Heute vor zwöf Monaten erschütterte ein Erdbeben Haiti und führte zu einer der schwersten Naturkatastrophen dieses Jahrhunderts. Das Beben war der Beginn für ein von mehreren Schicksalsschlägen geprägtes Jahr für den Inselstaat in der Karibik: Dem Erdbeben folgten Wirbelstürme, die Cholera und politische Unruhen. Das Technische Hilfswerk (THW) leistet seitdem in Haiti Hilfe. Nach der unmittelbaren Nothilfe im Bereich der Wasserversorgung konzentriert sich das Engagement des THW auf nachhaltige Hilfsmaßnahmen.
„Haiti steht immer noch vor vielen Trümmern des schweren Erdbebens vom vergangenen Januar. Dazu hat der Ausbruch der Cholera die ohnehin schon dramatische Situation verschlechtert. Daher ist es auch ein Jahr später immer noch unsere Verpflichtung, dem haitianischen Volk bei seinem Weg aus der Katastrophe beiseite zu stehen. Wir wollen… Weiterlesen
Das durch Naturkatastrophen sowieso schon schwer getroffene Haiti, hat durch die Seuche Cholera bis zum Stichtag 29. Dezember 3.481 Todesopfer zu beklagen.
Seit Mitte Oktober meldet Haiti insgesamt 157.321 bestätigte an Cholera erkrankte Menschen.
Trotz internationaler Hilfen steigt die Zahl der Erkrankungen, wohl aufgrund der katastrophalen hygienischen Zustände weiter an.
Die Zahl der Cholera-Toten in Haiti ist auf 724 gestiegen. Vier Menschen seien in der Hauptstadt Port-au-Prince gestorben, teilte das haitianische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Rund 11.000 Kranke würden im Krankenhaus behandelt. Die meisten Toten wurden demnach in der Region Arbonite registriert, nämlich fast 500.
Quelle: RP-Online
Zum 27.10.2010 berichtete das Gesundheitsministerium in Haiti (MSPP) über 4.722 Cholera-Fälle, einschließlich 303 Todesfällen. Die bestätigten Fälle wurden aus den Departments Artibonte (76,5%), Mittel (22,9%), Nord-Ost und Nord berichet.
Cholera ist eine schwere, bakterielle Infektionskrankheit vorwiegend des Dünndarms, die durch das Bakterium Vibrio cholerae verursacht wird.
Quelle: WHO, Wikipedia