Bei der Erzeugung von Zierpflanzen im Gartenbau zählt der Einsatz von Wachstumshemmern zu den Standardmaßnahmen. Denn kleine, kompakte Pflanzen erhöhen die Flächenproduktivität unter Glas und senken die Transportkosten. Da immer mehr chemische Stauchemittel ihre Zulassung verlieren und Verbraucher auch bei Pflanzen verstärkt auf eine nachhaltige Produktion achten, werden alternative Verfahren dringend gesucht. Wissenschaftler aus dem Fachbereich Gartenbau der Humboldt-Universität (HU) Berlin sind bei dieser Suche möglicherweise fündig geworden.
Bei ersten Tests an Pelargonien, Cosmea, Fuchsien und anderen beliebten Zierpflanzen konnte durch leichte Vibrationen das Längenwachstum bei allen Pflanzen verringert werden. Um die bisher noch nicht statistisch abgesicherten Effekte zu prüfen und das System weiter zu optimieren, ist nun an der HU ein dreijähriges Forschungsprojekt im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau… Weiterlesen
Das Prinzip der Fotosynthese lernt heute bereits jedes Schulkind: Grüne Pflanzen nutzen die Energie des Sonnenlichts, um Kohlendioxid in Zucker zu verwandeln. Gleichzeitig entsteht dabei Sauerstoff. Doch was als allgemein gesichert in den Lehrbüchern steht, wirft für die Wissenschaft noch viele Fragen auf. „Wir verstehen noch nicht einmal ansatzweise, wie es den Pflanzen überhaupt möglich ist, so effizient Fotosynthese zu betreiben“, sagt PD Dr. Thomas Pfannschmidt von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Denn: Für die meisten Pflanzen sind die Lichtverhältnisse in der Regel keineswegs optimal. „Jeder, der schon einmal im Spätsommer durch ein Maisfeld gegangen ist, weiß, zwischen den einzelnen Pflanzen ist es dunkel“, so der Pflanzenphysiologe Pfannschmidt. „Das wenige Licht, das bei den unteren Blättern der Maispflanzen Weiterlesen
Dass Wurzeln den Boden in ihrer nächsten Umgebung verändern, ist lange bekannt. Hier leben andere Mikroorganismen und auch die chemische Zusammensetzung ist anders als in größerer Entfernung von der Wurzel. Nun entdeckte ein internationales Forschungsteam, an dem auch Prof. Dr. Sascha Oswald von der Universität Potsdam beteiligt ist, dass der Boden in der Nähe der Wurzel auch mehr Wasser enthält. Bisherige Vorstellungen gingen davon aus, dass es dort weniger Wasser geben müsste, weil die Pflanze dem Boden das Wasser entzieht. Offenbar legen sich die Pflanzen aber einen kleinen Wasserspeicher an, der ihnen über kürzere Trockenperioden hinweghelfen kann. Diese Erkenntnisse könnten langfristig bei der Zucht von solchen Pflanzen nützlich sein, die besser mit Trockenheitsperioden zurechtkommen oder die Entwicklung von effizienten Bewässerungssystemen… Weiterlesen
Mehr Bewusstsein für wertvollen Lebensraum schaffen
Das Jahr 2011 wird von den Vereinten Nationen zum Internationalen Jahr der Wälder erklärt. Sie wollen damit das Bewusstsein und das Wissen um die Bedeutung und die nachhaltige Nutzung und Entwicklung der Wälder fördern. Wald ist natürlicher Vermögenswert für den Waldbesitzer genauso wie Arbeitsplatz für Waldarbeiter und Forstunternehmen, Rohstoffquelle für die Wirtschaft genauso wie Quelle sauberen Wassers und sauberer Luft für die Bevölkerung, und natürlich auch ein riesiger und bedeutender Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Die nachhaltige Waldwirtschaft ist Vorbild für einen zukunftsfähigen, verantwortungsbewussten und wirtschaftlich erfolgreichen Umgang mit der Umwelt, und das mit einer realen, natürlichen “Verzinsung” durch das Wachstum der Bäume. Wo sonst wird ein nachwachsender, sich selbst immer neu erzeugender Rohstoff… Weiterlesen
Auf der Erde wurzeln Pflanzen nach unten. Doch was ist, wenn es ohne Schwerkraft kein „Oben“ oder „Unten“ für die Wurzeln gibt? Prof. Günther Scherer vom Institut für Zierpflanzen und Gehölzwissenschaften der Leibniz Universität Hannover geht in seinem Forschungsprojekt gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Hannover und Freiburg dieser Frage nach. Das Projekt wurde mit rund 350.000 Euro durch die Deutsche Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt und das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie bewilligt. Projektpartner ist auf der wissenschaftlichen Seite Prof. Klaus Palme, Universität Freiburg.
Ein Shuttle der US-Raumfahrtorganisation NASA startete im März mit zwei genetisch verschiedenen Pflanzensamen zum BIOLAB im Weltraum. Dort wurden die Samen von Arabidopsis-Wildpflanzen aus der Familie der Kreuzblütler und einer Mutante in metallene Experimentcontainer gepflanzt,… Weiterlesen
Gießener Forscher publizieren Ergebnisse der Freilandversuche mit genetisch veränderter Gerste in “PNAS” – Genveränderungen mit neuem Verfahren nachgewiesen – Biologische Sicherheit im Fokus
Trotz mehrfacher Feldzerstörungen haben sich die Freilandversuche der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) mit genetisch veränderter Gerste gelohnt: Die Ergebnisse der von Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel (Institut für Phytopathologie und Angewandte Zoologie) geleiteten Versuche konnten jetzt in der renommierten US-amerikanischen Fachzeitschrift “PNAS” (Proceedings of the National Academy of Sciences) veröffentlicht werden.
Wichtiges Ergebnis der Studie, die in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Universität Erlangen-Nürnberg (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Uwe Sonnewald) und der Washington State University durchgeführt wurde: Klassische Züchtung verändert Pflanzen sehr viel stärker, als es der biotechnologische Zusatz einzelner Gene vermag. Ziel des Projekts im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung… Weiterlesen