Offenbach, 12. August 2010 – Die außergewöhnliche Flutkatastrophe in Pakistan im Sommer 2010 ist die Folge einer Klimaanomalie über dem südlichen Pazifik. Das ‚La Niña’ genannte Ereignis verstärkte den Monsun im Juli deutlich. So drang der regenreiche Wind ungewöhnlich weit nordwestwärts nach Pakistan vor. Die Folgen waren dramatisch: An mehreren Tagen wurden großflächig an vielen Wetterstationen in Pakistan Niederschläge von bis zu 280 Litern pro Quadratmeter (l/m2) gemessen. Das entspricht ungefähr der mittleren Menge, die in Deutschland in einem ganzen Sommer fällt. Im ganzen Juli 2010 fielen in Pakistan zum Teil mehr als 550 l/m2 – drei bis zehn Mal soviel wie in einem typischen Juli dort. In Peschawar gab es mit mehr als 400 l/m2 Niederschlag einen Rekord seit… Weiterlesen
Islamabad (Pakistan), 11.08.2010 – Die Jahrhundertflut in Pakistan, die durch die vor zwei Wochen einsetzenden ungewohnt heftigen Monsunregenfälle ausgelöst wurde, bedroht das Leben von Millionen von Pakistanern. Die Anzahl der bisherigen Todesopfer wird auf 1.800 geschätzt.
Von Überschwemmungen betroffen ist besonders der Nordwesten des Landes, aber auch die Provinzen Sindh und Punjab. Zahlreiche Straßen und Brücken sind zerstört. Manche Dörfer sind von Hilfe abgeschnitten, und Lebensmittel werden knapp.
Die Vereinten Nationen haben heute den größten Spendenaufruf ihrer Geschichte gestartet. Laut UN-Generalsekretär Ban Ki-moon werden mehrere 100 Millionen Dollar benötigt. Insgesamt sind 14 Millionen Pakistaner direkt oder indirekt von der Flut betroffen, davon sechs Millionen Kinder, die durch Infektionskrankheiten schnell in Lebensgefahr geraten können.
Quelle: Wikinews
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Das Ausmaß der verheerenden Überschwemmungen in Pakistan könnte nach Einschätzung der Vereinten Nationen andere große Naturkatastrophen der letzten Jahre noch in den Schatten stellen. Die Zahl der von der Flutkatastrophe betroffenen Pakistaner könnte den UN zufolge die Summe der Betroffenen des Erdbebens in Haiti im Januar dieses Jahres, des Tsunamis im Indischen Ozean im Jahr 2004 und des Erdbebens in Kaschmir im Jahr 2005 übertreffen.
Bislang seien schätzungsweise 13,8 Millionen Menschen von dem Unwetter in Pakistan betroffen, erklärte ein UN-Sprecher am Montag. Dies seien über zwei Millionen mehr als die Summe der Betroffenen der drei anderen Katastrophen.
Quelle: RP-Online
Ein Erdbeben hat das Gebiet westlich vor der Stadt Dera Ghazi Khan in Pakistan am 01.04.2010 um UTC 14:07 (07:07 Uhr Ortszeit) erschüttert. Das Beben hatte eine Stärke von 5,0 und die Bebentiefe betrug ca. 35 km. Das Erdbeben ereignete sich in der Nähe einer Subduktionszone.
Das Epizentrum lag ca. 100 km von Dera Ghazi Khan (Pakistan) und ca. 195 km von Multan (Pakistan) entfernt. Bis zur Hauptstadt Islamabad waren es ca. 515 km.
Es liegen zur Zeit keine Berichte über Verletzte oder Schäden vor.
Quelle: USGS, Iris.edu
Pakistans Gesundheitsminister Ijaz Jakarani meldet eine erste Schweinegrippe Erkrankung im Land. Es wurden 25 Verdachtsfälle untersucht, bei einer Person waren die Tests positiv.
Derweil meldet Indien einen 7. Schweinegrippe Todesfall. Es handelt sich um einen 35- jährigen Apotheker, der im Sassoon Krankenhaus in Pune verstarb. Er ist das vierte Todesopfer in Pune. Die Behörden in Pune haben beschlossen, Schulen, Kinos und Märkte für 3-7 Tage zu schließen um die Seuche einzudämmen. Neben den Schließungen in Pune sind in weiteren indischen Städten einzelne Schulen geschlossen worden.
In Australien stieg die Anzahl der Todesopfer von 85 auf 92 an.
Quellen: The Economic Times, Xinhua, Expressbuzz