Lebensmittel-Wissenschaftler erforschen neues Schneid- und Waschverfahren, um Gemüse effektiv und produktschonend von EHEC-Erregern zu befreien
EHEC-Ausbrüche könnten sich ausweiten und immer wieder auftreten – so die Befürchtung der Lebensmittelwissenschaftler der Universität Hohenheim. Eine vielversprechende Präventionsmaßnahme sei es, die industriellen Wasch- und Schneideverfahren von Gemüse und verzehrfähigen Salatprodukten zu verbessern. Unter anderem im Test: hygienisches Schneiden mit Wasserstrahlen unter Hochdruck in Kombination mit Warmwasserwäsche, um Bakterienkolonien zehnmal besser als bei herkömmlichem Gemüsewaschen zu entfernen. Entwarnung geben Umwelthygieniker der Universität Hohenheim mit Blick auf Ängste, dass belastete Bioabfälle als Dünger neue Krankheitsausbrüche verursachen könnten.
„Die Mediziner haben Ihre Arbeit beim aktuellen Ausbruch sehr gut gemacht. Nun sind wir Lebensmittelwissenschaftler am Zug, um Nahrungsmittel sicherer zu machen“, erklärt Prof. Dr. Herbert Schmidt, der… Weiterlesen
Der Verein Deutscher Ingenieure e.V. (VDI) rät Urlaubern beim Aufdrehen des Wasserhahns in Ferienwohnungen zur Vorsicht. „Wenn das Wasser über einen längeren Zeitraum in den Leitungen steht, gerade bei hohen Temperaturen, können sich Mikroorganismen vermehren. Gesundheitliche Schädigungen können nicht ausgeschlossen werden, wenn solches Wasser getrunken wird“, sagt VDI-Experte Thomas Wollstein von der VDI-Gesellschaft Bauen und Gebäudetechnik.
Gleiches gilt für den Wasserhahn zu Hause nach einem längeren Urlaub oder auch Trinkwasser-Installationen in Schulgebäuden. Auf die Gefahren weist die Richtlinie VDI 6023 „Hygiene in Trinkwasser-Installationen“ hin. Als bedenklich gilt hier eine Stagnation, wenn Trinkwasser-Installationen längere Zeit nicht genutzt werden.
Um bei sommerlichen Temperaturen das Eigenleben des Wassers einzuschränken, ist es nach VDI-Angaben ratsam, den Housesitter oder Nachbarn zu bitten, jede einzelne Trinkwasser-Zapfstelle… Weiterlesen
Der Winter scheint gut überstanden, der befürchtete schwere Verlauf der Schweinegrippe-Pandemie blieb aus. Doch jetzt ist schon die nächste Viruswelle da: Durchfall und Erbrechen, häufig begleitet von Fieber und Schüttelfrost betreffen derzeit immer mehr Menschen in Deutschland.
“Diese Symptome sind typisch für das Norovirus”, so Prof. Dr. Fickenscher, Virologe der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Experte des Exzellenzclusters Entzündungsforschung in Schleswig-Holstein. “Wir stellen einen starken Anstieg von Erkrankungen mit dem Norovirus fest, die Zahl der aktuell gemeldeten Fälle liegt über den Durchschnittswerten der letzten fünf Jahre.”
Noroviren sind hoch ansteckend
Das Norovirus wird von Mensch zu Mensch durch die Ausscheidungen eines bereits erkrankten Menschen übertragen. Der Erreger ist stabil und überlebt auch einige Tage auf Handtüchern, Geschirr, Spielzeug, Lebensmitteln oder Türklinken.… Weiterlesen
Magen-Darm-Erkrankungen sind kein schönes Thema. Zumal wenn der Leser eines solchen Artikels auch noch das Stichwort “Lebensmittel” in diesem Zusammenhang entdecken muss. Und genau diese (völlig nachvollziehbare) Abscheu ist es, die ein Zerrbild in der Öffentlichkeit zeichnet. Glaubt man nämlich Umfragen, glauben in Deutschland die meisten Menschen, dass Pestizidrückstände die größte Gefahr bei Lebensmitteln darstellen. Natürlich sind Pestizidrückstände immer wieder ein Diskussionspunkt, sobald die jährliche Auswertung der Überwachungsämter durch die Medien geht. Aber zumindest gibt es hier Kontrollen und festgelegte Grenzwerte, also staatliche Instrumente und Maßnahmenkataloge. Ganz anders sieht es bei Lebensmittelinfektionen aus. Also wenn man nach dem Essen bestimmter Lebensmittel krank wird. Wenn man nämlich von einer “Gefahr” bei Lebensmitteln reden kann, dann von der Infektionsgefahr durch so genannte… Weiterlesen
Zum „Welttag des Händewaschens“ ruft UNICEF unter dem Motto „Saubere Hände retten Leben!“ zusammen mit anderen Hilfsorganisationen in mehr als 80 Ländern zum regelmäßigen Händewaschen auf. Mit dem Aktionstag soll die Hygieneaufklärung in Entwicklungsländern verbessert werden. Ein neuer Bericht von UNICEF und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zeigt auf, dass Händewaschen mit Seife die Kindersterblichkeit durch Durchfallerkrankungen bei Kleinkindern fast um die Hälfte senken kann. Jedes Jahr sterben in den Entwicklungsländern 1,5 Millionen Kinder unter fünf Jahren an Durchfall. Die Zahl der Erkrankungen bei Kleinkindern wird auf 2,5 Milliarden Fälle pro Jahr geschätzt. Häufige Durchfälle schädigen die gesamte Entwicklung der Kinder. Der Bericht “Diarrhoea: Why Children are still dying and what can be done“ wird heute in New York vorgestellt.
„Händewaschen mit… Weiterlesen