Die Herkunft der aktuellen Dioxinbelastungen in Futtermitteln, Eiern und Fleisch sind weiterhin nicht völlig geklärt: „Das Verteilungsmuster der Dioxine, Furane und dioxin-ähnlichen PCB aus den verunreinigten Futtermitteln stimmt mit keiner unserer Referenzproben überein“, sagte UBA-Präsident Jochen Flasbarth. Das UBA hatte die den Futtermitteln illegal zugesetzten Mischfettsäuren mit rund 46.000 Proben aus Boden, Luft, Pflanzen und Tieren in seiner Dioxin-Datenbank verglichen. In der Vergangenheit lieferte die Datenbank oft schnell einen Hinweis auf die Quelle von Dioxin-Kontaminationen. Je nach Herkunft und Entstehung unterscheidet sich das chemische Muster von Dioxinen, Furanen und dioxin-ähnlichen Polychlorierten Biphenylen nämlich deutlich (so genannte Kongeneren-Profile).
Zwar konnte die UBA-Analyse einige Quellen wie die Metall- und Zementindustrie definitiv ausschließen. Auch bei anderen industriellen Quellen lässt sich ein Herkunftsnachweis der… Weiterlesen
Zum Dioxin-Fall in Niedersachsen erklärt Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner am 15. Januar 2011:
“Wie Sie wissen, habe ich gestern Abend das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) in Oldenburg besucht und mich dort über den Stand der Untersuchungen unterrichten lassen. Dabei habe ich auch Gespräche geführt mit dem zuständigen Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium, Ripke, und mit Umweltminister Sander, der das Landwirtschaftsressort in Vertretung leitet. Mir wurde von niedersächsischer Seite wiederholt und auch gestern erneut mit Nachdruck versichert, dass die für die Futter- und Lebensmittelüberwachung zuständigen Landesbehörden alle erforderlichen Maßnahmen zur Aufklärung des Dioxin-Falls in die Wege geleitet hätten. Ich habe bei dieser Gelegenheit auch mein Angebot an die betroffenen Länder erneuert, für die noch ausstehenden Dioxin-Tests die Analyse-Kapazitäten der Bundeseinrichtungen in… Weiterlesen
NRW-Verbraucherschutzminister Johannes Remmel fordert die Bundesregierung auf, im aktuellen Dioxin-Skandal nicht auf Vorschläge der Futtermittelindustrie zu warten, sondern selbst konkrete Schritte für einen besseren Verbraucherschutz vorzulegen und umzusetzen. „Ich begrüße es, dass Frau Aigner angekündigt hat, einige unserer Punkte aus dem 10 Punkte-Plan aufgreifen zu wollen. Die Trennung von Industrie- und Futterfetten ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung. Ich bin gespannt, ob Frau Aigner hier Wort hält oder vor der Lobby der Futtermittelindustrie einknickt“, sagte Minister Remmel bei einem Pressegespräch in Berlin. „Nun müssen CDU/CSU und die FDP auch auf die anderen Punkte einschwenken, insbesondere, was die staatliche Haftpflichtversicherung für Futtermittelhersteller angeht. Denn der Ausgangspunkt für die Lebensmittelskandale der letzten Jahre lag zumeist bei den Futtermitteln.“
NRW wird… Weiterlesen
Nachdem am vergangenen Mittwoch bei einem Wildschwein in der bulgarischen Region Burgas, die Maul und Klauenseuche festgestellt wurde, hat am Freitag (07.01.2011) die Europäische Union eine Sperrentscheidung erlassen.
Die Region Burgas wurde als Hoch-Risikogebiet eingestuft. Lebende Klauentiere (Rind, Schein, Schaf, Ziege, etc.), Fleisch, Fleischzubereitungen, Milchprodukte, Futtermittel, Häute, Felle oder Jagdtrophäen dürfen auf unbestimmte Zeit nicht mehr aus dieser Region ausgeführt werden.
Um eine Weiterverbreitung der Tierseuche zu verhindern wird um Beachtung der folgenden Hinweise gebeten:
* keine tierischen Lebensmittel aus den betroffenen Regionen einführen,
* keine tierischen Lebensmittel aus den betroffenen Regionen schicken lassen,
* Jagdausflüge nach Bulgarien unterlassen,
* Jagd-Trophäen, Wildfleisch, Rohwürste (Wildknacker) dürfen nicht eingeführt werden
Die zuständigen Behörden kontrollieren die Einhaltung der Verbote verstärkt u. a. an… Weiterlesen
KIEL. Bei den Untersuchungen zu dioxinbelastetem Futterfett, die vom schleswig-holsteinischen Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume unlängst in Auftrag gegeben worden waren, liegen die ersten 20 Ergebnisse vor.
Die Dioxingehalte der untersuchten Rückstellproben der Firma Harles und Jentzsch schwanken nach Angaben des Ministeriums zwischen 0,44 Nanogramm (ng) bis 10,05 ng Dioxin. In elf Fällen wurde der zulässige Höchstgehalt (0,75 ng) damit zwar unterschritten, in immerhin neun Fällen jedoch überschritten.
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass im Prozess der Futtermittelherstellung wegen der Beimischung anderer Futterkomponenten der Dioxingehalt insgesamt absinkt. Dennoch sind die genannten neun Proben wegen der Höchstgehaltüberschreitung nicht für die Futtermittelherstellung geeignet.
Insgesamt hatte das Ministerium 112 Proben aus Eingangs- und Ausgangsware der Firma Harles und Jentzsch zur Untersuchung gegeben.… Weiterlesen
320 Ferkel, die mit Dioxin belastetem Futtermittel gefüttert wurden, sind an einen Mastbetrieb im Kreis Hersfeld-Rotenburg geliefert worden. Das hat das hessische Verbraucherschutzministerium am Donnerstag in Wiesbaden mitgeteilt. Die Ferkel wurden seit der achten Lebenswoche in einem Thüringer Schweinemastbetrieb mit Dioxin belastetem Futtermittel gefüttert. Am 14. Dezember wurden die 11-12 Wochen alten Ferkel nach Hessen ausgeliefert. Der Betrieb ist derzeit amtlich gesperrt; dies bedeutet, ein Weiterverkauf der Ferkel oder eine sonstige Vermarktung der Ferkel ist bis auf Weiteres nicht möglich.
„Alle Ferkel sind noch im Bestand. Damit steht fest, dass keines der mit dem dioxinbelasteten Futter angemästeten Tiere in den Handel oder zur Weiterverarbeitung gelangt ist“, hieß es aus dem Verbraucherschutzministerium. Der betroffene Landwirt wird die Behörden umgehend unterrichten, falls… Weiterlesen