Die Meereisausdehnung in der Arktis wird im September ihr jährliches Minimum erreichen. Prognosen lassen vermuten, dass es nicht so gering ausfallen wird wie im Jahr 2007, dem Jahr der geringsten Ausdehnung seit Satelliten diese aufzeichnen. Meereisphysiker vom Alfred-Wegener-Institut sorgen sich trotzdem um das langjährige Gleichgewicht im Nordpolarmeer. Sie haben Indizien dafür, dass die Masse des Meereises schwindet, weil seine Dicke abnimmt. Um dies zu belegen, messen sie derzeit die Eisdicke nördlich und östlich von Grönland mit dem Forschungsflugzeug Polar 5. Ziel der gut einwöchigen Kampagne ist es, den Export von Meereis aus der Arktis zu bestimmen. Hierüber findet etwa ein Drittel bis die Hälfte des Süßwasserexports aus dem Nordpolarmeer statt – ein wichtiger Antriebsfaktor im globalen Ozeanströmungssystem.
Die Frage, wann… Weiterlesen
Ein kritisches Minimum des arktischen Meereises ist auch für den Spätsommer 2010 wieder zu erwarten. Dieses Ergebnis veröffentlichten jetzt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom KlimaCampus der Universität Hamburg und vom Bremerhavener Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft (AWI) im jährlich erscheinenden „Sea Ice Outlook“. Die Online-Publikation stellt in einem wissenschaftlichen „Wettstreit“ die Prognosen von rund einem Dutzend internationaler Forschungsinstitute zur Eisbedeckung im September 2010 einander gegenüber. Zu diesem Zeitpunkt erreicht die Eisfläche jedes Jahr ihre minimale Ausdehnung.
Die Prognose des Teams vom KlimaCampus der Universität Hamburg fällt zwar mit 4,7 Millionen km2 negativer aus als die der AWI-Forscher mit 5,2 Millionen km2. Trotzdem erwarten beide Forschergruppen nicht, dass das Rekord-Minimum von 2007 mit 4,3 Millionen km2 erreicht wird.
Obwohl… Weiterlesen
Schweden, 02.03.2010 – Der harte Winter 2010 in Skandinavien führt dazu, dass erstmals seit 1996 das Kattegat und der nördliche Teil des Skagerrak größtenteils zufrieren. Das Eis verbindet die schwedische und die dänische Küste in einer bis zu 10 Zentimeter dicken Schicht. Des Weiteren sind der Bottnische Meerbusen vollständig und der Finnische Meerbusen größtenteils sowie die Rigaer Bucht vollständig zugefroren. Das Meereis breitet sich in der Ostsee entlang der ostschwedischen Küste nach Süden bis kurz vor Karlskrona aus.
Das Meereis des Kattegat ist von besonderer Beschaffenheit und wird aufgrund seines Aussehens Pfannkucheneis genannt. Dieses entsteht, wenn salzarmes Wasser der Ostsee, dessen Temperatur knapp über dessen Gefrierpunkt von -0,8 Grad Celsius liegt, an der Oberfläche nach Norden in das Kattegat strömt… Weiterlesen
Bremerhaven, den 2. Juli 2009. An Bord des Forschungsschiffes Polarstern ist derzeit ein neues Messsystem zur Erfassung von Walen im Einsatz. Wale sind meist schwer zu sichten. Zum einen verbringen sie den größeren Teil der Zeit unter Wasser, zum anderen zeigen sie beim Auftauchen meist nur einen geringen Teil ihres Körpers, der sich farblich kaum vom umgebenden Wasser unterscheidet. Visuelle Sichtungen durch Walbeobachter basieren daher meist auf einer Beobachtung des Blas, der kondensierenden und relativ warmen Atemwolke. Sie erhebt sich, je nach Walart und Windbedingungen, zwischen einem und zehn Metern über die Wasseroberfläche und bleibt nur wenige Sekunden lang sichtbar. Diese Wärme des Blas wird durch eine auf diese Aufgabe hin optimierte Wärmebildkamera genutzt, die während der laufenden Expedition des… Weiterlesen
Zum 2. Mal nehmen Klimaforscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung und des KlimaCampus der Universität Hamburg an einem internationalen wissenschaftlichen Wettstreit teil, in dem einige der weltweit renommiertesten Klimaforschungsinstitute mit unterschiedlichen Methoden und Klimamodellen die Möglichkeiten für saisonale Vorhersagen der arktischen Meereisbedeckung ausloten. Dabei ist es das erklärte Ziel aller Teilnehmer, die beste Methode für zuverlässige Voraussagen zu finden. Die deutschen Wissenschaftler sind sich einig: Der negative Trend setzt sich fort. Auch für den Spätsommer 2009 ist wieder ein kritisches Minimum des arktischen Meereises zu erwarten.
„Für die erste diesjährige Prognose haben wir berechnet, dass die Eisbedeckung im Nordpolarmeer am Ende des Sommers 2009 mit mehr als 28-prozentiger Wahrscheinlichkeit unter der von 2007 liegt. Das war das Jahr… Weiterlesen
Bremerhaven, den 13. September 2007. Große Flächen des arktischen Meereises sind in diesem Jahr nur einen Meter dick und damit etwa 50 Prozent dünner als im Jahr 2001. Dies ist das erste Ergebnis einer vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft geleiteten Expedition ins Nordpolarmeer. 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind zweieinhalb Monate an Bord des Forschungsschiffes Polarstern unterwegs, um die Meeresgebiete in der zentralen Arktis zu untersuchen. Sie fanden unter anderem heraus, dass sich nicht nur die Meeresströmungen, sondern auch die Lebensgemeinschaften in der Arktis verändern. Ausgesetzte autonome Messbojen sollen auch nach Ende der Expedition wertvolle Daten aus diesem sich zurzeit stark veränderndem Ozean liefern.
„Die Eisbedeckung des Nordpolarmeeres schwindet, der Ozean und die Atmosphäre werden stetig wärmer,… Weiterlesen