Bundesumweltministerium berät über die gesundheitlichen Folgen des Klimawandels
Der Klimawandel bringt Wetterextreme mit sich, die für die Gesundheit kritisch sind. Auf einer internationalen Fachkonferenz in Bonn sagte Umwelt-Staatssekretär Jürgen Becker: „Vorsorge gegen den Klimawandel steht für uns an erster Stelle. Eine schnelle Anpassung an veränderte Bedingungen ist nötig und auch möglich.“ Dr. Srdan Matic, Koordinator für Umwelt und Gesundheit des Regionalbüros für Europa der Weltgesundheitsorganisation (WHO): „Während der letzten zwei Jahrzehnte wurden in der WHO-Region Europa 112.000 Todesfälle aufgrund von Naturkatastrophen gemeldet. Der Klimawandel trägt zu einem immer häufigeren Auftreten von Hitzewellen, Überschwemmungen und Dürreperioden bei, was zu einer zusätzlichen Belastung der Gesundheitssysteme und Gesellschaften führt.“ Dr. Paul Becker, Vizepräsident des Deutschen Wetterdienstes (DWD), sagte: „Auch der Sommer 2010 zeigte… Weiterlesen
Moskau (Russland), 10.08.2010 – Die Smog-Lage in Moskau, die durch die seit mehreren Wochen andauernden schweren Wald- und Torfbrände in Regionen Zentralrusslands hervorgerufen wurde, hat sich weiter verschärft.
Seit mehreren Tagen haben Winde aus östlicher Richtung die Luftverschmutzung in der russischen Hauptstadt so weit ansteigen lassen, dass die Sichtweite stellenweise nur noch 50 bis 100 Meter beträgt. Die gesundheitliche Belastung der Hauptstadtbewohner hat sich durch die andauernde Hitzewelle mit Temperaturen von knapp 40 Grad und durch den giftigen Smog stark erhöht. Laut Andrej Selzowski, Chef der Moskauer Gesundheitsbehörde, hat sich die tägliche Todesrate der Stadt fast verdoppelt. Bestattungsunternehmen sprechen sogar von einer Verdreifachung.
Unterdessen nähern sich die Brände zum wiederholten Mal dem Atom-Forschungszentrum in Sarow am Ural. Laut Zivilschutzminister Sergej… Weiterlesen
In Russland ist die Zahl der Toten wegen der verheerenden Waldbrände auf 34 gestiegen. Binnen 24 Stunden seien 500 neue Feuer gemeldet worden, teilte das Katastrophenministerium am Montag mit. Die meisten konnten jedoch zügig wieder gelöscht werden. Rund 1500 Häuser wurden bislang durch die Flammen zerstört.
Quelle: RP-Online
Die Gesundheitsrisiken in Südeuropa werden infolge der Klimaveränderung stärker zunehmen, als man bisher angenommen hatte. Hitzewellen werden häufiger, länger und ausgeprägter. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie des Nationalen Forschungsschwerpunkts Klima (NFS Klima), die von Forschern der ETH Zürich durchgeführt wurde.
Hitzewellen setzen der Gesundheit zu. Das wurde der Bevölkerung spätestens im Hitzesommer 2003 klar, unter dem vor allem ältere und gesundheitlich angeschlagene Menschen zu leiden hatten. Europaweit sorgte allein die Hitzewelle in den ersten zwei Augustwochen dieses Jahres für 40’000 zusätzliche Todesfälle im Vergleich zur Mortalität in einem normalen Jahr. Dass sich solche Extremsituationen künftig wiederholen könnten, zeigten ETH-Forscher in einer viel beachteten Studie 2004. Nun legen Dr. Erich Fischer und Prof. Christoph Schär vom Institut für Atmosphäre und… Weiterlesen
(aid) 28.05.2008 – Sommer, Sonne, Hitzewellen – der Klimawandel bescherte uns 2003 und 2006 ungewohnt heiße Sommer. Was viele freut, birgt allerdings auch etliche Gefahren. Darauf macht eine Veröffentlichung des Umweltbundesamtes aufmerksam. Vor dem Hintergrund von 7.000 Hitzetoten allein in Deutschland im Sommer 2003 informiert die Broschüre über die Gesundheitsgefahren der hohen Temperaturen. Als Ursachen für die Todesfälle nennen die Experten Herzinfarkt, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, der Nieren und der Atemwege sowie Stoffwechselstörungen infolge der Hitzebelastung. Am stärksten betroffen war die Altersgruppe über 70 Jahre, besonders Frauen. Durch das richtige Verhalten kann allerdings jeder Gesundheitsrisiken durch Hitze reduzieren. So ist es beispielsweise sinnvoll, Aktivitäten im Freien – wie Gartenarbeit oder Sport – auf die Morgen- und Abendstunden zu beschränken. “Gerade bei… Weiterlesen