
Korallenriffe vor der Küste Hainans. Algen überwuchern und Sedimente bedecken die Korallen. Foto: U. Krumme, ZMT
Das global am meisten von tropischen Stürmen heimgesuchte Meeresgebiet liegt vor der Küste Südchinas mit der Insel Hainan. Im Jahre 2008 traf der Wirbelsturm Kammuri auf Hainan. Forscher des ZMT und ihre chinesischen Partner untersuchten die Auswirkungen des Taifun auf die Küstenökosysteme der Insel unmittelbar nach dessen Auftreffen.
2005 richtete Hurrikan Katrina an der Golfküste der USA enorme Schäden an und forderte viele hundert Menschenleben. Das Ereignis verdeutlichte, welche Zerstörungskraft in einem tropischen Wirbelsturm steckt. Das weltweit am häufigsten von tropischen Stürmen heimgesuchte Meeresgebiet liegt vor der Küste Südchinas mit der Insel Hainan. Die Region wird im Schnitt achtmal jährlich von Taifunen heimgesucht. Im… Weiterlesen
Wie könnte ein tropisches Küstenökosystem dort aussehen, wo Korallenriffe nicht überlebt haben? Bei zwei Schiffsexpeditionen an die nordafrikanische Westküste – in 2006/7 mit dem Forschungsschiff Poseidon und in 2011 mit FS Maria S. Merian – bekamen Hildegard Westphal, Direktorin am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie und ihr Team einen Einblick in dieses Szenario.
Die Expeditionen steuerten die nordmauretanische Küste an. Hier, im Golfe d´Arguin, erweitert sich der schmale Kontinentalschelf der nordwestafrikanischen Küste und es entsteht eine Flachwasserzone von bis zu 150 km Breite. Sie ist im Tropengürtel gelegen, steht jedoch unter dem Einfluss eines Auftriebsgebietes. Ablandige Passatwinde drücken das Oberflächenwasser von der Küste weg auf den offenen Ozean. Dadurch strömt kaltes und sehr nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe nach. Auf dem flachen Schelf kann es sich auf bis zu 25 Grad erwärmen. Weiterlesen
Tropische Korallenriffe kommen in sehr nährstoffarmem und klarem Meerwasser vor. Dennoch gehören sie zu den artenreichsten Ökosystemen unserer Erde. Riffe sind Selbstversorger und beherbergen ein fein ausgewogenes Netz aus Nahrungsbeziehungen, in dem jeder Riffbewohner seine Funktion hat. Ein wesentliches Glied in diesem Netz ist unsichtbar und daher in der Riffforschung lange vernachlässigt worden: die Mikroorganismen. Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen und ihre Kollegen vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie sind der Rolle der Mikroorganismen in den Sedimenten für die Stoffkreisläufe im Riff auf der Spur. Weiterlesen
Eine Erderwärmung um nur 1,5 Grad Celsius hätte bereits Folgen für Jahrhunderte. Die Ozeane speichern die höheren Temperaturen länger als bislang gedacht, weil der normale Wärmeaustausch gestört wird, fanden Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) heraus. Wärme in tieferen Wasserschichten wird hierbei durch eine Abkühlung der obersten Wasserschichten gleichsam gefangen gehalten, heißt es in der Studie, die demnächst in der Zeitschrift Earth System Dynamics veröffentlicht wird. Selbst wenn es gelingen sollte, den Planeten wieder abzukühlen, indem man Kohlendioxid aus der Atmosphäre extrahiert, würde diese Abkühlung daher rund zehnmal länger dauern als zuvor das Aufheizen durch Treibhausgase, so die Berechnungen. Folge wäre, dass der globale Meerespiegel trotz der Abkühlung der Erdoberfläche noch für weitere 200 Jahre anstiege.
Beim Klimagipfel im mexikanischen… Weiterlesen
In diesen Tagen findet in Mexiko die Klimakonferenz der Vereinten Nationen statt, im Oktober 2010 ging in Japan die UN-Konferenz zur Biodiversität zu Ende. Beide Themen sind inhaltlich eng verwoben. Diese Verzahnung betont auch der aktuelle Jahresreport der Weltbank 2010: Es müsse vor allem eine Veränderung in den Prioritäten sowie ein aktives und angepasstes Management geben, um die Artenvielfalt unter veränderten Klimabedingungen zu erhalten. Ein umfangreicher Wissensaustausch, das Lernen von Best-Practice-Beispielen sowie Bildung sei dazu notwendig. Über die Ausweitung von Naturschutzgebieten hinaus gehe es um flexible Strategien, die die Interessen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen berücksichtigen. Eine breite Vielfalt von Organisationen, Eigentümern, Managern und Interessenvertretern sollten in Management-Partnerschaften zusammenarbeiten. Zudem könnten ein Belohnungssystem und Ausgleichszahlungen für die Erhaltung von Arten notwendig sein,… Weiterlesen
Rostock, 6. September 2010 – „Der Klimawandel ist eine Tatsache. Wir müssen lernen, mit den Konsequenzen der Klimaänderung zu leben und uns frühzeitig anzupassen.“ Das erklärte Prof. Dr. Gerhard Adrian, Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), anlässlich eines internationalen Workshops in Rostock zur Überwachung des Klimas durch Satelliten. Mit Hilfe von Satelliten ist es möglich, umfassende Fakten zum Klima und zum Klimawandel auf der Erde zu gewinnen. Seit März 2007 leitet der DWD im Auftrag von Eumetsat, der europäischen Organisation für den Betrieb von Wettersatelliten, ein Klima-SAF genanntes internationales Programm, das sich ganz auf die Überwachung des Klimas durch Satelliten konzentriert.
Klimafakten verbessern Akzeptanz von Anpassungsmaßnahmen
Auswertungen des DWD zeigen, dass die Jahresdurchschnittstemperatur in Deutschland von 1880 bis heute bereits um… Weiterlesen