Die Häufigkeit von Asthma im Kindesalter nimmt europaweit zu. Aber es gibt Ausnahmen: Verschiedene Studien zeigten in den letzten Jahren, dass Bauernkinder deutlich seltener unter Asthma leiden als andere Kinder. Den Grund dafür deckte nun ein internationales Wissenschaftlerteam um die Mediziner Dr. Markus Ege und Professor Erika von Mutius vom Dr. von Haunerschen Kinderspital (Klinikum der Universität München) mithilfe epidemiologischer Studien auf: Das niedrigere Asthmarisiko von Bauernkindern kann zu einem großen Teil durch die höhere Vielfalt an Umweltmikroorganismen erklärt werden, denen diese Kinder ausgesetzt sind.
Welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen ist zwar noch unklar, aber die Forscher haben bereits einige Keime identifiziert, die für das geringere Asthmarisiko verantwortlich sein könnten. Dieses Ergebnis könnte auch für die Vorbeugung von Asthma… Weiterlesen
Pilze vermehren und verbreiten sich durch Sporen und durch Ausbreitung ihres Myzel. Ohne Pilze geht in Wald und Wiese gar nichts. Das betrifft allerdings nicht nur die essbaren Vertreter dieser Zunft. Der sichtbare Fruchtkörper macht ohnehin nur einen Bruchteil eines Pilzes aus. Der Rest besteht aus feinen Fädchen oder Hyphen, die zur Nährstoffversorgung die belebte und unbelebte Umwelt durchsetzen. Schlimmstenfalls kommt es so zu Pilzerkrankungen. Aber gerade im Boden tragen Pilze auch dazu bei, dass überhaupt etwas wächst. Sie bilden ein dichtes Netz aus Hyphen um die Wurzelhärchen vieler Pflanzen, die Mykorrhiza. Sie versorgen die Pflanzen mit raren Nährstoffen wie Stickstoff oder Phosphor und erhalten von ihnen dafür Kohlenhydrate. Die Wechselwirkungen der Mykorrhiza-Pilzarten mit der Pflanzenwelt sind bisher noch nicht… Weiterlesen
Die WHO veröffentlicht heute ihre ersten Leitlinien zur Raumluftqualität, die sich konkret mit dem Thema Feuchtigkeit und Schimmel befassen . Diese Leitlinien sind das Ergebnis einer eingehenden zweijährigen Prüfung des aktuellen Wissensstands durch 36 führende Sachverständige aus aller Welt unter der Federführung des WHO-Regionalbüros für Europa. Die Autoren kamen zu dem Schluss, dass Menschen, die sich in feuchten oder von Schimmel befallenen öffentlichen wie privaten Gebäuden aufhalten, ein um bis zu 75% höheres Risiko tragen, an Atemwegsbeschwerden und Asthma zu leiden. In den Leitlinien wird die Verhütung oder Behebung von Feuchtigkeits- und Schimmelproblemen empfohlen, um Schäden an der Gesundheit wesentlich zu reduzieren.
„Da die Menschen einen Großteil ihres Alltags zu Hause, in Büros, Schulen, Gesundheitseinrichtungen oder anderen Gebäuden verbringen, ist… Weiterlesen
Die Menge und Artenvielfalt an Pilzsporen in der Luft ist wesentlich höher als bisher angenommen. Dies haben Wissenschaftler des Max-Planck-Institut für Chemie und des Geocycles-Programms der Universität in Mainz festgestellt. Mittels DNA-Analyse identifizierten sie mehrere 100 Pilzarten in der Luft. In jedem Kubikmeter Luft schweben zwischen 1000 und 10000 Pilzsporen. Diese erste systematische Studie über Pilz-Erbgut in der Luft zeigt, dass die Vielfalt der Pilze, die Allergien auslösen, Pflanzen schädigen und Krankheiten erregen können, größer ist als bisherige Untersuchungen zugrunde legten. (PNAS, 13. Juli 2009) Die neue Methode birgt große Möglichkeiten für die Charakterisierung von luftgetragenen biologischen Schwebteilchen. Diese sind nicht nur relevant in der Landwirtschaft, beispielsweise für die Überwachung von genmodifizierten Pflanzen, sondern auch für die Medizin und die… Weiterlesen
(aid) 07.11.2007 – Nicht nur direkt auf Nutzpflanzen, sondern auch auf Nutztiere, Bodenlebewesen oder Pflanzenschädlinge und Nützlinge wird sich der erwartete Klimawandel auswirken. Welche Folgen eintreten können, erläuterte Professor Hans Weigel von der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, Braunschweig-Völkenrode, anlässlich des Nord LB-Forums am 30. Oktober 2007 in Magdeburg. Bei der Tierhaltung auf Grünland kann man in Deutschland zunächst von einer Verlängerung der Vegetationsperiode und einer erhöhten Flächenproduktivität ausgehen. Allerdings dürften niedrigere Proteingehalte, vermehrte Probleme beim Weidegang (Niederschläge) und bei der Tierhygiene auftreten. Insgesamt wird der Kühlungsbedarf der Tiere steigen. Im Boden ist nicht nur mit einer verstärkten Stickstoff-Freisetzung (N2O) zu rechnen, sondern auch mit einer Abnahme der organischen Substanz und der Humusgehalte. Im Bereich der Pflanzenkrankheiten und -schädlinge ist die Zahl… Weiterlesen