Viele Schimmelpilze, die auf den Oberflächen von Lebensmitteln wachsen, lassen sich auf verblüffende Weise bekämpfen – durch eine Beleuchtung mit den passenden Wellenlängen.
Wissenschaftler des Max Rubner-Instituts (MRI) in Karlsruhe haben herausgefunden, dass das Wachstum von Schimmelpilzen, aber auch die Bildung von Pilzgiften, sogenannten Mykotoxinen, bei vielen Arten vom Licht gesteuert wird. Der Stoffwechsel der Pilze folgt einer genetisch gesteuerten inneren Uhr, und die reagiert maßgeblich auf Hell/Dunkel-Verhältnisse. Die Arbeitsgruppe von Professor Rolf Geisen vom MRI in Karlsruhe konnte zum Beispiel zeigen, dass Schimmelpilze der Gattung Penicillium, die geerntetes Getreide, Trauben oder auch Südfrüchte befallen, nachts mehr Giftstoffe produzieren als tagsüber.
Unter dem Einfluss von hellem Licht wurde der Giftstoff namens Ochratoxin sogar bis zu einem gewissen Grade abgebaut, wobei… Weiterlesen
Die Meldungen von Erkrankungen durch Noroviren und Rotaviren sind in den vergangenen Jahren stetig gestiegen. Diese bekannten Viren können durch infizierte Personen bei der Herstellung und Zubereitung auf Lebensmittel übertragen und über diesen Weg weiter verbreitet werden. Auf dem ersten deutschlandweiten Symposium “Lebensmittel-assoziierte Viren” des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) diskutierten rund 100 Expertinnen und Experten aus Forschungseinrichtungen, Untersuchungsämtern und aus der Lebensmittelüberwachung in Berlin neue Erkenntnisse zu Viren, die über Lebensmittel übertragen werden können. Dabei ging es um Übertragungswege, die Entwicklung neuer Nachweismethoden und Möglichkeiten, Viren in Lebensmitteln zu inaktivieren. “Bakterien in Lebensmitteln sind bereits gut erforscht, während zu Lebensmittel-assoziierten Viren weitere Untersuchungen notwendig sind”, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. “Da Viren sich anders verhalten als Bakterien, sind… Weiterlesen
Neue Grippe: Virenübertragung durch Lebensmittel unwahrscheinlich: Viren sind in der Umwelt kaum überlebensfähig
Dass die Neue Grippe – ursprünglich auch Schweinegrippe genannt – mit Schweinen nichts zu tun hat und deswegen auch nicht durch Schweinefleisch übertragen wird, ist inzwischen bekannt. Aber können Grippeviren durch Lebensmittel übertragen werden, wenn diese von infizierten Personen verarbeitet und vor dem Verzehr nicht mehr erhitzt werden? Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) schätzt dieses Risiko als sehr gering ein. Eine indirekte Übertragung der Viren von einer infizierten Person über ein Lebensmittel auf eine andere Person ist eher unwahrscheinlich. Die Stabilität der Influenzaviren in der Umwelt und auf Lebensmitteln ist abhängig vom Virenstamm, sie wird jedoch vom BfR als niedrig angesehen. Allerdings liegen zurzeit keine validen Daten… Weiterlesen
Ein BfR-Forschungsprojekt zur Entwicklung innovativer Analysemethoden auf Allergene in Lebensmitteln.
In der Abteilung für Lebensmittelsicherheit des Bundesinstit für Risikobewertung (BfR) wird an der Entwicklung neuer Schnelltests zum Nachweis Allergie auslösender Stoffe in Lebensmitteln gearbeitet. Im Rahmen eines vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) geförderten Forschungsprojektes sollen bis Anfang 2012 Analysemethoden für die amtliche Lebensmittelüberwachung und die Lebensmittelindustrie entwickelt werden, mit deren Hilfe sich innerhalb von Minuten schon geringste Spuren von Allergenen in Lebensmitteln nachweisen lassen. „Wir schließen damit eine Lücke bei den wissenschaftlichen Methoden zur Kontrolle von Lebensmitteln“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Denn die wichtigsten Allergene müssen seit 2005 zwar auf Lebensmitteln gekennzeichnet werden, doch gibt es bisher nur zwei offizielle Methoden, um sie… Weiterlesen
Die Inhaltsstoffe der Nahrung lieferm dem Körper Energie. Zu diesen Grundnährstoffen gehören Proteine, Fette und Kohlenhydrate. Fette sind daher ein wichtiger Bestandteil der Nahrung. Erwachsene sollten täglich ungefähr 70 bis 90 Gramm Fett verzehren. Das entspricht rund 30 bis 35 Prozent der täglichen Energiezufuhr: 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr sollten einfach ungesättigte Fettsäuren liefern, weitere 7 bis 10 Prozent die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Es bleiben 10 Prozent der täglichen Energiezufuhr, die durch gesättigte Fettsäuren zugeführt werden sollten. Soviel zur Theorie aber was bedeutet das für die Praxis? Als Faustregel gilt: Flüssige Fette sind hochwertiger als feste. “Je fester es ist, umso mehr gesättigte Fettsäuren enthält ein Fett. Reich an gesättigten Fettsäuren sind die meisten tierischen Fette, aber auch pflanzliche Plattenfette… Weiterlesen
Ein Blick auf die Speisekarte beim Türken oder Inder um die Ecke zeigt es: Kichererbsen sind ein fester Bestandteil der Speisen im Nahen und Mittleren Osten. Aber auch aus deutschen Küchen dringen zunehmend orientalische Gerüche. Ursprünglich stammt die Kichererbse aus Vorderasien wo sie schon vor 8000 Jahren verzehrt wurde. In der Antike gelangte sie nach Nordafrika und Indien und die Römer nahmen sie dann aus Pompeji mit, um sie schließlich auch im Mittelmeerraum zu beheimaten. Daher stammt das Wort “Kicher” auch vom lateinischen Begriff für Erbse: cicer (sprich: kiker). Daraus wurde im Althochdeutschen dann “Kihhira” und schließlich ihr heutiger Vorname “Kicher”. Die Kichererbse ist somit streng genommen eine Erbseerbse. Immer noch wird sie vor allem in ihren Ursprungsländern, aber auch… Weiterlesen