Gelatoren auf der Basis natürlicher Zuckerverbindungen binden Öl auf Wasseroberflächen
Unsere Umwelt hat schon oft unter den katastrophalen Folgen einer Ölpest gelitten, jüngstes Beispiel ist der Austritt von Öl im Golf von Mexiko. Entsprechend dringend ist die Suche nach Möglichkeiten, Öl aus verseuchten Gewässern zu entfernen. Amerikanische Wissenschaftler um George John haben nun ein neuartiges Geliermittel entwickelt, das Öl zu einem Gel verfestigt, aus dem es später leicht wieder zurückgewonnen werden kann. Wie die Wissenschaftler vom City College of New York und der University of Maryland in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, basiert ihr Gelator auf natürlichen Zuckerverbindungen.
Alle bisher entwickelten Substanzen, die ausgelaufenes Öl selektiv aus Wasser herausholen und einschließen sollen, haben mit verschiedenen Nachteilen und Problemen zu kämpfen.… Weiterlesen
Beim Test einer neuen Abdichtvorrichtung ist es dem Ölkonzern BP am Donnerstagabend gelungen, erstmals seit April den Ölfluss aus dem defekten Bohrloch im Golf von Mexiko zu stoppen. Die Abdichtkappe sei über dem Förderloch angebracht worden, woraufhin alle Ventile geschlossen worden seien, teilte der Konzern mit. Der Ölfluss ins Meer sei damit erstmals seit der Explosion der Förderplattform “Deepwater Horizon” unterbrochen worden, mit der die bislang größte Ölpest in der US-Geschichte am 20. April begonnen hatte.
Quelle: RP-Online
Die bisherigen Ansätze die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko einzudämmen, sind gescheitert. Noch immer sprudelt ein schwarzer, schlammiger Ölschwall aus dem Leck, das durch die Explosionskatastrophe am 20. April auf der Ölplattform Deepwater Horizon entstand. Im Kampf gegen die Ölpest sind neue Ideen gefragt. Auch an der TU Wien macht man sich Gedanken darüber, wie man die Katastrophe nun abmildern könnte. Prof. Thomas Angeli vom Institut für Konstruktionswissenschaften und Technische Logistik denkt, dass mit einem speziell entwickelten Verschlusssystem Hoffnung bestünde, das Rohr abzudichten.
BP hat mittlerweile eine eigene Website eingerichtet, über die neue Vorschläge zur Schließung des Lecks eingeschickt werden können. Allerdings ist es für Technikerinnen und Techniker schwer, an neuen Lösungen zu arbeiten, wenn ihnen wichtige Daten, die man… Weiterlesen
Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko findet kein Ende – und das kann auch noch vier weitere Jahre so bleiben. BP-Boss Tony Hayward gab erstmals offiziell an, wie viel Öl man im lecken „Macondo“-Ölfeld vermutet: mehr als sieben Milliarden Liter. Bisher seien erst drei bis sechs Prozent ausgelaufen.^Angesichts der Ausströmung werde es zwei bis vier Jahre dauern, bis das Feld leer sei. Derzeit treten geschätzt fünf bis acht Millionen Liter am Tag aus, wovon laut Hayward und diversen Experten ein am Leck in ca. 1600 Meter Tiefe angebrachter Trichter 2,5 bis drei Mio. Liter am Tag absauge.
Quelle: RP-Online
Bei einem Treffen mit US-Präsident Barack Obama im Weißen Haus hat die Führung des Ölkonzerns BP erhebliche finanzielle Zusagen an Leidtragende der Ölpest im Golf von Mexiko gemacht. Der britische Konzern werde 20 Milliarden Dollar in einen unabhängigen Treuhandfonds einzahlen, aus dem Entschädigungsforderungen von Bürgern und Unternehmen beglichen werden sollen, sagte Obama am Mittwoch in Washington. Ein weiterer Fonds über 100 Millionen Dollar soll Verdienstausfälle von Ölarbeitern im Golf von Mexiko ausgleichen, die wegen des derzeitigen Bohrmoratoriums in der Region ihren Erwerb verloren haben. BP-Aufsichtsratschef Carl-Henric Svanberg kündigte nach dem Treffen mit Obama an, sein Konzern werde in diesem Jahr keine Dividenden mehr auszahlen.
Quelle: RP-ONLINE

Ausbreitung eines passiven Farbstoffs, der an der Stelle des Öllecks über die oberen 20 Meter Tiefe ausgebracht wurde, in einem Ozeanmodell. Die Farbschattierung spiegelt die Abschwächung der Konzentration wider. Quelle: NCAR.
Derzeitige Modell – Rechnungen mit einem hochauflösenden Ozeanmodell zeigen, dass sich das zur Zeit im Golf von Mexiko entweichende Öl über den Golfstrom innerhalb weniger Monate bis weit in den Atlantik ausbreiten könnte. Initiatoren der Studie sind Wissenschaftler vom National Center for Atmospheric Research (NCAR) in Boulder, USA und vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel.
Die Rechnungen wurden am Los Alamos National Laboratory (LANL), USA durchgeführt.
An Floridas Ostküste ist die Welt derzeit noch in Ordnung. Sommerwetter, angenehme Wassertemperaturen und weiße Strände lassen nicht ahnen, dass es mit… Weiterlesen