Influenza A Viren, die Erreger der Grippe, verursachen jährlich millionenfach schwere Infektionserkrankungen mit oft tödlichem Ausgang. Ihre Fähigkeit, die Barrieren zwischen Vögeln, Schweinen und Menschen zu überspringen und hoch-aggressive Krankheitsverläufe zu verursachen, gehört zu den großen Herausforderungen der Gesundheitsforschung. Am Hamburger Heinrich-Pette-Institut arbeitet Gülsah Gabriel mit ihrem Team an diesem Problem. Jetzt beschreibt sie in Nature Communications detailliert, wie Influenza A Viren eine zellinnere Barriere überwinden und sich so an einen neuen Wirt anpassen können.
Bei der Anpassung an neue Wirte müssen Grippeviren zwei Barrieren überwinden: die äußere Zellmembran sowie die innere Hülle um den Zellkern. Die Überwindung der ersten, äußeren Barriere ist seit vielen Jahrzehnten bekannt und wird intensiv erforscht. „Wir beschreiben nun erstmals im Detail die zweite innere… Weiterlesen
Eine Forschergruppe unter Beteiligung von Wissenschaftlern der Universität Tübingen zeigt Mechanismen auf, wie eine Influenzavirusinfektion in Gang gebracht, aber auch gehemmt werden kann.
Influenza A Grippeviren stellen für den Menschen eine besondere Bedrohung dar. Ihre verschiedenen Varianten können nämlich Artgrenzen überspringen, wie in den letzten Jahren geschehen, etwa vom Schwein oder auch von Vögeln auf den Menschen. Damit das Influenzavirus sich vermehren und somit eine Infektion sich ausbreiten kann, muss das Virus in den Kern der Körperzellen des infizierten Wirts eindringen. Dazu muss es sich an spezifische Proteine adaptieren (anpassen), die den Weg in den Zellkern vermitteln, Varianten der sogenannten alpha-Importine. Ein Team von Wissenschaftlern, zu denen auch zwei Forscherinnen des Universitätsklinikums Tübingen gehören, hat nun nachgewiesen, dass für die… Weiterlesen
Die Grippe-Todesfälle in Großbritannien haben sich laut den neusten Zahlen der HPA, die heute bekanntgegeben wurden, auf 50 erhöht. Damit erhöht sich die Zahl der Todesfälle von bisher 39 auf 50. Von den 50 verstorbenen Personen litten 45 an der Schweinegrippe (Influenza A/H1N1 Virus Infektion), und fünf Erkrankte verstarben an einer Influenza B Virus Infektion. Unter den Todesfällen wurden 5 Todesfälle bei Kindern unter 5 Jahren und 8 Todesfälle unter den im Alter von 5 bis 14-Jährigen festgestellt. Weitere 33 Todesfälle wurden bei Personen im Alter von 15 bis 64 Jahren registriert.
Mehr als 700 Menschen liegen mit kritischem Zustand auf den Intensivstationen der Krankenhäuser. Seit Weihnachten sind 22 ECMO Betten in 7 Krankenhäusern landesweit belegt, an Anfang… Weiterlesen
In der Uni Klinik Göttingen sind laut Medienberichten zwei Menschen an dem Schweinegrippe-Virus gestorben. Bei dem dreijährigen Mädchen sei das Virus durch eine Obduktion nachgewiesen worden. Bei dem 51-jährigen männlichen Toten konnte H1N1 in einem Rachenabstrich nachgewiesen werden.
Aygül Özkan, Gesundheitsministerin Niedersachsens warnte vor Panikmache, rief aber Risikogruppen wie Schwangere, Menschen ab 60 Jahren und chronisch Kranke zur Schutzimpfung auf.
Nach Angaben im Epidemiologischen Bulletin hat es laut dem Deutschen Ärzteblatt auch in Deutschland bereits in den letzten Wochen einen Todesfall an einer Influenza A(H1N1) Infektion gegeben. Es handelt sich bei der Verstorbenen um eine 20 Jahre alte Patientin mit chronischer Vorerkrankung. Die Patientin verstarb an Multiorganversagen.
Quelle: RP-Online, Ärzteblatt
Britische Gesundheitsexperten sehen zur Zeit mit Sorge die Ausbreitung und die Virulenz der jüngsten Grippewelle. Nach einer Verdoppelung der Fälle in einer Woche und der Bekanntgabe von 10 weiteren Todesfällen hat sich die Zahl der Todesfälle in dieser Saison auf 27 erhöht.
Nach dem Royal College of GPs hat sich die Zahl der bestätigten Fälle von 32,8 pro 100.000 auf 87,1 pro 100.000 in der letzten Woche erhöht.
Die tatsächliche Zahl wird höher sein, da einige Erkrankte zu Hause im Bett bleiben, ohne einen Arzt aufzusuchen.
Die wöchentliche Statistik der Health Protection Agency zeigte, dass bei den 27 aufgetretenen Todesfällen 24 davon der Schweinegrippe zugeordnet wurden und 3 Todesfälle einer Influenza B Infektion. Von den 27 Todesfällen waren 18 Erwachsene… Weiterlesen
Die Ergebnisse einer Forschergruppe des Robert Koch-Instituts sind Grundlage für die Entwicklung neuartiger Impfstoffe, die gezielt die zelluläre Immunantwort mobilisieren. Die Arbeit wurde kürzlich in der Fachzeitschrift Journal of Experimental Medicine veröffentlicht (Bachem et al.: Superior antigen cross-presentation and XCR1 expression define human CD 11c+ DC 141+ cells as homologues of mouse CD8+ dendritic cells). Die Forschungsarbeiten wurden von der Wilhelm Sander-Stiftung unterstützt.
Die derzeitigen Impfstoffe – abgetötete oder abgeschwächte Erreger oder Bestandteile davon – haben ein gemeinsames Funktionsprinzip: sie regen die Herstellung von Antikörpern an, die an die Erreger binden und sie so unschädlich machen. Dieses Impfstoffprinzip hat viele Menschen vor schweren Infektionen bewahrt, etwa vor Pocken, Polio, Influenza oder Masern. Allerdings hat das Impfstoff-Prinzip einen deutlichen Mangel: Es… Weiterlesen