Das Eisschild der West-Antarktis ist ein mögliches Kipp-Element im Klimasystem, das teils bereits gekippt sein könnte. Wissenschaftler können nicht ausschließen, dass die Eismassen nahe der antarktischen Amundsen See bereits instabil zu werden beginnen. Dies ist eines der Ergebnisse einer jetzt in der Fachzeitschrift Climatic Change erschienenen neuen Einschätzung des gegenwärtigen Zustands von sechs potenziell instabilen Regionen im Klimasystem mit großen direkten Auswirkungen auf Europa. Die Wahrscheinlichkeit des Kippens dieser Elemente steigt im Allgemeinen mit dem Anstieg der globalen Mitteltemperatur, als Folge des von Menschen verursachten Ausstoßes von Treibhausgasen.
„Wir zeigen hier nur eine Momentaufnahme des Wissensstands, aber sie ist in mancher Hinsicht schärfer als die zuvor gemachten“, sagt Anders Levermann vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Zum ersten Mal hätten sich Experten… Weiterlesen
Der Felssturz auf die Gotthard-Autobahn im Mai 2006, die Schlammlawine auf den Philippinen im Dezember 2006, der Felsabbruch in Kairo im September 2008 oder die Böschungsrutschung am Tagebausee in Nachterstedt im Juli 2009 – Ereignisse wie diese zeigen die allgegenwärtige Gefährdung durch das Naturphänomen Rutschungen. Nach Einschätzung der Forschungsstelle Rutschungen an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) kommen derartige Ereignisse in den letzten Jahren häufiger vor. „Es gibt keine zentrale Erfassungsstelle und viele Rutschungen werden nicht gemeldet, aber unser Eindruck ist, dass Rutschungen in den letzten zwei bis drei Jahren weltweit zugenommen haben“, sagt Dr. Johannes Feuerbach, Wissenschaftlicher Direktor der Forschungsstelle. „Wir sehen hier dringenden Handlungsbedarf in Deutschland und auf der ganzen Welt.“
Vor dem Hintergrund, dass die wirtschaftlichen Schäden durch… Weiterlesen
Die Gesundheitsrisiken in Südeuropa werden infolge der Klimaveränderung stärker zunehmen, als man bisher angenommen hatte. Hitzewellen werden häufiger, länger und ausgeprägter. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Nationalen Forschungsschwerpunkts Klima (NFS Klima), die von Forschern der ETH Zürich durchgeführt wurde.
Hitzewellen setzen der Gesundheit zu. Das wurde der Bevölkerung spätestens im Hitzesommer 2003 klar, unter dem vor allem ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen zu leiden hatten. Europaweit sorgte allein die Hitzewelle in den ersten zwei Augustwochen dieses Jahres für 40’000 zusätzliche Todesfälle im Vergleich zur Mortalität in einem normalen Jahr. Dass sich solche Extremsituationen künftig wiederholen könnten, zeigten ETH-Forscher in einer viel beachteten Studie 2004. Nun legen Dr. Erich Fischer und Prof. Christoph Schär vom Institut für Atmosphäre und… Weiterlesen