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Gebirge

Gletscherschmelze: Klimaerwärmung führt zu Fluten und Erdrutschen

Der Inylchek-Gletscher in Kirgisien ist mit 80 Kilometern der längste Hochgebirgsgletscher der Welt (Bild: Hermann Häusler)

Der Inylchek-Gletscher in Kirgisien ist mit 80 Kilometern der längste Hochgebirgsgletscher der Welt (Bild: Hermann Häusler)

Die Klimaerwärmung hat dazu geführt, dass die Mehrheit der Gletscher deutlich an Fläche und Masse verloren haben. Dieser Verlauf hat nicht nur gravierende Auswirkungen auf das Landschaftsbild im Hochgebirge, sondern deutet auch auf Gefahren wie Überschwemmungen und Erdrutsche hin. In einem aktuellen EU-Projekt unter der Leitung von Hermann Häusler vom Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien geht ein internationales Forschungsteam dem Risikopotenzial von schmelzenden Gletschern in Europa und Zentralasien auf den Grund. Die dabei gesammelten Erkenntnisse könnten Leben retten.

“Bis auf wenige Ausnahmen schmelzen weltweit die Gletscher”, erklärt Hermann Häusler vom Department für Umweltgeowissenschaften der Universität Wien. Der Geologe analysiert die Auswirkungen der Klimaveränderung… Weiterlesen

Lawinen und Raketentriebwerke

Strömungslehre

Mithilfe eines Lasers schlüsseln Forschende der ETH Lausanne die dynamischen Vorgänge auf, die sich im Inneren von Lawinen oder Murgängen abspielen. Das Verständnis solch komplexer Abflüsse ist nicht nur für Spezialisten für Naturkatastrophen, sondern auch für überraschendere Anwendungsgebiete von Interesse.

Lawinen und Murgänge gehören zu den Risiken, denen Gebirgsregionen wie die Schweiz besonders stark ausgesetzt sind. Für die Sicherheit dieser Regionen wären numerische Modelle wünschenswert, die die Gefahrenzonen mit höchster Präzision bestimmen könnten. Doch wer solche Modelle entwickeln will, muss zunächst die Dynamik dieser Naturereignisse besser verstehen. Genau das ist die Aufgabe, der sich die Forschungsgruppe um Christophe Ancey mit Unterstützung des Schweizerischen Nationalfonds (SNF) am Labor für Umwelthydraulik der ETH Lausanne widmet.

Bei Lawinen und Murgängen handelt es… Weiterlesen

Kontinentalplatte: Indien taucht unter Tibet

Bein Zusammenstoß von Indien mit dem Eurasischen Kontinent schiebt sich die indische Platte etwa 500 Kilometer weit unter Tibet und erreicht dabei eine Tiefe von 250 Kilometern. Resultat dieses größten Zusammenstoßes auf der Erde ist das höchste Gebirge der Welt, aber auch der Tsunami von 2004 im Indik entstand durch die bei dieser Kollision erzeugten Erdbeben. Das Aufeinanderprallen der beiden Kontinente ist sehr komplex, so trifft am nordwestlichen Rand von Tibet die Indische Platte auf die sehr starre Platte des Tarim-Beckens und wird dabei zusammengestaucht. Am Ostrand von Tibet forderte das Wenchuan-Beben vom Mai 2008 über 70 000 Tote. Wissenschaftler des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ berichten in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Science“ (Vol. 329, 17. Sept. 2010) über Ergebnisse eines… Weiterlesen

Beobachtung des Permafrost in den Alpen

Alpenweite Karte der erwiesenen Permafrost-Vorkommen (Evidenzen). Das sind Bohrungen im Fels, Eisaufschlüsse in Lockermaterial, überwachte Blockgletscher. etc. PermaNET

Alpenweite Karte der erwiesenen Permafrost-Vorkommen (Evidenzen). Das sind Bohrungen im Fels, Eisaufschlüsse in Lockermaterial, überwachte Blockgletscher. etc. PermaNET

Die Verbreitung von Gebirgspermafrost und den Einfluss des Klimawandels auf ihre Heimatregion untersuchen Wissenschaftler aus fünf Alpenländern gemeinsam. Sie haben am 06.07.2010 in Innsbruck ein alpenweites Permafrost-Inventar und eine Vorschau auf die erste einheitliche Hinweiskarte der potentiellen Permafrostverbreitung im Alpenraum präsentiert. In Italien, der Schweiz, Frankreich, Deutschland und Österreich wurde ein Permafrost-Netzwerk aufgebaut, in dem auch neue Beobachtungsstellen installiert werden. Das Netzwerk liefert eine solide Datenbasis für die weitere wissenschaftliche Erforschung des Permafrosts und die Beratung von Behörden.
Die mit dem Klimawandel einhergehende Erwärmung geht auch an den Alpen nicht spurlos vorüber. Während dem Rückzug der alpinen Gletscher in den Medien große… Weiterlesen

Stetige Zunahme der Menge an Sedimentenablagerungen hinterfragt

Die seit 5 Millionen Jahren andauernde stetige Zunahme der Menge an Sedimentenablagerungen, die bisher von vielen Geowissenschaftlern unterstellt wurde, existiert nicht. Das ist das zentrale Ergebnis, das Jane Willenbring und Friedhelm von Blanckenburg vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins( „Nature“, 13.Mai 2010) vorstellen. Die weltweit beobachtete vierfache Zunahme der Sedimentation ist ein reines Beobachtungsartefakt, alle darauf beruhenden Hypothesen müssen nun einer Überprüfung unterzogen werden.
Erosion durch Wasser und Eis sowie die chemische Verwitterung von Gesteinen der Erdoberfläche tragen Gebirge über Millionen von Jahren ab. Das erodierte Gestein wird durch Flüsse und Gletscher fortgetragen und findet sich im Sediment der Ozeane und auf den Kontinenten in der Umgebung großer Gebirge wieder. Die weltweite Vermessung der Dicke von… Weiterlesen

Tiefseegebirge unter Wasser – Magmatische Kammern mit extremen Temperaturen

Das größte Gebirge der Erde befindet sich unter Wasser. Etwa 70.000 Kilometer misst eine gigantische Vulkankette, die den gesamten Planeten umschließt und wichtige Wechselwirkungen mit dem Meerwasser eingeht: Sie filtert das Wasser aller Meere und Ozeane, sorgt so unter anderem für das Salz im Meer und schafft Abkühlung im Erdinnern. Privatdozent Dr. Jürgen Koepke vom Institut für Mineralogie der Leibniz Universität Hannover unternimmt seit Jahren Forschungsreisen auf dem Atlantik und dem Pazifik, um Gesteins- und Wasserproben dieses hoch aktiven Filtersystems zu nehmen und in Hannover zu untersuchen. “Dabei stellen wir uns unter anderem die Frage, wie sich die Magmen in Kammern unter den Tiefseevulkanen entwickeln, warum es zum Beispiel zu Ausbrüchen kommt und welche Prozesse dabei ablaufen”, berichtet PD Dr.… Weiterlesen

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