
Waldbrand in Kanada. Die jährlich abgebrannten Flächen als auch die durchschnittliche Größe der Feuer könnten künftig deutlich steigen, schreiben die Forscher des Helmholtz- Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der University of Michigan in der Dezember-Ausgabe des Fachblattes "The American Naturalist". Foto: Scott Latham/Fotolia
Großen Waldregionen Kanadas steht offenbar ein sprunghafter Wandel bevor. Anhand von Modellen konnten Wissenschaftler jetzt zeigen, dass es bei Waldbränden ebenso wie bei Epidemien Schwellenwerte gibt. Große Gebiete Kanadas bewegen sich offenbar auf diesen Schwellenwert zu und könnten diesen künftig durch den Klimawandel überschreiten.
Die Folge sei, dass sowohl die jährlich abgebrannten Flächen als auch die durchschnittliche Größe der Feuer steigen würde, schreiben die Forscher des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ) und der University of Michigan in der… Weiterlesen
Mit den Auswirkungen der globalen Erwärmung auf die Gewässerqualität beschäftigt sich eine Studie des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ). Hier wurden der Einsatz von Insektiziden und die Auswirkung auf die Gewässer in der EU im Jahr 1990 einem Klimawandel- und Landnutzungsmodell für das Jahr 2090 gegenübergestellt: mit alarmierendem Ergebnis. Bis zu 23 Mal mehr Insektizide als heute könnten in einigen Gebieten Europas eingesetzt werden, wenn die Temperaturen weiter ansteigen. Der Grund: Höhere Temperaturen führen bei Insekten zu einer höheren Entwicklungsgeschwindigkeit und einer besseren Überlebensrate im Winter. Mehr Insektizide auf den Feldern bedeuten aber auch mehr Insektizide, die etwa durch Regenwasser in die Gewässer gelangen könnten – mit entsprechenden Auswirkungen auf Wirbellose und andere Wasserbewohner. Neben den jetzt schon stark belasteten Ländern… Weiterlesen
Das Ende der letzten Eiszeit und die Abläufe, die zum Schmelzen der Eisschilde im Norden und im Süden geführt haben, liefern grundlegende Informationen über die Veränderung unseres Klimas. Obwohl die maximale Ausdehnung der Eisschilde während der letzten Eiszeit in der Nordhemisphäre relativ gut bekannt ist, gibt es bisher wenig verlässliche Angaben zur Ausdehnung der Antarktischen Eisschilde.
Eine in der Fachzeitschrift “Science” am 1. Dezember erschienene Veröffentlichung liefert nun Hinweise darauf, dass beide Hemisphären nahezu zeitgleich ihre maximale Eisschild-Ausdehnung erreicht hatten und vor 19000 Jahren zu schmelzen begannen. „Der Rückzug der Antarktischen Eisschilde begann somit fast 5000 Jahre früher als bisher angenommen, wobei unsere Untersuchungen große regionale Unterschiede zeigen und belegen, wie wichtig Tiefwasserarchive sind“, sagt der Erstautor der Studie, Dr.… Weiterlesen
Berlin, 26. Juli 2011 – Im Jahr 2010 hat die Menschheit fast 31 Milliarden Tonnen Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen. Es gab keine verbindlichen Vereinbarungen, die weltweiten Emissionen des Treibhausgases zu senken. Der Präsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), Prof. Dr. Gerhard Adrian, bilanziert deshalb auf der jährlichen Klima-Pressekonferenz der Bundesbehörde: „Das Jahr 2010 war kein gutes Jahr für den weltweiten Klimaschutz. Die bestehenden Minderungszusagen und Maßnahmen reichen nicht aus, die Erderwärmung bis 2100 auf zwei Grad über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen.“ Hinzu komme, dass durch die verbesserte Luftqualität in diesem Jahrhundert mit einem zusätzlichen Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur um ein Grad zu rechnen sei. Adrian: „Wenn wir das Ruder nicht schnell herumreißen – und zwar international verbindlich vereinbart –… Weiterlesen
Das Eisschild der West-Antarktis ist ein mögliches Kipp-Element im Klimasystem, das teils bereits gekippt sein könnte. Wissenschaftler können nicht ausschließen, dass die Eismassen nahe der antarktischen Amundsen See bereits instabil zu werden beginnen. Dies ist eines der Ergebnisse einer jetzt in der Fachzeitschrift Climatic Change erschienenen neuen Einschätzung des gegenwärtigen Zustands von sechs potenziell instabilen Regionen im Klimasystem mit großen direkten Auswirkungen auf Europa. Die Wahrscheinlichkeit des Kippens dieser Elemente steigt im Allgemeinen mit dem Anstieg der globalen Mitteltemperatur, als Folge des von Menschen verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen.
„Wir zeigen hier nur eine Momentaufnahme des Wissensstands, aber sie ist in mancher Hinsicht schärfer als die zuvor gemachten“, sagt Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Zum ersten Mal hätten sich Experten… Weiterlesen
Der Meeresspiegel steigt seit Beginn der Industrialisierung schneller als je zuvor in den letzten 2.000 Jahren. Nach vielen Jahrhunderten mit stabilen oder nur langsam steigenden Werten geht die Kurve seit Ende des 19. Jahrhunderts steil nach oben. Das zeigt eine Untersuchung von Ablagerungen an der US-Atlantikküste – die erste durchgehende Rekonstruktion der Veränderungen des Meeresspiegels über einen solch großen Zeitraum.
Zumindest in den letzten tausend Jahren kann das Auf und Ab der globalen Durchschnittstemperatur das Verhalten des Meeresspiegels erklären, schreibt ein internationales Forscherteam in der US-Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences. Die neuen Daten erhärten die physikalisch begründete Annahme, dass der Meeresspiegel umso rascher steigt, je wärmer das globale Klima wird.