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Klimaforschung

Forschungsschiff Polarstern auf neuer Arktis – Expedition

Das deutsche Forschungsschiff Polarstern, das vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in der Helmholtz-Gemeinschaft betrieben wird, ist auf seiner 24. Arktisexpedition. 119 Wissenschaftler aus sieben Ländern untersuchen auf drei Fahrtabschnitten das gesamte Spektrum aktueller Arktisthemen: Klimageschichte und gegenwärtige Klimaentwicklung, Auswirkungen auf das Ökosystem von den Bakterien bis zu den Meeressäugern, sowie geowissenschaftliche Fragestellungen zur Sedimentstruktur und Tektonik der Arktis. Die Polarstern wird am 25. September in Bremerhaven zurück erwartet.

Der erste Fahrtabschnitt
führt die Wissenschaftler durch die Grönlandsee und die Framstraße nach Longyearbyen auf Spitzbergen. Das Gebiet steht seit einigen Jahrzehnten verstärkt im Blickpunkt ozeanographischer Forschung, da sich dort Schlüsselprozesse im Ozean abspielen und die Region ausgesprochen empfindlich gegenüber klimatischen Veränderungen ist. In der Framstraße werden unter anderem Verankerungen von… Weiterlesen

Arktische Meereisbedeckung weiter rückläufig

Eisschollen

Eisschollen

Zum 2. Mal nehmen Klimaforscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung und des KlimaCampus der Universität Hamburg an einem internationalen wissenschaftlichen Wettstreit teil, in dem einige der weltweit renommiertesten Klimaforschungsinstitute mit unterschiedlichen Methoden und Klimamodellen die Möglichkeiten für saisonale Vorhersagen der arktischen Meereisbedeckung ausloten. Dabei ist es das erklärte Ziel aller Teilnehmer, die beste Methode für  zuverlässige Voraussagen zu finden. Die deutschen Wissenschaftler sind sich einig: Der negative Trend setzt sich fort. Auch für den Spätsommer 2009 ist wieder ein kritisches Minimum des arktischen Meereises zu erwarten.

„Für die erste diesjährige Prognose haben wir berechnet, dass die Eisbedeckung im Nordpolarmeer am Ende des Sommers 2009 mit mehr als 28-prozentiger Wahrscheinlichkeit unter der von 2007 liegt. Das war das Jahr… Weiterlesen

Spektakuläre Klimaforschung in der Arktis

Längstes Klimaarchiv der terrestrischen Arktis geborgen

In den vergangenen sechs Monaten hat ein internationales Wissenschaftlerteam aus Russland, Deutschland, USA und Österreich ein Tiefbohrprogramm im äußersten Nordosten Russlands durchgeführt, um hunderte Meter Seesedimente, Impaktbrekzie und dauerhaft gefrorenen Boden zu bergen. Diese ermöglichen neue Einblicke in die Klimageschichte der Arktis, die Kraterbildung des Elgygytgynsees und in die Permafrostdynamik. Mit den ersten Ergebnissen der Bohrkampagne wurde Anfang Mai 2009 ein wichtiger Meilenstein erreicht. Die gewonnenen Bohrkerne werden in den nächsten zwei Jahren wesentliche offene Fragen der arktischen Erdgeschichte klären können.

Im äußersten Rand Nordostsibiriens, rund 900 Kilometer westlich der Beringstraße und 100 Kilometer nördlich des arktischen Polarkreises (67°30′ N, 172°05′ E) liegt der Elgygytgynsee, der vor 3,6 Mio. Jahren durch einen Meteoriteneinschlag entstand.… Weiterlesen

Forschungsflugzeug Polar 5 beendet Arktis-Expedition

Forschungsflugzeug Polar 5 beendet Arktis-Expedition – Einzigartige Messflüge in der zentralen Arktis abgeschlossen

Bremerhaven, den 29. April 2009. Gestern ging in Oshawa (Kanada) die Arktis-Kampagne (PAM-ARCMIP – Pan-Arctic Measurements and Arctic Climate Model Intercomparison Project) mit dem deutschen Polarflugzeug Polar 5 zu Ende. Die vierwöchige Kampagne brachte aufgrund der großen Reichweite des Flugzeuges und der eingesetzten modernen Messtechnik einzigartige Messdaten über Meereisdicke, Spurengase, Aerosole und meteorologische Parameter. „Wir waren in größtenteils unerforschten Gebieten unterwegs. Unsere nördlichste Position lag bei 88° 40′ Nord. Solche Flugoperationen in der Arktis erfordern großes Können und viel Erfahrung“, berichtet Dr. Andreas Herber, Physiker und verantwortlich für die Forschungsflugzeuge am Alfred-Wegener-Institut. Während der meisten Zeit war das Wetter für die Messungen ideal. Lufttemperaturen von unter… Weiterlesen

Start eines Klimasatelliten der NASA gescheitert

Vandenberg Air Force Base (Vereinigte Staaten), 24.02.2009 – In den Vereinigten Staaten ist der Start des Satelliten „Orbiting Carbon Observatory“, der in der Klimaforschung eingesetzt werden sollte, gescheitert.

Grund war ein Problem an der Verschalung des 441 Kilogramm schweren Satelliten, die Ummantelung hatte sich anscheinend nicht ordnungsgemäß gelöst. Als Folge der Panne – zirka drei Minuten nach dem Start – erreichte das Forschungsgerät nicht die Umlaufbahn, auch löste es sich nicht von der Trägerrakete. Bei dem Unfall ging der Satellit in einem Wert von 273,4 Millionen US-Dollar verloren und stürzte nahe der Antarktis in den Südlichen Ozean.

Der Start erfolgte heute um 09.55 Uhr MEZ mit einer erstmals eingesetzten Rakete des Typs „Taurus XL“ von Vandenberg Air Force Base in… Weiterlesen

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