Tropische Korallenriffe kommen in sehr nährstoffarmem und klarem Meerwasser vor. Dennoch gehören sie zu den artenreichsten Ökosystemen unserer Erde. Riffe sind Selbstversorger und beherbergen ein fein ausgewogenes Netz aus Nahrungsbeziehungen, in dem jeder Riffbewohner seine Funktion hat. Ein wesentliches Glied in diesem Netz ist unsichtbar und daher in der Riffforschung lange vernachlässigt worden: die Mikroorganismen. Wissenschaftler des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenökologie (ZMT) in Bremen und ihre Kollegen vom Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie sind der Rolle der Mikroorganismen in den Sedimenten für die Stoffkreisläufe im Riff auf der Spur. Weiterlesen
Bereits seit einigen Jahren warnen Wissenschaftler davor, dass Methanhydrate, die als Eis im Meeresboden lagern, infolge der Erderwärmung „auftauen“. Dadurch gelange das starke Treibhausgas Methan in die Atmosphäre und treibe den Klimawandel weiter an. Forscher vom Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) in Kiel haben jetzt den Effekt der Meeresströmungen auf die Erwärmung des Meeresbodens in der Arktis quantifiziert und seine Auswirkungen berechnet. In ihrer Veröffentlichung in der Fachzeitschrift „Geophysical Research Letters“ geben sie – bedingt – Entwarnung: „Unsere Berechnungen mit verschiedenen Computermodellen zeigen deutlich, dass dem Klima in den nächsten hundert Jahren keine zusätzliche Gefahr durch erhöhte Methanaustritte droht“, fasst der Hauptautor der Studie, Privatdozent Dr. Arne Biastoch, zusammen. „Die Gashydrate lösen sich mit einer zeitlichen Verzögerung auf, so dass eher… Weiterlesen
Mit seinem jordanischen Kollegen Dr. Saber Al-Rousan war MARUM-Wissenschaftler Dr. Thomas Felis kürzlich auf einer 12-tägigen Expedition in der jordanischen Wüste. Am Golf von Aqaba konnten die beiden Forscher Bohrkerne aus dort vorhandenen fossilen Korallen gewinnen. Diese Korallenkerne können Aufschluss über das Klima vergangener Zeiten in dieser Region am Roten Meer geben.
Eher ungewöhnlich für einen Meeresgeologen war das Untersuchungsgebiet in der jordanischen Wüste. Knapp zwei Wochen war Dr. Thomas Felis vom MARUM, dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen, auf Expedition an der Küste des Golfs von Aqaba. Zusammen mit seinem Kollegen Dr. Saber Al-Rousan von der Marine Science Station der Jordanischen Universität in Aqaba erbohrte Felis insgesamt mehr… Weiterlesen
Vulkanische Aktivität hat die Kapverdischen Inseln entstehen lassen. Die Kapverdischen Inseln sind eine Inselgruppe im Atlantik. Die vulkanische Aktivität hält dort bis heute an.
Zur Überraschung der Forscher des Kieler Leibniz-Instituts für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) sahen Sie wie häufig und mit welcher Intensität dort Vulkane sogar tief unter der Wasseroberfläche ausbrechen. Diese Prozesse wurden von dem Forschungsschiff METEOR aus untersucht. Während der Expedition setzten die Wissenschaftler am Kieler Tiefseeroboter “ROV KIEL 6000″ erstmals auch eine Stereo-Kamera ein, die faszinierende 3-D-Bilder aus 3000 Metern Tiefe lieferte.
Die Koralle scheint aus dem Bildschirm zu wachsen, der erkaltete Lavastrom wirkt zum Greifen nah. Gestochen scharfe Stereobilder zeigen eine Welt, die für Menschen eigentlich unzugänglich ist: die Tiefsee rund um die Inselgruppe der Kapverden. Von… Weiterlesen