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Immunsystem

Genetische Impfstoffe – Mit Mikro-Shuttles Immunantwort ankurbeln

Ob AIDS, Malaria oder Hepatitis C – folgenschwere Krankheiten wie diese sollen künftig möglichst schon präventiv durch genetische Impfungen eingedämmt werden. Dabei soll das Immunsystem den Kampf gegen den Erreger dadurch lernen, dass lediglich Teile der Erreger-Erbsubstanz statt eines abgeschwächten Erregers verabreicht werden. “Dazu kommen spezielle sogenannte Gen-Fähren zum Einsatz, die das Erbgut in den Körper transportieren”, erläutert Florian Kreppel. Bislang befinde sich dieser Impfansatz allerdings noch in der Erforschung. Ein Problem dabei: “Diese Impfstoffe sind nicht in der Lage, Immunzellen gezielt anzusteuern, um dann die Abwehrzellen des Körpers zu stimulieren”, so der seit 2003 in Ulm tätige Wissenschaftler, “hier wollen wir mit unserer Technologie ansetzen”. Daran arbeite seine Gruppe seit 2004.

Mittels dieser Plattformtechnologie sollen die bei genetischen Impfungen… Weiterlesen

Geländegängige Flitzer – Abwehrzellen bei der Arbeit

Um Krankheitserreger auch in den entlegendsten Gebieten des Körpers effektiv bekämpfen zu können, müssen sich Abwehrzellen sehr schnell und flexibel bewegen können.

Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut (MPI) für Biochemie in Martinsried bei München haben jetzt den Mechanismus entschlüsselt, mit dem sich diese wendigen Zellen auf verschiedenen Oberflächen fortbewegen. “Wie bei einem Auto gibt es einen Motor, eine Kupplung und Räder, die für die nötige Reibung sorgen”, sagt Forschungsgruppenleiter Michael Sixt. Die Arbeit entstand in Zusammenarbeit mit Kollegen vom MPI für Metallforschung in Stuttgart. (Nature Cell Biology, 15. November 2009)

Abb. Eine Immunzelle bahnt sich ihren Weg und bildet dabei fingerartige Ausstülpungen. Farbig markiert ist hierbei das Zellskelett.

Weiße Blutkörperchen, auch Leukozyten oder Immunzellen genannt, bekämpfen auf vielfältige Weise Infektionen im menschlichen… Weiterlesen

Neuer Mechanismus im Immunsystem – Zusammenhang zwischen Grippeviren und Fieber

Ein Anzeichen der  „Neuen Grippe“ ist plötzlich auftretendes starkes Fieber. Bislang verstand man nicht genau, wie diese Reaktion zustande kommt. Forscher der Universität Bonn und der Technischen Universität München haben gemeinsam mit Wissenschaftlern der LMU München mit einer neuen Studie Licht ins Dunkel bringen können: Sie haben einen neuen Signalweg identifiziert, über den bestimmte Viren Entzündungsreaktionen und Fieber auslösen können. Ihre Ergebnisse erscheinen in der kommenden Ausgabe der Zeitschrift „Nature Immunology“.

Viren sind mikroskopisch kleine Schmarotzer: Sie schleusen ihr Erbgut in die Zellen ihres Opfers ein, um diese so „umzuprogrammieren“. Die infizierten Zellen produzieren dann nicht mehr das, was sie selbst zum Leben brauchen, sondern bauen stattdessen jede Menge neue Viren.

Diese feindliche Übernahme bleibt zum Glück meist nicht unbemerkt.… Weiterlesen

Wie aggressive Zellen in das Gehirn eindringen

Live-Beobachtungen geben neue Einblicke in Vorgänge der Multiplen Sklerose

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Zellen im Gehirn

Bei Krankheiten wie der Multiplen Sklerose (auch Encephalomyelitis disseminata oder kurz ED genannt) dringen Zellen des Immunsystems in das Hirngewebe ein, wo sie großen Schaden anrichten. Lange Zeit war es ein Rätsel, wie diese Zellen den Blutstrom verlassen können, denn Blut- und Nervensystem sind normalerweise durch spezielle Blutgefäßwände voneinander getrennt. Dass die Immunzellen dennoch zu den Nervenzellen vordringen können, war bisher nur durch Gewebeschnitte belegt. Nun konnte ein Team um Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried die Bewegungen dieser Zellen erstmals “live” unter dem Mikroskop beobachten. Dabei kamen ganz neue Verhaltensweisen der Immunzellen ans Licht. Die Erkenntnisse tragen entscheidend zu unserem Verständnis der komplexen Krankheit bei.

Abb.… Weiterlesen

Influenza A/H1N1 – Impfung für Rheuma – Patienten: Ja oder Nein?

Influenza A/H1N1 – Impfung oder nicht? Das fragen sich viele Rheuma – Patienten in der letzten Wochen. Denn ob sie zum Kreis der chronisch Kranken zählen, die zuerst geimpft werden müssen, ist nicht festgelegt. Ein Expertengremium der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie hat die Datenlage diskutiert und eine Empfehlung formuliert. Darin befürworten sie die H1N1-Impfung für Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, deren Krankheit schwer verläuft oder die unter immunsuppressiver Therapie stehen. Immunsuppressiva dämpfen das Immunsystem und machen es anfälliger für Infektionen. Das Arzt-Patienten-Gespräch vor der Impfung bleibt obligatorisch.
Abseits der Debatte über den Sinn der Impfung gegen die bislang mild verlaufende Neue Influenza A steht die Frage, welche Personen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Grippeverlauf haben. Sie müssen besonders geschützt werden.… Weiterlesen

Gewinnung sekundärer Pflanzenstoffe vereinfacht

Gesundes Gemüse

Gesundes Gemüse

Die Sekundären Pflanzenstoffe, im naturheilkundlichen Bereich auch Phytamine genannt sind bestimmte chemische Verbindungen, die von Pflanzen weder im Energiestoffwechsel, noch im aufbauenden oder im abbauenden Pflanzenstoffwechsel produziert werden. Sie haben eigentlich die Aufgabe, Schädlinge abzuwehren oder durch ihr Aroma die pollenverbreitende Insekten anzulocken um die Bestäubung zu sichern.

Im menschlichen Körper entfalten die sekundären Pflanzenstoffe dagegen eine gesundheitsfördernde Wirkung, die von der Stimulation des Immunsystems bis hin zu Krebs vorbeugenden Eigenschaften reicht. Als besonders wirksam gilt die Gruppe der Glucosinolate, die zum Beispiel in Brokkoli, verschiedenen Kohlsorten und in Rüben vorkommen. Um für medizinische Zwecke größere Glucosinolatmengen zu gewinnen, müssen die Pflanzen in einem aufwändigen Prozess zerkleinert, enzymatisch aufgeschlossen und gereinigt werden.

Das Leibniz-Institut für Gemüse- und Zierpflanzenbau… Weiterlesen

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