftigt sich mit den Grundlagen und Prinzipien der Optimierung von Leichtbaustrukturen bei marinen Kleinstlebewesen, dem Plankton. Mit Hilfe neuester Methoden in der Mikroskopie und moderner Computertechnik sollen nicht nur die Entstehung und die Funktion dieser Strukturen erforscht werden, sondern auch deren Nutzen für Ressourcen sparende Leichtbauprodukte. Zu den Mitgliedern von PlanktonTech zählen neben dem Alfred-Wegener-Institut auch die Harvard University, die Rutgers University, die Universitäten Kiel und Freiburg,… Weiterlesen
Alfred-Wegener-Institut präsentiert neuartiges Gerät zur optischen Erfassung von Kleinstlebewesen im Meer
08.11.2007: Wissenschaftler am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft haben zusammen mit der Firma iSiTEC GmbH ein Gerät zur optischen Erfassung von Kleinstlebewesen im Meer entwickelt. Mit Hilfe von LOKI (Lightframe Onsight Keyspecies Investigation) können bis zu 0,2 Millimeter kleine Planktonorganismen im Wasser erkannt und gezählt werden. Die im Meer treibenden Kleinkrebse sind die Nahrungsgrundlage der meisten Fischarten und damit ein wichtiger Bestandteil des Nahrungsnetzes. Die Meeresbiologen können diese Planktonorganismen mit Hilfe von LOKI sehr viel effektiver und präziser untersuchen als dies bisher möglich war.
Die meisten Fischarten ernähren sich zumindest als Jungfische von im Wasser treibenden Kleinkrebsen. Dieses so genannte Zooplankton ist zwischen 0.2 und 50… Weiterlesen