Potsdam – Im ganzen Land sind die Wasserstände hoch. Während an den Lausitzer Flüssen die Lage angespannt bleibt, bei leicht sinkenden Pegeln aber stabil ist, steigen Elbe und Havel weiter deutlich an.
Am Lausitzer Brennpunkt Schwarze Elster hat der Hochwasserscheitel Bad Liebenwerda und Herzberg passiert. Am Pegel Herzberg lag der Wasserstand mit 3,49 Metern nur um 15 Zentimeter unter dem historischen Höchststand vom Oktober 2010. Seit heute morgen geht das Wasser langsam zurück – in Herzberg noch oberhalb der Alarmstufe 4. Der Pegel Liebenwerda hat den Wert der höchsten Alarmstufe bereits unterschritten.
Die Elbwasserstände im Raum Mühlberg haben den Richtwert der Alarmstufe 3 erreicht und steigen nur noch langsam. Auch die Pegel an der Oder steigen aufgrund der Zuflüsse aus… Weiterlesen
Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) hat sich vor Ort über die Situation an Neiße, Spree und Schwarzer Elster informiert und mit Landräten und Bürgermeistern die notwendigen Maßnahmen erörtert. “Die Pegel werden voraussichtlich nicht weiter steigen, aber der Druck auf die Deiche ist enorm und wird noch einige Tage andauern. Jetzt kommt es darauf an, dass die Deiche halten”, sagte Tack. Die Ministerin wird die aktuellen Hochwasserereignisse in Brandenburg auf der nächsten Umweltministerkonferenz Mitte November in Dresden thematisieren.
In Südbrandenburg ist die Hochwassersituation noch immer sehr angespannt. Schwerpunkt ist der Flusslauf der Schwarzen Elster, wo historisch hohe Wasserstände gemessen werden. Der Scheitel wird noch etwa zwei Tage anhalten.
Die durchweichten Deiche weisen Sickerstellen auf und werden zum Teil überströmt. Der Hochwasserscheitel… Weiterlesen
Umweltstaatssekretär Heinrich-Daniel Rühmkorf unterrichtete heute das Kabinett über die aktuelle Hochwassersituation im Süden Brandenburgs. Nachdem in Sachsen nach starken anhaltenden Regenfällen am Wochenende mehrere Ortschaften und weite Landstriche überflutet worden sind, trifft die Hochwasserwelle in Brandenburg ein. Brandenburgs Umweltministerin Anita Tack (Linke) wird ihren Urlaub unterbrechen, um sich morgen über die Situation vor Ort zu informieren.
Durch eine Vb-Wetterlage ist es seit Samstag (25. September 2010) zu flächendeckenden Regenfällen mit einer Gesamtniederschlagsmenge von teilweise über 100 Litern/Quadratmeter in der sächsischen und brandenburgischen Lausitz gekommen. Diese Situation führte zu Überflutungen großer land- und forstwirtschaftlicher Flächen in Sachsen und Südbrandenburg und verstärkt zu Kellerwasserschäden in mehren Ortschaften. Nachdem für die Flüsse Spree, Schwarze Elster und Lausitzer Neiße auf sächsischem Gebiet bereits am… Weiterlesen
Bei der Hochwasserlage im Landkreis Görlitz deutete sich keine Entspannung an. Entgegen vorherigen Voraussagen hat sich das Niederschlagsgebiet ausgeweitet. Bis in den Mittwoch hinein muss mit Niederschlagsmengen zwischen 50 bis 80 Millimeter pro Quadratmeter, stellenweise sogar bis 100 mm, gerechnet werden. Das gab der am Mittag eingerichtete Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) im Landkreis Görlitz in den späten Nachmittagstunden am Montag bekannt.
Im Unterschied zum Augusthochwasser sind dieses Mal vor allem Orte im Binnenland betroffen. Kleine Bäche und Gräben können das Wasser nicht mehr aufnehmen. Das Wasser auf Feldern und Wiesen läuft nicht mehr ab, da der Boden keine Feuchtigkeit mehr aufnehmen kann. Städte und Gemeinden sind alle informiert und stehen mit dem SAE in Verbindung. In vielen Orten sind… Weiterlesen
Potsdam – Die Hochwasserlage an Neiße und Spree beginnt sich in Teilen der betroffenen Region zu entspannen. In der Nacht zum Mittwoch blieb die Lage an den Deichen von Neiße und Spree weiterhin stabil. Dies teilte das Innenministerium heute in Potsdam mit. Die Deiche werden aber weiter beobachtet, um auftretende Sickerstellen sofort schließen zu können. Auch Deichläufer sind weiter im Einsatz. Einzelne Straßen blieben zunächst noch wegen Überflutung weiter gesperrt. Die Pegelstände der Neiße sowie der Spree bei Spremberg sanken weiter. In Cottbus erhöhte sich der Pegelstand durch das Ablassen von Wasser aus der Talsperre Spremberg, ohne dass jedoch bis zum frühen Morgen der Richtwert der untersten Alarmstufe 1 erreicht wurde. Die Talsperre war am Dienstag als Hochwasserpuffer in Betrieb… Weiterlesen
Potsdam – Die Hochwasserlage an Spree und Neiße bleibt weiterhin angespannt. Insgesamt befanden sich am Montag und Dienstag in Cottbus und dem Landkreis Spree-Neiße rund 700 Kräfte im Einsatz zur Hochwasserabwehr, darunter mehr als 400 Feuerwehrleute. Zur Unterstützung der Hochwasserbekämpfung wurden dem Landkreis Spree-Neiße und der Stadt Cottbus aus dem Landeskatastrophenschutzlager Beeskow bislang 400.000 Sandsäcke, mehrere Sandsackabfüllmaschinen und weiteres Material zur Verfügung gestellt. Der Landkreis Dahme-Spreewald erhält am (heutigen) Dienstag 40.000 Sandsäcke und eine Sandsackfüllmaschine.
Die Einwohner von Klein Bademeusel (Spree-Neiße) können voraussichtlich im Verlaufe des Dienstag in ihre Wohnungen zurückkehren. Eine entsprechende Entscheidung ist derzeit (Stand: 9.30 Uhr) aber noch nicht gefallen, der Landkreis beobachtet die Lageentwicklung vor Ort derzeit intensiv. Der zuständige Landrat Harald Altekrüger (CDU) hatte die… Weiterlesen