Über die Weihnachtsfeiertage wurden drei neuinfizierte Patienten in die MHH eingeliefert. Die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) kann bei der neuen Influenza (Schweinegrippe) keine Entwarnung geben. Eine Patientin hatte keinerlei Vorerkrankung, die beiden anderen – ein Mann und eine 55-jährige Frau, litten an schweren Vorerkrankungen. Die 55-Jährige starb am Wochenende in der Klinik an den Folgen der Virusinfektion. Professor Dr. Matthias Stoll, Oberarzt der Klinik für Immunologie und Rheumatologie, betont, dass der beste verfügbare Schutz vor der Schweinegrippe nach wie vor die Impfung sei. Derzeit ist davon auszugehen, dass bereits eine Impfdosis ausreicht. Demgegenüber wirken vorbeugend eingenommene Medikamente wie etwa Neuraminidasehemmer (Tamiflu) nur so lange, wie sie eingenommen werden. Sie bergen zudem das Risiko einer Resistenzentwicklung, so dass dann keine wirksame… Weiterlesen
Ein erster Todesfall ist der Abteilung Gesundheit des Kreises Soest im Zusammenhang mit der Neuen Grippe gemeldet worden. Am 27.12.2009 verstarb ein 58-jähriger Mann aus Geseke, der wegen einer schweren Lungenentzündung stationär in einem Krankenhaus behandelt worden war. Schwerwiegende Vorerkrankungen, die als typische Risikofaktoren angesehen werden, waren bei ihm nicht bekannt.
Insgesamt ist die Grippe- und Erkältungswelle, die etwa bis Mitte Dezember gedauert hat, abgeklungen, so die Daten des Robert Koch-Institutes in Berlin. Im Kreis Soest waren bis dahin 400 Meldungen eingegangen. Bundesweit waren fast 210.000 Meldungen über H1N1-Infektionen registriert worden. Bis zum 17.12.09 waren in ganz Deutschland 132 Todesfälle übermittelt worden, davon 43 aus NRW.
In diesem Zusammenhang erinnert Dr. Frank Renken, Leiter des Kreisgesundheitsamtes an die mittlerweile der… Weiterlesen
Als Spezialist für Infektionen hat Johannes Liese (neuer Professor an der Kinderklinik der Universität Würzburg) zurzeit viel mit der Neuen Grippe zu tun. Immunologie ist sein zweiter Schwerpunkt, in Würzburg will er ein Zentrum für angeborene Immundefekte einrichten.
Selbstverständlich ist Johannes Liese geimpft – nicht nur gegen die Schweinegrippe, sondern auch gegen die ganz gewöhnliche saisonale Influenza. Schließlich hat er als Arzt in der Kinderklinik eine besondere Verantwortung: “Als Ärzte sind wir ja potenzielle Überträger auf Hochrisikopatienten”, sagt er.
Seit im vergangenen Sommer die ersten Erreger der Schweinegrippe den Sprung nach Europa geschafft hatten, hat sich Liese deshalb stark dafür gemacht, dass sich so viele Mitarbeiter der Klinik wie möglich impfen lassen – mit Erfolg. “Wir haben bei uns in… Weiterlesen
18.467 Menschen in Niedersachsen hat das Niedersächsische Landesgesundheitsamt mit einer Influenza A/H1N1 Virus Erkrankung bisher registriert. In der 50. Kalenderwoche wurden bislang 585 Fälle gemeldet. Vier Wochen zuvor waren es mit 4.528 Infektionen so viele wie noch nie. Die aktuellen Krankheitszahlen sinken also kontinuierlich. Damit liegt Niedersachsen im Bundesschnitt. Für die übliche Grippesaison – spätestens ab Januar – schließen Experten hingegen steigende Infektionszahlen nicht aus.
119 Todesfälle hat das Robert-Koch-Institut bundesweit bis zum 15. Dezember registriert. Gefährdet sind besonders Menschen, die Risikofaktoren mitbringen. 89 Prozent der Verstorbenen galten als Risikopatienten, die im Falle einer Erkrankung eine höhere Wahrscheinlichkeit für einen schwereren Verlauf hatten. Wie das Niedersächsische Landesgesundheitsamt soeben mitteilte, sind heute in Niedersachsen zwei neue Todesfälle gemeldet worden. Eine 45-jährige… Weiterlesen
Trotz des Rückgangs der Neuinfektionen mit dem H1N1 Virus auf geschätzte 9.000 Fälle in der letzten Woche, bleibt die Zahl der Menschen im Krankenhaus hoch. Von den 523 Patienten, die sich im Krankenhaus befinden, werden 113 auf der Intensivstation behandelt.
Nach Influenza A/H1N1 Infektionen sind 15 Verstorbene in Großbritannien innerhalb der vergangenen Woche zu beklagen. Bisher gab es 298 Todesfälle davon in England 203, in Schottland 55, in Wales 26 und in Nordirland 14.
In Großbritannien wurden bisher über 3 Millionen Dosen H1N1 Impfstoff verabreicht.
Quelle: NHS
In Münster am Universitätsklinikum (UKM) sind in der zurückliegenden Woche deutschlandweit zum ersten Mal die Krankheitsverläufe zweier Patienten dokumentiert worden, die offensichtlich eine Resistenz gegen das bislang üblicherweise gegen die Schweinegrippe eingesetzte Medikament „Tamiflu” entwickelt haben. „Die Resistenz bedeutet, dass sich das Virus während der Therapie mit Tamiflu verändert hat”, erläutert Prof. Dr. Georg Peters, Direktor des UKM-Instituts für klinische Mikrobiologie. Der Virologe Oberarzt Prof. Joachim Kühn (UKM-Institut für medizinische Mikrobiologie) und seine Mitarbeiter konnten die Patienten also vor, während und nach der Therapie mit Tamiflu beobachten. „Diese Ergebnisse belegten, wie rasch sich eine Resistenz gegen die wenigen, derzeit verfügbaren Medikamente entwickeln kann.”
Vorstandsvorsitzender und ärztliche Direktor des UKM, Prof. Dr. Norbert Roeder, erinnerte erneut an das Verantwortungsbewusstsein von Ärzten… Weiterlesen