(aid) 09.01.2008 – “Bigger stocks mean bigger bucks” – Größere (Fisch)-Bestände bringen mehr Geld. Diese knappe Formel könnte für eine entscheidende Trendwende in der nachhaltigen Fischerei sorgen. Sie stammt von einem Team von Wirtschaftsforschern der Australian National University, die in einer umfangreichen Studie die Einnahmesituation der Fischer in Relation zu den Fischbeständen untersucht haben. Ihre Empfehlung: Den Beständen der wirtschaftlich wichtigsten Fischarten sollte Zeit zur Erholung gegeben werden. Das Geld, das den Fischern dadurch entgeht, wird durch deutlich höhere Gewinnspannen beim Fang der erholten Bestände mehr als wett gemacht. Die Wirtschaftsexperten begründen diese Prognose mit dem so genannten “stock effect”. Wenn mehr Fische verfügbar sind, sinkt der Aufwand für den Fang. Die Fischer verbrauchen weniger Treibstoff und müssen nicht mehr… Weiterlesen
WWF: Großer Teil der atlantischen Korallen bedroht. 500.000 Quadratkilometer geschützt.
2008 ist das internationale Jahr des Riffs
Hamburg 28.12.2007 – Zum Internationalen Jahr des Riffes 2008 warnt der WWF vor der Zerstörung der Kaltwasser-Korallenriffe im Nordostatlantik. Wegen ihres Fischreichtums werden die Tiefsee-Riffe zum Opfer der Fischereiindustrie, deren Grundschleppnetze die Korallen förmlich platt machen. Tonnenschwere Metallplatten und Räder an den Netzen hinterlassen eine Spur der Verwüstung. „Das ist, als ob man einen Elefanten durch eine Manufaktur mit Meissener Porzellan jagt. Am Ende bleibt nur ein Scherbenhaufen übrig“, erläutert WWF-Experte Christian Neumann. „In manchen Regionen sind schon bis zu 50 Prozent der Riffe verloren. Die Uhr für die Tiefsee-Riffe tickt.“
Der WWF verzeichnet jedoch auch Erfolge beim Riffschutz. Seit der Ausweisung des… Weiterlesen
WWF: Fischereiminister riskieren Kabeljau-Kollaps in der Nordsee
Hamburg 19.12.2007 – Der WWF kritisiert letzte Nacht in Brüssel gefasste Entscheidung der EU-Fischereiminister, die Fangquoten für den Nordsee-Kabeljau für das Jahr 2008 um etwa 11 Prozent auf 22.000 Tonnen anzuheben. „Das ist eine neue Lizenz zum Plündern. Schlimmstenfalls droht ein Kollaps des Kabeljau-Vorkommens“, warnt WWF-Fischereiexpertin Karoline Schacht. Seit Anfang der 1970er Jahre ist der Bestand des Nordsee-Kabeljaus um vier Fünftel zurückgegangen. Der WWF kritisiert zudem, dass die Fangquoten für Scholle und Seezunge nicht ausreichend abgesenkt worden seien. Die Entscheidungen widersprechen laut WWF den von der EU-Kommission beschlossenen langfristigen Erholungsplänen für gefährdete Fischbestände. Immerhin habe der Ministerrat auf die Herings-Krise reagiert und die Quoten drastisch reduziert.
Einmal mehr hätte der Ministerrat jedoch in… Weiterlesen
Für Menschen und Menschenaffen: Gorilla-Heimat im Kongo aufgeforstet
Frankfurt a. M. 04.12.2007 – Trotz politischer Unruhen ist es dem WWF gelungen, rings um den Virunga Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo zehn Millionen Bäume zu pflanzen. Das Gebiet gilt als wichtiger Lebensraum der bedrohten Berggorillas und liegt in einer politisch instabilen Region, in der es häufig zu bewaffneten Konflikten kommt. Das 1987 begonnene Aufforstungsprojekt soll verhindern, dass die Menschen der umliegenden Dörfer im Nationalpark illegal Bäume schlagen. „Die WWF-Plantagen liegen wie Schutzgürtel um den Nationalpark“, erläutert WWF-Experte Stefan Ziegler. „Sie geben den Menschen Arbeit und das dringend benötigte Brennholz und sichern den Lebensraum der Menschenaffen.“ Das Projekt wird mit finanzieller Unterstützung der EU fortgesetzt. In den nächsten fünf Jahren… Weiterlesen
WWF fordert Verbot von Schweröl. Verursacher sollen für Umweltschäden aufkommen.
Hamburg 08.11.2007 – Die Ölverschmutzung im Nationalpark Wattenmeer ist nach Ansicht des WWF schwerwiegender, als zunächst angenommen. An mindestens fünf ostfriesischen Inseln – Wangerooge, Norderney, Baltrum, Juist und Langeoog – wurde bislang Öl angeschwemmt. Zahlreiche verölte Vögel sind gestorben. Das Öl stammt vermutlich von dem am Dienstagabend havarierten Frachter „Duncan Island“. Das Schiff hatte Schweröl als Treibstoff an Bord. Wie viele Tonnen dieser giftigen Substanz ins Meer gelangt sind, ist unklar.
„Schon kleine Mengen Schweröl sind tödlich für Seevögel, deren Gefieder sofort verklebt“, sagte Hans-Ulrich Rösner, Leiter des WWF-Wattenmeerbüros in Husum. „Deshalb, und weil bei der Verbrennung von Schweröl auch große Mengen an Luftschadstoffen entstehen, fordert der WWF seit langem… Weiterlesen
(aid) 31.10.2007 – Die Walnuss (Juglans regia) ist Baum des Jahres 2008. Der Bestand an Walnussbäumen sei in den vergangenen 100 Jahren durch Übernutzung und fehlende Nachpflanzung stark zurückgegangen, begründet das Kuratorium “Baum des Jahres” seine Wahl. Dabei ist der Walnussbaum vielseitig verwendbar. Vor allem bietet er edelstes Holz und beste Nüsse. Diese tragen durch ihren hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren zur gesunden Ernährung bei. Aber auch die Blätter der Walnuss können genutzt werden. Aufgrund ihres hohen Gehaltes an Gerbstoffen werden sie unter anderem in Form von Bädern oder Umschlägen bei leichten Entzündungen der Haut verwendet. Extrakte aus den grünen Schalen, die die Nuss umgeben, dienen zum Braunfärben von Textilien und in der Kosmetik auch zur Haartönung. Verantwortlich hierfür ist das… Weiterlesen