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Plankton

Gashydrat-Schmelze verstärkt die Ozeanversauerung in der Arktis

Bereits seit einigen Jahren warnen Wissenschaftler davor, dass Methanhydrate, die als Eis im Meeresboden lagern, infolge der Erderwärmung „auftauen“. Dadurch gelange das starke Treibhausgas Methan in die Atmosphäre und treibe den Klimawandel weiter an. Forscher vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel haben jetzt den Effekt der Meeresströmungen auf die Erwärmung des Meeresbodens in der Arktis quantifiziert und seine Auswirkungen berechnet. In ihrer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ geben sie – bedingt – Entwarnung: „Unsere Berechnungen mit verschiedenen Computermodellen zeigen deutlich, dass dem Klima in den nächsten hundert Jahren keine zusätzliche Gefahr durch erhöhte Methanaustritte droht“, fasst der Hauptautor der Studie, Privatdozent Dr. Arne Biastoch, zusammen. „Die Gashydrate lösen sich mit einer zeitlichen Verzögerung auf, so dass eher… Weiterlesen

Info zur möglichen Kontamination von Fischen und Meerwasserpflanzen als Folge des Reaktorunglücks in Japan

Aufgrund der jüngsten Ereignisse in Japan muss – gegenüber gestern – von einer deutlich umfangreicheren Freisetzung radioaktiver Stoffe ausgegangen werden.

Bei einer Explosion am Morgen des 15. März (Ortszeit Japan) im Reaktorblock 2 des Kernkraftwerks Fukushima wurde nach japanischen Angaben der Reaktor selbst beschädigt. Laut Meldung der Internationalen Atomenergie Agentur (IAEA) kam es zu einem strukturellen Versagen des Kondensators im primären Kühlkreislauf. Daraufhin erhöhte sich die Ortsdosisleistung in der Umgebung des Kernkraftwerks kurzzeitig auf bis zu 12 Millisievert (mSv) pro Stunde. Im Vergleich dazu beträgt die jährliche mittlere Strahlendosis in der Bundesrepublik Deutschland 2,1 mSv.

Eine genaue Zusammensetzung der freigesetzten Radionuklidwolke ist nicht bekannt. Es ist aber zu vermuten, dass auch relativ leichtflüchtige Cäsium-Isotope (Cs-134, Halbwertszeit 2 Jahre und Cs-137,… Weiterlesen

Versauerung der Ozeane: Probenentnahmen werden untersucht

Nach über 30 Probentagen endet in Ny-Ålesund auf Spitzbergen eines der größten europäischen Experimente zu den Folgen der Ozeanversauerung. 35 Forscher aus 12  Nationen untersuchten unter der Leitung des Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) sechs Wochen lang, welche Auswirkungen steigende Kohlendioxidkonzentrationen auf die Lebensgemeinschaft im Meer haben. Prof. Dr. Ulf Riebesell, wissenschaftlicher Leiter der Studie, spricht von „einem „Riesensprung in der Erforschung der Ozeanversauerung“. Die neun für das Experiment genutzten Mesokosmen – die größten Reagenzgläser der Welt – werden im Juli 2010 vom Greenpeace-Schiff ESPERANZA nach Kiel zurück gebracht.

Die von Menschen verursachten Kohlendioxidemissionen führen nicht nur zu einer Erwärmung des globalen Klimas. Sie sorgen auch dafür, dass der pH-Wert des Meereswassers sinkt und die Ozeane versauern. „Dieses Phänomen, das wir… Weiterlesen

Vulkanasche verhilft Algen im Meer zum Blühen und kann CO2 binden

Wissenschaftler der Universität Hamburg belegen erstmals ozeanische Eisendüngung durch Vulkanasche

Welche Wirkung hat ein Vulkanausbruch auf das Klima? Bisher gingen Wissenschaftler/innen davon aus, dass Eruptionen mit hohem Schwefeldioxid-Anteil, die sehr weit in die Höhe reichen, die Bildung von Aerosolen hervorrufen. Diese Aerosolwolken können die Erde kühlen. Eine andere Wirkung – das Düngen von Ozeanalgen – haben jetzt Forscher/innen des Exzellenzclusters “Integrated Climate Analysis and Prediction” (CliSAP) der Universität Hamburg untersucht. Erste Ergebnisse erscheinen in den Fachmagazinen “Atmospheric Chemistry and Physics” und “Journal of Geophysical Research”.
“In weiten Teilen des Ozeans ist das Algenwachstum unter anderem durch das Fehlen von Eisen limitiert. Eisensalze in der Vulkanasche könnten das Plankton zum Blühen bringen – und dabei größere Mengen CO2 binden”, so Dr.… Weiterlesen

Versauerung des Meere beeinflusst ozeanische Nahrungskette

Seit 1800 haben die Weltmeere ein Drittel der anthropogenen CO2-Ausstöße absorbiert, wodurch die globale Erwärmung begrenzt werden konnte. Dadurch hat sich jedoch auch die chemische Zusammensetzung des Meerwassers verändert. Die Ablagerung von atmosphärischem Kohlendioxid in den Tiefen des Meeres hatte u.a. die Versauerung der Ozeane zur Folge. Bleiben die CO2-Emissionen auf dem aktuellen Niveau, wird der durchschnittliche pH-Wert der Weltmeere um 0,4 pH-Einheiten abnehmen. Dies würde einer Verdreifachung des Säuregehalts der Meere entsprechen.

Die LOV-Forscher um Jean-Pierre Gattuso untersuchten die Auswirkungen einer derartigen Abnahme der pH-Werte auf zwei wichtige Bewohner des arktischen Meeresökosystems: der Pteropode (planktonische Meeresschnecke) und die Lophelia pertusa (Kaltwasserkoralle). Die planktonische Meeresschnecke ist ein wichtiger Bestandteil der ozeanischen Nahrungskette, da sie zu den Lieblingsspeisen von Zooplankton, Heringen,… Weiterlesen

Pyrosoma atlanticum – Quallenartige Meeresbewohner sind wichtige Kohlenstoff – Transporter

13.05.2009 -  Sie sind schnell und effektiv und, wenn sie Kohlenstoff auf den Meeresboden transportieren – tot. Biogeochemiker des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) und des National Oceanography Centre Southampton (NOCS) staunen, wie viel Kohlenstoff abgestorbene Exemplare von Pyrosoma atlanticum mit in die Tiefe nehmen. In der Mai-Ausgabe der internationalen Fachzeitschrift Limnology and Oceanography berichten sie, dass solch quallenartiges Zooplankton wesentlich mehr Kohlenstoff zum Meeresboden transportieren könnte als pflanzliches Plankton oder andere quallenartige Organismen.

Die Pyrosoma atlanticum sind halb-transparente, wurstförmige Meereslebewesen in Daumengröße. Sie gehören zur Gruppe der Thaliacean und bestehen wie Quallen aus Gallertmasse. Sie treten in Millionenschwärmen auf, sterben zu Millionen und rieseln dann auf den Meeresgrund. Auf diese Weise könnten sie jährlich Tonnen von Kohlenstoff von der… Weiterlesen

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