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Tropische Meere ohne Korallenriffe

Grobsediment vom Schelf: vor allem Muscheln und Moostierchen Foto: Nereo Preto

Grobsediment vom Schelf: vor allem Muscheln und Moostierchen Foto: Nereo Preto

Wie könnte ein tropisches Küstenökosystem dort aussehen, wo Korallenriffe nicht überlebt haben? Bei zwei Schiffsexpeditionen an die nordafrikanische Westküste – in 2006/7 mit dem Forschungsschiff Poseidon und in 2011 mit FS Maria S. Merian – bekamen Hildegard Westphal, Direktorin am Leibniz-Zentrum für Marine Tropenökologie und ihr Team einen Einblick in dieses Szenario.

Die Expeditionen steuerten die nordmauretanische Küste an. Hier, im Golfe d´Arguin, erweitert sich der schmale Kontinentalschelf der nordwestafrikanischen Küste und es entsteht eine Flachwasserzone von bis zu 150 km Breite. Sie ist im Tropengürtel gelegen, steht jedoch unter dem Einfluss eines Auftriebsgebietes. Ablandige Passatwinde drücken das Oberflächenwasser von der Küste weg auf den offenen Ozean. Dadurch strömt kaltes und sehr nährstoffreiches Wasser aus der Tiefe nach. Auf dem flachen Schelf kann es sich auf bis zu 25 Grad erwärmen. Weiterlesen

Mikroorganismen in den Sedimenten: Stoffkreisläufen im Riff auf der Spur

Tropische Korallenriffe kommen in sehr nährstoffarmem und klarem Meerwasser vor. Dennoch gehören sie zu den artenreichsten Ökosystemen unserer Erde. Riffe sind Selbstversorger und beherbergen ein fein ausgewogenes Netz aus Nahrungsbeziehungen, in dem jeder Riffbewohner seine Funktion hat. Ein wesentliches Glied in diesem Netz ist unsichtbar und daher in der Riffforschung lange vernachlässigt worden: die Mikroorganismen. Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen und ihre Kollegen vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie sind der Rolle der Mikroorganismen in den Sedimenten für die Stoffkreisläufe im Riff auf der Spur. Weiterlesen

Leck in AKW Fukushima lokalisiert: Stark radioaktives Wasser fließt weiter ins Meer

Technikern im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima-Daiichi ist es am Dienstag gelungen, ein Leck zu lokalisieren, aus dem hoch radioaktiv verseuchtes Wasser direkt ins Meer fließt. Mit einem Gerinnungsmittel sei das Ausfließen verlangsamt worden, hieß es.

Zuvor hatte der Kraftwerkbetreiber Tepco den ganzen Tag über weiterhin Tonnen von weniger stark verseuchtem Wasser ins Meer gepumpt. Die Maßnahme sei leider unvermeidlich, sagte Regierungssprecher Yukio Edano auf einer Pressekonferenz.

Quelle: RP-Online

Fukushima: Japan auf höchster Alarmstufe wegen atomarer Krise

Der Ministerpräsident Japans teilte in den japanischen Medien mit, dass sich Japan auf der höchsten Alarmstufe aufgrund der atomaren Krise befindet. Die Lage an der Atomkraftanlage Fukushima bliebe unberechenbar.

Erst gestern wurden Strahlungswerte von 1.000 Millisievert pro Stunde bekanntgegeben. Zudem wurde Plutonium im Boden an 5 Stellen in der havarierten Kernkraftanlage Fukushima I nachgewiesen. Es soll sich dabei um drei verschiedene Arten von Plutonium handeln.

Quelle: CNN, Al Jazeera

Fukushima: Hoch radioaktives Wasser in einem Tunnel vorgefunden

Plutonium ist im Boden an 5 Stellen in der havarierten Kernkraftanlage Fukushima I nachgewiesen worden. Es soll sich dabei um drei verschiedene Arten von Plutonium handeln.

Am Montag teilte die japanische Kommission für nukleare Sicherheit (NSC) erhöhte Strahlungswerte des Wasser am Fukushima I Reaktor 2 mit Besorgnis mit.

Wasser sei in einem Tunnel unter dem Turbinengebäude des Reaktor 2 gefunden worden.

Das Wasser hätte eine Strahlenbelastung, die 100.000 Mal höher sei, als diese gewöhnlicherweise im Wasser des Reaktor vorzufinden wäre.  Es wurden Strahlungswerte von 1.000 Millisievert pro Stunde gemessen.

Das Wasser wurde in einem unterirdischen Tunnel gefunden, wobei sich ein Endabschnitt des Tunnels ca. 55 Meter von der Küste befindet.

Die Regierung teilte mit, dass die Strahlung im Inneren des… Weiterlesen

Folgen für das Meer: Radioaktive Stoffe in Meeresproben in Japan

Die Situation am Kernkraftwerk in Fukushima in Japan zeigt sich weiterhin auf einem kritischem Niveau zusehends stabilisiernd. Nun werden erste Messwerte für radioaktive Stoffe in Umweltproben bekannt.

Für den Bereich der Meeresumwelt liegt zurzeit erst eine Pressemitteilung aus Japan bezüglich Grenzwertüberschreitungen im Meerwasser vor; es gibt noch keine offiziellen Messdaten der japanischen Behörden. Nach der Pressemeldung soll im Meer etwa 100 Meter vor dem Kraftwerk die Aktivität von Iod-131 den japanischen Grenzwert um das 126-Fache übersteigen; die Aktivitäten von Cäsium-134 und Cäsium-137 liegen demnach 25-fach bzw. 16,5-fach über dem Grenzwert. Leider wird nicht angegeben, wie hoch der Grenzwert ist oder welcher Grenzwert zur Anwendung gekommen ist. Aus diesem Grund gehen die Wissenschaftler des Johann Heinrich von Thünen-Instituts (vTI) von den… Weiterlesen

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